Sonntag, 19. November 2017

Krebs Vorsorge kann Ihr Leben retten!

Ausgabe 2017.09
Seite 1 von 3

In Österreich leben derzeit rund 350.000 Menschen mit der Diagnose Krebs. Die Zahl der Neuerkrankungen pro Jahr liegt bei knapp 40.000. Laut Expertenschätzungen ließen sich mindestens 40 Prozent der Krebsfälle durch gezielte Vorsorge sowie rechtzeitig wahrgenommene Früherkennungsmaßnahmen vermeiden. GESÜNDER LEBEN klärt auf.


Foto: iStock-Minerva Studio

Die Krebsforschung hat in den vergangenen Jahrzehnten große Fortschritte gemacht. Die meisten Krebsarten lassen sich mittlerweile bei rechtzeitiger Entdeckung gut behandeln. Studien zufolge belegt Österreich im internationalen Vergleich seit Jahren vorderste Ränge, wenn es um die Versorgung von Krebspatienten geht. Doch was helfen all die Studien und Forschungsergebnisse, wenn man plötzlich selbst, unerwartet und mitten im Alltag mit der Diagnose Krebs konfrontiert wird? Verzweiflung und Angst machen sich breit. Wie geht es jetzt weiter? Unendlich viele Fragen, die nach Antworten suchen. „Zu dieser Zeit ist eine umfassende Aufklärung und individuelle Betreuung besonders wichtig. Oft haben die Patienten zum Zeitpunkt der Diagnose noch keine oder nur wenige körperliche Beschwerden. Deshalb wiegen die psychischen Belastungen anfangs viel mehr als die physischen, was eine sehr sensible und einfühlsame Herangehensweise des Arztes erfordert“, weiß Radioonkologe OA Dr. David Kuczer, Gründer der Onkologie Praxis Wien in Margareten. „Die Krebserkrankung eines nahestehenden Menschen stellt auch für die Angehörigen eine enorme Belastung dar. Auch sie müssen sich mit der veränderten Situation auseinandersetzen. Gewohnte Strukturen des Alltags brechen schlagartig auseinander.“ Trotz moderner Krebsmedizin und fortschrittlicher Therapiemöglichkeiten sollte es das Ziel sein, durch präventive Maßnahmen die Entstehung von Krebs zu verhindern. Denn je früher eine Krebserkrankung – beispielsweise  im Zuge einer Vorsorgeuntersuchung – entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Die Krebsfrüherkennung spielt also eine wesentliche Rolle und sollte dementsprechend ernst genommen werden. OA Dr. David Kuczer zeigt in GESÜNDER LEBEN, wie Frauen und Männer in Sachen Vorsorge agieren sollten.

Neue Energie nach dem Krebs!

Auch wenn der Krebs therapiert und die primäre Krebsbehandlung abgeschlossen sind: Bei den meisten Patienten sind die körperliche Funktionalität, das psychische Wohlbefinden sowie das soziale Leben stark beeinträchtigt. Hier bietet die onkologische Rehabilitation Hilfe.
Die Krebsnachsorge. Die onkologische Rehabilitation ist ein wesentlicher Bestandteil der Krebstherapie. Die Reha kann von Patienten mit abgeschlossener Primärbehandlung (nach einer Operation, Strahlen- oder Chemotherapie) beim behandelnden Arzt beantragt werden und dauert in der Regel drei Wochen. Ziel jeder onkologischen Rehabilitation ist es, dass die Betroffenen wieder zu Kräften kommen und dadurch neue Lebensenergie tanken. Zudem erhalten sie die Möglichkeit, das Erlebte zu verarbeiten, und lernen, mit ihren Ängsten umzugehen.
Die Rehabilitation wird inhaltlich an die individuellen Bedürfnisse des Patienten angepasst. So sieht das onkologische Rehabilitationsprogramm neben einer eingehenden ärztlichen Untersuchung unterschiedliche therapeutische Maßnahmen vor. Dazu zählen Heilgymnastik, Ergotherapie, physikalische Therapien, Heilmassagen oder manuelle Lymphdrainagen. Außerdem erhält der Patient auch psychologische oder psychotherapeutische Unterstützung. Durch diese Kombination aus körperlichen, psychischen und sozialen Rehabilitationsmaßnahmen soll die Lebensqualität des Krebskranken anhaltend verbessert und das Rezidivrisiko (das Risiko eines Rückfalls) reduziert werden.  
Ernährung und Bewegung. Da – wissenschaftlich bewiesen – der Lebensstil auf die Entstehung von Krebs und das Wiederauftreten der Erkrankung großen Einfluss nimmt, liegen die Rehabilitationsschwerpunkte auch in den Bereichen Ernährung und Bewegung. Eine Ernährungsumstellung kombiniert mit aerobem Training verringert nachweislich die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls. Ein weiterer Ansporn, trotz Erkrankung zuversichtlich in die Zukunft blicken zu können.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Krebs Vorsorge kann Ihr Leben retten!
Seite 2 Krebsvorsorge bei Frauen
Seite 3 Der Brustkrebs

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