Mittwoch, 20. Februar 2019

Kornblume – Sommerhauch

Ausgabe 2013/11

So schnell fliegen die Tage dahin.


Foto: Wikimedia.org

Die Zeit zerrinnt uns förmlich zwischen den Fingern, und ehe wir es bemerken, ist wiederum ein Jahr vorübergezogen. Was uns dann ein wenig hilft, diese Schnelllebigkeit abzubremsen, ist die Erinnerung. Aus dem vergangenen Sommer sind nicht nur auf der Festplatte unseres Computers, sondern hoffentlich auch in unserem Gedächtnis viele schöne Stimmungen und Bilder gespeichert. Kramen wir darin herum, so darf eine Farbe immer wieder aufblitzen. Es ist das Blau des offenen Himmels, das sich in den Kornblumen (Centaurea cyanus) widerspiegelt. Auf den Feldrainen und mitten im heranreifenden Getreide waren sie zu sehen. Die Kornblume zählt zur großen Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist sehr eng mit den Flockenblumen verwandt, die gerne auch als Zierelement in unseren Gärten zu finden sind. In manchen Regionen hat die blühende Freundin des Getreides auch andere Bezeichnungen, wie z. B. Blaumütze, Kornnelke oder Sichelblume. Die Wirkungen erweisen sich bei der Kornblume als blutreinigend, verdauungsfördernd und appetitanregend. Diese Kräfte lassen sich für den Menschen nutzen, und gleichzeitig kann man diese heranziehen, um damit den Haustieren, vor allem den Hunden, bei manchen Beschwerden beizustehen. Bemerkt das Herrl oder Frauerl, dass sich beim treuen Gefährten eine leichte Magen- und Darmverstimmung eingestellt hat, so nimmt man 2 Teelöffel frischer oder getrockneter Kornblumenblüten und überbrüht diese mit ¼ Liter kochendem Wasser. 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Zweimal am Tag reicht man eine Schale voll dem Hund als Tränke. Sind die Augen des Vierbeiners entzündet oder die Gegend rundherum leicht verletzt, so kann man mit diesem Absud, der lediglich warm und nicht heiß sein sollte, die Augen auswaschen. Schon bei jungen Hunden kann es passieren, dass sie zu hüsteln beginnen. Meist ist dann eine schwache Erkältung aufgrund von Zugluft der Grund dafür. Schlimmstenfalls deutet das aber darauf hin, dass ein Wurmbefall vorliegt. Neben den Behandlungen des Tierarzts kann man aber auch den aufgesetzten Tee aus Kornblumenblüten mit frisch gepresstem Karottensaft abmischen und dem Vierbeiner verabreichen.

Sich an den Sommer zu erinnern kann auch bedeuten, sich nicht nur nostalgisch in romantischen Gedanken zu ergehen und über die Gegenwart zu klagen. Viel besser ist es, in unserem Kräutervorrat zu stöbern und für leidende Menschen und Tiere durch die eine oder andere Anwendung Wärme zu spenden und wieder die Sonne aufgehen zu lassen.

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