Dienstag, 17. September 2019

Kleiner Zahn, große Wirkung

Ausgabe 2014.05

Kranke Zähne können schwere Auswirkungen auf den ganzen Körper haben. gesünder leben wirft einen Blick auf die ganzheitliche Zahnmedizin.


Foto: © CanStockPhoto_Inc. - 4774344sean

Eine Patientin erzählte mir von ihren chronischen Beckenbeschwerden. Nach einer genauen zahnmedizinischen Untersuchung habe ich eine Funktionstherapie durchgeführt, bei der ich ihre durch Knirschen verloren gegangene Zahnsubstanz wieder aufbaute und ihr eine individuell angefertigte Schiene mitgab. Innerhalb eines halben Jahres sind die Beschwerden verschwunden“, erzählt Dr. Martin von Sontagh, Zahnarzt in Hard/Vorarlberg. Was wie ein Wunder klingt, ist gar nicht so ungewöhnlich, schließlich ist der Mund-, Kiefer- und Zahnbereich ein überaus komplexes und vor allem mit dem gesamten Körper verbundenes System. Entsprechend können akute oder chronische Erkrankungen ebendort ihren Ursprung nehmen, genauso wie körperliche Beschwerden mitunter Auswirkungen auf Zähne, Zahnfleisch und Kiefer­gelenk haben. Und obwohl dies nicht zum zahnärztlichen Alltag gehört, ist es für von Sontagh eine Selbstverständlichkeit, über den Tellerrand zu blicken: „Muskelschmerzen in der Nacken- oder Schultergegend können etwa Schmerzen der Backenzähne auslösen, während schmerzende Eckzähne manchmal mit der Schläfenmuskulatur zusammenhängen.“ Die Liste ließe sich fortsetzen, bringt doch die ganzheitliche Zahnmedizin jeden Zahn mit bestimmten Körperregionen und Organen in Verbindung.

Von Kopf bis Fuß. Muskuläre Beschwerden, die auf Mund, Kiefer und Zähne einwirken, haben ihren Ausgangspunkt oft im Kopf-Hals-Schulter-Bereich. Wie das eingangs erwähnte Beispiel zeigt, kann die Quelle aber auch „weiter unten“ sitzen – sogar bei den Füßen: „An sich befindet sich der menschliche Körper durch mehrere Quer- und Längsachsen im Lot. Ist etwa ein Bein länger als das andere, ändert sich dadurch die Querachse bei den Füßen. Der Körper versucht zwar, diese Fehlstellung auszugleichen, mit der Zeit befindet er sich allerdings in einer kompletten Schieflage, und das kann sich eben bis zu den Zähnen hinaufziehen“, erklärt von Sontagh, der nicht zuletzt aus diesem Grund eng mit Hausärzten, Physiotherapeuten oder Chiropraktikern zusammenarbeitet. Umgekehrt konnte er einen Patienten von einer jahrelang schmerzenden Achillessehne erlösen: „Vereinfacht gesagt, gelang es, dass der Patient durch das Abschleifen unterschiedlich langer Zähne innerhalb eines Jahres keine Schmerzen mehr hatte.“ Für den Zahnexperten ist eine gründliche Anamnese übrigens genauso wichtig wie Small Talk, immerhin erfährt er so über Vorerkrankungen als auch über Beruf, Freizeit und ob der Patient z. B. Stress, familiäre oder andere Probleme hat. Nicht selten bringen nämlich derartige Belastungen das „schmerzende Fass“ zum Überlaufen.

Zahngesund. Bereits in der April-Ausgabe wies GESÜNDER LEBEN auf den Zusammenhang zwischen Parodontitis (bakteriell bedingte Entzündung des Zahnhalteapparates) und Diabetes hin. Auch aus anderen Gründen ist mit einer Zahnfleischentzündung nicht zu spaßen, betont von Sontagh: „Jeder hat Bakterien im Mund, die er durch gründliche Zahnreinigung entfernen kann. Und ein gesundes Immunsystem wird mit einer normalen Zahnfleischentzündung durchaus fertig. Kommt es allerdings wiederholt zu blutigen Zahnfleischentzündungen, können Bakterien über die offenen Stellen in die Blutbahn und somit in den ganzen Körper gelangen.“ Der Eiterzahn stellt im Hinblick auf Bakterien freilich alles andere in den Schatten, und so mag es nicht verwundern, dass dieser zuweilen schwerwiegende Folgeerkrankungen, wie Herz-Kreislauf-Probleme, begünstigt. Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten wir täglich zweimal die Zähne putzen, Zahnseide bzw. Interdentalbürsten verwenden und mindestens zweimal pro Jahr für eine professionelle Zahnreinigung zum Zahnarzt. Und bevor Sie wegen körperlicher Beschwerden von Pontius zu Pilatus laufen, fragen Sie sich doch: Könnten es eventuell die Zähne sein?

Weitere Informationen:
www.zahnarzt-vonsontagh.at

Gewinnen Sie ein professionelles Bleaching

Unsere Zähne werden im Alter dunkler, verfärben sich durch Nikotin, Koffein, im Wein enthaltenes Tannin oder infolge einer Zahnregulierung. Auch Medikamente können sich im Kristallgefüge des Zahnschmelzes ablagern. Das Bleichen der Zähne sollte man dem Fachmann überlassen, nicht zuletzt weil Studien nachge­wiesen haben, dass manche Produkte aus dem Drogerie­markt die Härte des Zahnschmelzes reduzieren bzw. den erwünschten Behandlungserfolg vermissen lassen. „Aktuelle Bleaching-Methoden, wie sie in modernen Praxen angewendet werden, sind für jedermann erschwinglich und zeigen praktisch keine unangenehmen Nebenwirkungen bei korrekter Therapie“, beruhigt Dr. Alexander Löschnak, Zahnarzt in Breitenfurt (NÖ). Außerdem bedarf es einer genauen Voruntersuchung, denn ein gesundes Zahnfleisch gilt als Grundvoraus­setzung.
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Beantworten Sie unsere Gewinnspielfrage:
„Welcher im Wein enthaltene Stoff kann die Zähne verfärben?“

Ihre Antwort per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. (Kennwort: Bleaching) oder schicken Sie uns eine Postkarte/einen Brief an:
GESÜNDER LEBEN,
Siebensterngasse 32–34, 1070 Wien.
Einsendeschluss: 10. Juni 2014.
Die Gewinner werden schriftlich verständigt.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Weitere Informationen: www.deroptimalezahn.at

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