Dienstag, 27. Oktober 2020

Mein gesunder Sommertag

Ausgabe 2020.07-08
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GESÜNDER LEBEN verrät, wie Sie so gesund als möglich durch einen heißen Sommertag kommen – vom Aufstehen bis zum Schlafengehen. Ein 24-Stunden-Ratgeber für Ihr Wohlbefinden.


Foto: © iStock-martin-dm

Natürlich: Unter einem perfekten Sommertag stellt sich jeder etwas anderes vor. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden – und das ist gut so! Doch egal, wie Ihr Sommertag auch ausschauen mag: Auf die eigene Gesundheit sollte immer geachtet werden! Besonders im Sommer gibt es einige Tipps, die es zu beachten gilt …

Der MORGEN

Es gibt nichts Schöneres, als sich von den ersten Sonnenstrahlen wecken zu lassen. Je früher Sie aufstehen, desto mehr haben Sie vom sommerlichen Tag und desto eher können Sie Stress vermeiden. Am besten sofort überall stoßlüften, um frischen Sauerstoff in die eigenen vier Wände zu lassen. „Gleich nach dem Aufstehen ist es auch empfehlenswert, Flüssigkeit zu sich zu nehmen – und zwar nicht nur Kaffee, sondern auch Wasser oder frisch gepressten Fruchtsaft“, rät Dr. Katharina Pils, Chefärztin des Österreichischen Roten Kreuzes. Das Frühstück sollte freilich nicht ausgelassen werden, da es genügend Energie für den bevorstehenden Tag liefert. „Ich würde im Sommer generell viel frisches regionales und saisonales Obst und Gemüse auf den Teller bringen, immer begleitet von hochwertigem Eiweiß“, rät Dr. Daniela Themmer, Wiener Ärztin für Allgemeinmedizin und Ernährungsmedizin. Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchte, Samen, Sprossen und viel frische Gewürze – die sommerliche Küche ist abwechslungsreich und schmeckt! „Mag man es in der Früh süß, empfehle ich zum Beispiel Joghurt, vermischt mit frischen Beeren und anderem saisonalen Obst. Man kann Minze hinzufügen und ich streue gerne noch ein paar gehackte Walnüsse drüber.“ Die salzige Variante, rät Themmer, könnte aus ein bis zwei Eiern bestehen, die man mit Frühlingszwiebeln, buntem Paprika und Champignons zu einem Omelett brät, darüber etwas Basilikum, und einer Scheibe Roggenbrot.
Das frühe Aufstehen hat noch einen weiteren Vorteil: Sie haben vor der Arbeit noch Zeit für Morgensport! „Sport sollte im Sommer niemals in der größten Hitze betrieben werden, deshalb eignet sich der Morgen oder der Abend am besten dafür“, erklärt Michaela Binder-Weneberger, Sportphysiotherapeutin in Wien. Zudem ist die Belastung durch Feinstaub und Ozon in der Früh noch geringer. „Weitere Vorteile für Morgensport sind, dass die Straßen oder das Fitnessstudio noch nicht überfüllt sind, er Energie für konzentriertes und produktives Arbeiten tagsüber sowie Motivation und Selbstwertgefühl verleiht.“ Tragen Sie leichte Kleidung aus Baumwolle oder Sportfasern, die den Schweiß transportieren und verdunsten lassen, rät die Expertin. Eine Kopfbedeckung und eine Sportsonnenbrille schützen vor der Sonne – auch am Morgen! Und: „Man sollte sich stets ausreichend 30 Minuten vor dem Sport eincremen.“ Bevorzugen Sie die freie Natur anstatt das Fitnessstudio oder Übungen zu Hause, denn: „An der frischen Luft werden die Körperzellen schneller mit Sauerstoff versorgt und die dadurch höhere Leistungsfähigkeit macht unser Training effektiver.“ Binder-Weneberger empfiehlt ein lockeres Lauftraining oder einen Walk von circa 30 Minuten im schattigen Gelände mit einem anschließenden Krafttraining, bestehend aus Kniebeugen, Liegestützen, (seitlichen) Unterarmstützen und Burpees (Mischung aus Kniebeuge, Liegestütz und Strecksprung). 
Gönnen Sie sich nach dem Sporteln eine belebende Wechseldusche. „Wechselduschen trainieren die Gefäße und verbessern unser Immunsystem“, so die Sportexpertin, und Pils ergänzt: „Auch bei niedrigem Blutdruck, geschwollenen Beinen und Krampfadern – beziehungsweise für deren Prävention – machen Wechselgüsse Sinn.“ Beginnen Sie mit warmem Wasser und enden Sie stets kalt. Der Vorgang sollte dreimal wiederholt werden. Nach dem Duschen nicht auf Hautpflege vergessen! Bei Deos verwenden Sie bitte alkohol- und duftstofffreie Produkte, denn beides kann in der Sonne zu Pigmentflecken führen. Auch Parfums sollten alkoholfrei sein.
Und was am besten anziehen? „Luftige Kleidung, bevorzugt aus Naturstoffen wie Baumwolle“, so Pils. „Das Gewand sollte nicht einschneiden, da sich in diesen Hautfalten besonders viel Schweiß bildet und so leichter Infektionen oder Hautpilze entstehen.“ Helle Farben sind vorzuziehen, da „schwarze Kleidung die Hitze speichert.“
Bevor Sie zur Arbeit aufbrechen, sollten Sie alle Fenster mit Jalousien oder Vorhängen verdunkeln. „Das hält die Hitze draußen und sorgt abends für kühle Räume.“

 

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