Donnerstag, 29. Oktober 2020

Liebe dein Herz - Die 5 größten Feinde für das Herz

Ausgabe 2016.05
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Die 5 größten Feinde für das Herz

Herz-Kreislauf-Leiden sind die häufigste Todesursache weltweit. Wie bei kaum einer anderen Erkrankung entscheidet der Lebensstil maßgeblich über das Erkrankungsrisiko.

1 Hauptfeind Bewegungsmangel
Wer zu wenig körperlich aktiv ist, setzt seine Gesundheit langfristig aufs Spiel. Er gefährdet so auch sein Herz. Es verliert seine Funktionskraft und wird schwach. Das beste Gegenmittel: mindestens 30 Minuten lang Bewegung, und das am besten vier- bis fünfmal pro Woche. Leistungssport ist nicht notwendig, flottes Spazierengehen reicht bereits. Die Aktivierung des vegetativen Nervensystems senkt den Blutdruck, das Herz arbeitet ökonomischer, die Blutgefäße werden fitter.

2 Zigarettenrauch schadet auch Nichtrauchern
Raucher inhalieren bekannterweise eine ganze Reihe von Giftstoffen, die nicht nur Krebs auslösen können, sondern auch den Gefäßen und damit dem Herz schaden. Sogar Passivrauchen stellt ein hohes Risiko dar. Es gibt keinen unteren Grenzwert, ab dem man sagen könnte, dass Passivrauchen ungefährlich ist. Wie sehr Herzinfarkt und Rauchen zusammenhängen, beweist die Statistik: In Ländern mit strengen Rauchverboten sinkt die Zahl der Herzinfarkte merklich ab.

3 Bauchspeck ist mehr als ein Schönheitsfehler
Es sind insbesondere die Fettansammlungen im Bauchraum, die dem Herz gefährlich werden können. Äußerlich meist gut sichtbar als Speckring um Taille und obere Hüfte. Die vielen Fettzellen im Bauchraum produzieren Hormone, die Entzündungen begünstigen. Von diesen weiß man, dass sie wiederum Gefäß- und Herzkrankheiten auslösen können. Verteilt sich das Übergewicht hingegen auf den ganzen Körper oder sitzt es vor allem an den Oberschenkeln, ist das Risiko nicht so hoch.

4 Negativer Stress macht herzkrank
Man weiß, dass Stress den Blutdruck erhöht und damit langfristig das Herz gefährdet. Allerdings wird nicht jeder krank, der psychischem Druck ausgesetzt ist. „Es hängt davon ab, wie man sich unter Belastung verhält“, sagt Herzspezialistin Primaria Andrea Podczeck-Schweighofer. Wer sich sehr leicht und oft ärgert und keine Möglichkeit findet, zwischendurch abzuschalten, hat ein besonders hohes Risiko. Wer sich hingegen regelmäßig Zeit für Freunde und Familie nimmt, stärkt neben dem Herz auch seine Psyche.

5 Blutzucker belastet das Kreislaufsystem
Lange Zeit war nicht bekannt, wie gefährlich Diabetes mellitus Typ 2, der fälschlich auch Altersdiabetes genannt wird, für Gefäße und damit auch für das Herz ist. Seit intensiven Forschungen weiß man, dass bereits die Vorstufe das sogenannte metabolische Syndrom Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigt. Das metabolische Syndrom beschreibt die Kombination von Fettleibigkeit, hohem Cholesterinspiegel, Stoffwechselstörungen und Bluthochdruck. In Österreich sind davon rund 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung betroffen.

Machen Sie den Test!
Auf der Webseite des Österreichischen Herzfonds finden Sie gleich auf der Startseite einen Link zu einem einfachen Test, der Aufschluss über Ihr persönliches Herzinfarkt-Risiko gibt. www.herzfonds.at

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Liebe dein Herz
Seite 2 Das Herz vor Angriffen schützen
Seite 3 Die 5 größten Feinde für das Herz

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