Montag, 27. Mai 2019

Kleiner Stich, große Wirkung

Ausgabe 2013/02
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Schutzimpfungen zählen zu den größten Errungenschaften unserer Medizin. Wir sagen, welche Impfungen tatsächlich sinnvoll sind. Und: So nutzen Sie das Gratiskinderimpfprogramm!

Foto: © Can Stock Photo Inc. - naumoid Es ist nur ein kleiner Stich, und Ihre ganze Familie ist geschützt: vor Masern, Keuchhusten, Hepatitis und Co. Schutzimpfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen. War man bis in das 19. Jahrhundert hinein machtlos gegen weit verbreitete und immer wiederkehrende Seuchen und die schweren Erkrankungen, die sie mit sich brachten, so änderte sich dies in den darauffolgenden Jahrzehnten. Man begann, Impfstoffe und die ersten nationalen Impfprogramme zu erarbeiten, und seit Mitte des 20. Jahrhunderts werden systematisch zahlreiche Impfstoffe entwickelt. Heute wird etwa in Österreich in enger Zusammenarbeit zwischen dem Bundesministerium für Gesundheit und Expertinnen und Experten des Nationalen Impfgremiums jährlich ein Impfplan erarbeitet, und seit mehr als 20 Jahren gibt es ein Gratiskinderimpfprogramm für alle in Österreich lebenden Kinder bis zum 15. Lebensjahr.  Viele der darin enthaltenen Standardimpfungen verhindern die so harmlos klingenden „Kinderkrankheiten“ wie Mumps, Masern oder Keuchhusten, die mitunter aggressive Infektionskrankheiten darstellen, welche erhebliche und bleibende Schäden verursachen können. Aber auch Schutzimpfungen „bei besonderer Gefährdung“ wie etwa durch FSME oder Influenza sollte man nützen. Hier ein Überblick:

Diphterie
Zu den Standardimpfungen zählt die Impfung gegen Diphterie, eine Infektionskrankheit, die die Organe des Betroffenen schädigen kann und gegen die man sein Kind ab dem 3. Lebensmonat impfen lassen sollte.

Keuchhusten
Gegen Keuchhusten, der zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten des Säuglingsalters zählt, gibt es neue, nebenwirkungsarme Impfstoffe.

Haemophilus Influenzae B
HIB-Infektionen können unter anderem Hirnhautentzündung, Mittelohrentzündung, Gelenkentzündung und sogar Sepsis („Blutvergiftung“) auslösen. Auch hier gilt die Impfung ab dem 3. Lebensmonat als beste Schutzmethode.

Kinderlähmung
Die Häufigkeit dieser akuten Infektionskrankheit, die zu Lähmungen führen kann, ist seit der Einführung der Schluckimpfung im Jahr 1962 eklatant zurückgegangen. Die Grundimmunisierung und regelmäßige Auffrischung werden nach wie vor empfohlen.

Masern-Mumps-Röteln
Masern, Mumps und Röteln gelten heute oft als harmlose Kinderkrankheiten, obwohl sie schwerwiegende Komplikationen mit sich bringen können. Die Impfung schützt, und was Röteln betrifft, so sollten Mädchen zusätzlich vor Eintritt der Pubertät eine Impfung erhalten – ebenso Frauen, bei denen Kinderwunsch besteht und bei denen keine ausreichenden Röteln-Antikörper nachweisbar sind. Denn wenn Röteln in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft auftreten, ist die Gefahr der Schädigung des Embryos groß.

Tetanus
Der Erreger des „Wundstarrkrampfes“ kommt in Schmutz, Erde und Fäkalien vor. Die Voraussetzung für eine Infektion ist eine oft nur geringfügige Verletzung der Haut oder Schleimhaut. Geimpft wird ab dem dritten Lebensmonat in der Regel gemeinsam mit der Impfung gegen Diphterie und Keuchhusten.

Tuberkulose
Sie kann insbesondere im Säuglings- und Kleinkindalter zahlreiche Komplikationen mit sich bringen. Geimpft werden sollten Kinder in besonders gefährdeten Lebensbereichen (z. B. Zusammenleben mit einer an ansteckender Tuberkulose erkrankten Person).

FSME
FSME-gefährdet sind Personen in FSME-Gebieten, die sich beruflich oder in ihrer Freizeit häufig in Wäldern aufhalten, sowie Reisende in Gebieten mit hohem FSME-Aufkommen. Die Schutzdauer der Impfung beträgt mindestens drei Jahre.
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