Montag, 27. Mai 2019

Königskerze – Wohltat für Haut, Lunge & Seele

Ausgabe 2016.09

Die Zeiten der Monarchie sind ja bei uns längst vorbei.


Foto: Adolf Blaim

Die Großblütige Königskerze (Verbascum densiflorum bzw. thapsiforme) braucht man hingegen nicht mehr zu krönen. Sie hat ja seit jeher äußerst gute Referenzen und genoss bei all jenen, die sich im Hinblick auf ihre Gesundheit vor allem der gottgegebenen Schöpfung bedienen, einen hohen Respekt. Die heilige Hildegard von Bingen hielt in ihrem Werk „Physica“ Folgendes über die Wollblume, wie diese erhabene Pflanze auch genannt wird, fest: „Die Königskerze ist warm und trocken und etwas kalt. Und wer ein schwaches und trauriges Herz hat, soll Königskerze ohne andere Kräuter mit Fleisch oder Fischen oder Küchlein kochen und oft essen, und sie stärkt und erfreut sein Herz.“

Immer wieder taucht die Königskerze in der mittelalterlichen sowie in der neuzeitlichen Literatur auf. Jacobus Theodorus Tabernaemontanus weiß etwa auch schon um die schleimlösende Wirkung der Wollblume bei entzündeten und verlegten Atemwegen. Ein weiterer Aspekt sollte ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden. Es geht dabei um unsere Haut. So leicht greift man in den Regalen der Drogeriemärkte nach Cremes und Lotionen, die durchaus ihren pflegenden Wert besitzen. Wenn wir uns jedoch mehr darauf besinnen, den Körper in all seinen Anliegen direkt aus der Natur zu versorgen und mit dem Zutun der eigenen Hände etwas Wohltuendes zuzubereiten, dann darf in diesem Sinne auch die Königskerze zum Zug kommen. Ein Hausmittel, das der äußeren Schutzschicht unseres Köpers zugutekommt, kann man ganz einfach folgendermaßen zubereiten: Von den Großblütigen Königskerzen pflückt man bei sonnigem Wetter um die Mittagszeit eine Handvoll frischer Blüten ab. Diese werden vorsichtig in eine leere Flasche gegeben, die man danach mit 100 g kalt gepresstem Olivenöl auffüllt. 4 Wochen lang ins Freie an einen sonnigen Platz stellen und jeden Tag einmal gründlich durchschütteln. Selbstverständlich bleibt das Gefäß während dieser Frist verschlossen. Danach abseihen und kühl im Dunkeln lagen. Das Endergebnis stellt ein vorzügliches Hautpflegemittel dar.

Übrigens kann man das goldgelbe Leuchten der wunderschönen Blüten auch flüssig unter die Haut bringen. Wird ein Tee mithilfe der getrockneten Droge aufgebrüht und gleich am Morgen zum Frühstück getrunken, so wirkt sich das erhellend auf das ganze Gemüt aus und bewahrt, wie einst Kräuterpfarrer Hermann-Josef Weidinger es so treffend formulierte, vor geistiger Verholzung.

Weitere Informationen:
Kräuterpfarrer-Zentrum
3822 Karlstein/Thaya
Tel.: 02844/70 70-11 oder -31
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.kraeuterpfarrer.at

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