Sonntag, 19. Mai 2019

Lass dich von der Sonne küssen!

Ausgabe 2016.05
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Endlich ist es wieder an der Zeit, die Sonne zu genießen. Hier erfahren Sie, wie Sie sich auf ein Sonnenbad richtig vorbereiten. Die Belohnung: eine schöne – und vor allem gesunde – Bräune! Plus: Was hilft, wenn ich einmal zu viel Sonne abbekommen habe?


Foto: Can Stock Photo Inc. - Miramiska

Aber Vorsicht! Wer sich der Himmelsmacht ungeschützt hingibt, schädigt Haut und Gesundheit. UVA- und UVB-Strahlen dringen bis tief ins Bindegewebe vor und zerstören dort elastine und kollagene Fasern, die das Stützgerüst der Haut bilden. Außerdem werden die Melanozyten, also jene Zellen, die den Farbstoff Melanin bilden, zur Produktion angeregt; die Haut bräunt, um sich gegen die Strahlung zu schützen. Jedoch funktioniert dieser natürliche Schutz nur bis zu einer gewissen Grenze. Wird diese überschritten, verbrennt die Dermis im buchstäblichen Sinne. Der ultraviolette Strahlen-Mix fördert die Entstehung der von Anti-Age-Medizinern gefürchteten freien Radikale und schädigt nachweislich die Zellkerne und damit deren wichtige DNA. Die Folgen des überdosierten UV-Cocktails sind nicht nur unschön anzusehen, sondern auch gefährlich. Rund 90 Prozent (!) aller Hautschäden wie Elastizitätsverlust, Falten, Pigmentflecken, aber vor allem Hautkrebs stehen in direktem Zusammenhang mit der Sonneneinstrahlung.

Sonnenschutz: eine tägliche Pflicht. Viele Sonnenanbeter wissen um diese Fakten – und auch um die richtigen Schutzmaßnahmen. Das Geheimnis sicheren Sonnens ist jedoch vor allem die Häufigkeit. UV-Schutz braucht die Haut nämlich nicht nur dann, wenn die Seele vorhat, genüsslich in den warmen Strahlen zu baden. Auch – oder besser gesagt, gerade – im Alltag ist Sonnenschutz ein Muss. Passive Sonnenbäder, z. B. beim Spaziergang durch die Stadt oder der Mittagspause im Straßencafé, sind unterschätzte Risikofaktoren. Clevere Pflegeprodukte wissen um diese Tatsache und arbeiten daher mit bereits in die Tagespflege integriertem UV-Schutz. Achten Sie darauf, dass dieser mindestens einen Faktor von 15 aufweist, um im Alltag ausreichend geschützt zu sein.

Vorsorge: Sicher ist sicher. Eine der besten Sonnen-Vorsorgen ist zudem ein regelmäßiges präventives Haut-Screening. Dabei untersucht der Arzt die Haut von Kopf bis Fuß nach auffälligen Muttermalen, Leberflecken und krankhaften Veränderungen. „Bis auf sehr wenige Ausnahmen entsteht Hautkrebs sichtbar auf der Hautoberfläche“, sagt Dr. Sibylle Wichlas, Hautärztin bei „Juvenis Medical Center“ in Wien. „Das ist unsere große Chance, ihn rechtzeitig zu erkennen und zu stoppen.“ Denn nur bei Früherkennung bestehen gute Heilungschancen. Als vorbeugende Maßnahme empfehlen viele Experten zudem einen Schutz von innen.

Umfassender Schutz: Cremen genügt nicht. Die Haut soll durch die Einnahme spezieller Substanzen ihren natürlichen Schutz zusätzlich stärken können. Sogenannte Pre-Sun-Tabletten kombinieren dafür Wirkstoffe wie grünen Tee, Betacarotin oder den aus einer südamerikanischen Farnpflanze stammenden Wirkstoff Polypodiumleucotomos und schützen – bei regelmäßiger Einnahme – die Haut das ganze Jahr über gegen lichtbedingte Hautalterung. Wichlas: „Der antioxidative Wirkstoffmix unterstützt die Hautstruktur und -elastizität, verhindert Entzündungsreaktionen sowie Sonnenbrand und schützt die Erbsubstanz.“ Aber auch mit einer gezielten Ernährung kann man die Hautschutzbarriere stärken. Ein bisschen zumindest. Dafür sind sogenannte Carotinoide zuständig. Sie stecken vor allem im bunten Gemüse wie in Paprika, Paradeisern, Brokkoli oder getrockneten Marillen. Die sekundären Pflanzenstoffe reichern sich in der Haut an und fangen zellschädigende freie Radikale ab, die während des Sonnenbadens entstehen. Weiterer Tipp der Hautärztin Wichlas: „Auch Kleidung ist ein Sonnenschutz.“ Als Faustregel gilt: Je deutlicher die Körperkontur durch den Stoff sichtbar ist, desto mehr UV-Strahlen treffen auf die Haut. Auch das Material spielt in Sachen Schutz eine Rolle. Baumwolle hält etwa 70 Prozent der UV-Strahlen ab, Seide oder Jersey nur etwa 20 Prozent. Nasse Stoffe schützen noch weniger. Wer wirklich auf Nummer sicher gehen will, trägt beim Strandspaziergang auch unter der Kleidung Sonnencreme auf.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Lass dich von der Sonne küssen!
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