Sonntag, 15. September 2019

Mein Blick auf die Welt

Ausgabe 2015.09

Unser Augenlicht ist kostbar und wichtig. Regelmäßige Kontrolle und die Einhaltung weniger Empfehlungen sorgen dafür, dass wir uns an den Schönheiten der Welt erfreuen können.


Foto: © Can Stock Photo Inc. - Rohappy

Durch die Augen erfahren wir die Welt. Die Augen sind glücklicherweise sehr wartungsarm. Anders als beispielsweise die Zähne benötigen sie keine tägliche Pflege, um lange funktionstüchtig zu bleiben. Man kann den Augen aber durchaus etwas Gutes tun. So versorgt eine ausgewogene, gesunde Ernährung die Augen mit allen Vitaminen, die sie benötigen. Auch körperliche Bewegung ist ein gutes Training für die Sehfähigkeit. Denn alles, was die Durchblutung fördert und verbessert, ist gut für die Augen. Auch der Schutz vor schädlichen UV-Strahlen ist wichtig.

Augen und Ernährung. Eine gesunde Ernährung kommt dem ganzen Körper und damit auch den Augen zugute. Wichtige „Augenvitamin“-Spender sind Paprika, Karotten, Rote Rüben, Brokkoli, Vogerlsalat und Zitrusfrüchte. Grünes Gemüse wie Spinat, Erbsen oder Kohl enthalten Lutein, einen Stoff, dem man eine gewisse Schutzwirkung für unsere Netzhaut nachsagt. Aber: Vorhandene Sehschwächen, wie beispielsweise Kurz- oder Weitsichtigkeit, werden sich auch durch die gesündeste Ernährung nicht verbessern.

Rauchen schadet. Neben den bekannten gesundheitlichen Risiken bewirkt das Rauchen auch eine verringerte Durchblutung des Sehnervs. „Rauchen ist ein starker Risikofaktor für trockenes Auge, Schlupflider, Basedow-Augen, Makulopathie sowie Durchblutungsstörungen und Gefäßverschlüsse des Auges“, sagt Dr. Jörg Hildebrandt, Augenarzt, Homöopath und Oberarzt am Landesklinikum St. Pölten

UV-Schutz. Ein Zuviel an UV-Strahlen gefährdet die Augen, auch wenn man das lange nicht bemerkt. Bleibende Schäden an Linse und Netzhaut, die das Sehvermögen beeinträchtigen, sind schmerzlos und machen sich erst nach Jahren bemerkbar. Daher ist es wichtig, dass die Augen durch eine gute Sonnenbrille geschützt werden. Dies gilt sowohl im Sommer, als auch im Winter, z. B. beim Skifahren. Beim Kauf einer Sonnenbrille sollte man auf einen garantierten UV-Schutz und die richtige Blendschutzkategorie achtgeben. Das CE-Kennzeichen auf der Bügelinnenseite belegt, dass die Sonnenbrille den Sicherheitsanforderungen von EU-Richtlinien entspricht. Da es für die Kennzeichnung keinen Überwachungsschutz gibt, sollte man auf Nummer sicher gehen und seine Sonnenbrille im Fachhandel kaufen oder vom Optiker überprüfen lassen.

Bildschirmarbeit. Normalerweise benetzen acht bis zehn Lidschläge pro Minute die Hornhaut mit Tränenflüssigkeit. Beim konzentrierten Arbeiten vor dem Bildschirm vergisst der Körper gleichsam auf diesen natürlichen Impuls und die Augen „zwinkern“ nur fünf- bis sechsmal pro Minute. Beim Erwachsenen reißt der Tränenfilm aber oft schon nach 5 bis 10 Sekunden auf, perlt quasi von der Hornhaut ab. Das führt zu einem Brennen, Beißen und Müdigkeitsgefühl des Auges. Damit können Beschwerden verbunden sein, wie verschwommenes Sehen, rasches Ermüden, aber auch vermehrtes Tränen durch die Reizung am Auge. „Rezeptfreie Augentropfen können helfen, die Augen zu befeuchten. Sie bieten dem Auge künstliche Tränen. Es geht aber bei leichten Formen auch auf natürliche Weise: Oft blinzeln, auch mal gähnen. Eine Massage der Lidranddrüsen an den Wimpernreihen von Ober- und Unterlid hilft auch bei ausgeprägten Beschwerden. Und: Das Auge braucht Abwechslung. Tipp: Den Blick vom Bildschirm nehmen und aus dem Fenster schauen. Sich Pausen gönnen und die Augen schließen“, rät Dr. Hildebrandt

Regelmäßige Kontrolle beim Augenarzt. Augenerkrankungen können ganz unterschiedliche Ursachen haben, z. B. Erbfaktoren, Stoffwechselstörungen, Verletzungen, aber auch altersbedingte Veränderungen. Häufige Erkrankungen sind: trockene Augen, Entzündungen, grauer Star, Liderkrankungen, Glaukom (grüner Star), Makuladegeneration und Netzhauterkrankungen. Um mögliche Augenerkrankungen rechtzeitig zu erkennen und behandeln zu können, ist eine regelmäßige Kontrolle beim Augenarzt sinnvoll. Die Realität jedoch sieht anders aus: Der wohl häufigste Fehler in Sachen Augengesundheit ist es, dass viele Menschen nicht zur Kontrolle gehen, solange keine Sehprobleme bemerkt werden. Dr. Hildebrandt: „Ein Fehler, der sich rächen kann, denn viele Augenleiden treten schleichend auf. Nach und nach verschlechtert sich die Sehkraft oder die Lichtempfindlichkeit. Was oft als typische Alterserscheinung abgetan wird, kann ein gefährliches Augenleiden sein. Je früher Augenerkrankungen erkannt werden, desto besser sind die Chancen für eine erfolgreiche Behandlung. Eine regelmäßige Kontrolle beim Augenarzt verschafft Sicherheit.“

Junge Augen schützen. Jedes zehnte Kind sieht schlecht. Sehschwächen bei Kindern werden aber häufig zu spät erkannt. Eine lebenslange Sehschwäche könnte bei rechtzeitiger Behandlung vor dem 6. Lebensjahr jedoch oft verhindert werden. Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt sollten also auch bei Kindern durchgeführt werden.

Profis für Ihre Augengesundheit!
6. Wiener Augentag,
Donnerstag, 8. Oktober 2015
10–18 Uhr, Wiener Rathaus, Festsaal
Eingang Lichtenfelsg. 2, 1010 Wien
Fragestunden um 13.00 & 17.00 Uhr. An Augengesundheit Interessierte können sich umfassend über die Vielfalt der therapeutischen Möglichkeiten informieren. www.augentag.info

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