Dienstag, 17. September 2019

Leben von Licht und Liebe

30. April 2011
Als Vorspeise eine Portion Nichts, Prana als Hauptgang, und zum Dessert süßes Chi. Regelmäßige Pranayama-Praxis bringt Freude und lässt uns Licht und Kraft ausstrahlen.

Foto: Austrianfilm
Donnerstag, ein schöner, lauer Spätsommerabend. Vor dem Gartenbaukino gegenüber des Wiener Stadtparkes feiern P.A. Straubinger und sein Team die Premiere ihres neuen Filmes „Am Anfang war das Licht“. Das Ergebnis eines 10 Jahre dauernden Forschungs- und Rechercheprozesses darf endlich ins Scheinwerferlicht.

Vor dem Kino tummeln sich schon die Prominenz und viele Interessierte in einem sehr lockeren Ambiente. In dieser Gruppe von Menschen atmen ein paar Lichtgestalten. Endlich Einlass, ein kurzes aber organisiertes Gedränge in dieses Kinojuwel. Nach ein paar unvermeidlichen aber sehr ansprechenden Begrüßungs- und Dankesworten geht der Vorhang auf und P.A. Straubinger lädt uns ein zu einer spannenden Reise ins Licht.

Sofort merkt man, dass dieser Film nicht einseitig oder missionarisch sein will. Der Sprung zwischen skeptischer Wissenschaft und besonderen Menschen mit außergewöhnlichen Geschichten lädt auch die Zweifler unter uns ein, das Thema Licht näher zu beleuchten.

Die Lichtgestalten: Protagonisten dieses Filmes von Indien bis ins Waldviertel sehen die gelungene und kurzweilig zusammengefasste Dokumentation gemeinsam mit gläubigem und ungläubigem Publikum.

Vor einigen Monaten schon geisterte ein indischer Yogi namens Prahlad Jani durch die Medien, der laut eigenen Angaben seit mehr als 70 Jahren weder Essen noch Waser zu sich nimmt. In einem indischen Krankenhaus wurde er stationär aufgenommen um dort rund um die Uhr überwacht und gefilmt zu werden. Das Ergebnis war sensationell und überraschend für alle Beteiligten: Der Yogi konnte die Zeit ohne Nahrung, ohne Gewichtsverlust oder Veränderungen in den Blutwerten problemlos hinter sich bringen. Von der Untersuchung des Asketen erhofften sich die Forscher Hilfe bei der Ausarbeitung von „Überlebensstrategien bei Naturkatastrophen, unter extremen Stressbedingungen oder bei Raumfahrtmissionen auf den Mond oder den Mars“, sagte Ilavazahagan, Direktor des nationalen indischen Verteidigungsinstituts.

Menn, sitzenFoto: Austrianfilm
Prana

Prana, die Lebensenergie, ist eine Subtile Kraft die alles Leben durchdringt. Prana gibt uns Energie und hält uns am Leben.


Doch wie ist so etwas möglich? Der Körper braucht Lebensenergie / Prana. Prana, die Lebensenergie, ist eine subtile Kraft die alles Leben durchdringt. Prana gibt uns Energie und hält uns am Leben. Prana, Lichtenergie ist eine Umschreibung für kosmische Energie oder Lebensenergie und kann durch spezielle yogische Techniken schnell und nachhaltig aufgebaut werden. Diese Energie wird nicht nur durch sattwiger Ernährung oder Sonnenlicht aufgenommen. Der Atem ist die äußerste und grobstoffliche Manifestation von Prana. Indem Kontrolle über den Atem erlangt wird, wird Kontrolle über die Lebenskraft erlangt. Der Atem ist somit einer der effektivsten Möglichkeiten Energie zu tanken. Pranayama beginnt mit der Kontrolle des Atems und gibt uns schließlich die Kontrolle über Lebensströme und Lebenskräfte – und so auch über unsere Ernährung.

In Patanjalis Yoga Sutren werden Pranayamas eher allgemein abgehandelt: „Atme langsam aus, dann atme ein und halte den Atem an. Dein Geist wird fest und ruhig sein.“ Erst Hatha Yogis entwickelten Pranayama zu einer genauen Wissenschaft, die nur unter fachkundiger Anleitung erlernt werden sollte.

Der menschliche Körper besteht aus mehreren energetischen Hüllen. Die erste und grobstoffl ichste Hülle ist aus Nahrung aufgebaut (Annamaya Kosha). Dahinter steht die Pranamaya Kosha, die Lebenshülle, die von Prana, Energie, dem Lebensstrom aufgebaut ist. Dieses Prana wiederum lenkt den physischen Körper. Prana erfüllt nicht nur die ganze physische Hülle, sondern verbindet den physischen und astralen Körper. Wird dieser Pranafaden durchtrennt, spaltet sich der Astralkörper vom physischen Körper. Der Tod tritt ein. Und dies ist auch schon bei einigen angehenden Pranariern eingetreten die den Umstellungsprozess auf die Ernährung durch Prana nicht erfolgreich vollziehen konnten.
arztFoto: Austrianfilm
„Am Anfang war das Licht“ bringt das Thema „Lichtnahrung“ und damit unsere Energiequellen konstruktiv kritischen, aber auch mit einer sehr humorvollen Annäherung an dieses Geheimnis. Die fundierten Aussagen und die weltweite intensive Recherchearbeit begründen die zehnjährige Entstehungszeit. So ein unfassbares Thema in eine spannende Dokumentation zu packen scheint uns in dieser postesoterischen Welt eine große Herausforderung zu sein. Die Begeisterung und das Engagement des Regisseurs bewerten wir mit „großartig“ so wie auch den Mut ein solch fein schwingendes Thema wie „Lichtnahrung“ zum Lebensprojekt über viele Jahre zu machen.

Gekommen mit einer klaren persönlichen Skepsis – wie ihn wohl jeder rational denkende westliche Geist mit in diese Vorstellung nimmt – verlassen wir das Kino mit einer verwunderlichen Selbstverständlichkeit, dass Lichtnahrung nichts Abstraktes und Unmögliches sein kann.

Wir bedanken uns für die unterhaltenden Inspirationen und können nur sagen: Schaut euch den Film an!


Autor: Birgit Pöltl, Florian Reitlinger

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