Mittwoch, 20. Februar 2019

Kampf dem Diabetes

Ausgabe 11/2011
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Diabetes mellitus, auch als Zuckerkrankheit bekannt, ist stark im Vormarsch.  Hauptursachen dafür sind ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel.  Die gute Nachricht: Jeder von uns kann selbst entscheidend dazu beitragen,  nicht zuckerkrank zu werden. GESÜNDER LEBEN erklärt, wie’s geht.

Foto: ClipDealer
Diabetes mellitus ist eine chronische Störung des Stoffwechsels. Grundlegend daran beteiligt sind das Hormon Insulin und der Einfachzucker Glukose, ein lebenswichtiger Nährstoff der Körperzellen. Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet und ist für den Transport der Glukose in die Zellen zuständig.

Durch Insulinmangel oder auch Unter- oder Unempfindlichkeit der Körperzellen gegen Insulin entstehen zwei Probleme: Einerseits kommt dem Diabetiker der „Treibstoff“ Glukose in den Zellen abhanden, andererseits richtet die im Blut überreichlich vorhandene Glukose Schäden an Gefäßen, Nerven und Organen an.

Diese Schäden bleiben von vielen Patienten vorerst unbemerkt. Und genau darin liegt die Gefahr: Spätfolgen der unentdeckten Zuckerkrankheit sind unter anderem Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen und Erblindung. Im schlimmsten Fall endet der unbehandelte Diabetes tödlich.
Es werden zwei Hauptarten von Diabetes unterschieden: Der eher seltene Typ-1-Diabetes (früher: „juveniler Diabetes“) und der häufigere Typ-2-Diabetes, noch immer gemeinhin als „Altersdiabetes“ bekannt. Er tritt mit zunehmendem Wohlstand einer Gesellschaft häufiger auf und betrifft inzwischen auch jüngere Menschen.

Symptome, die auf Diabetes hindeuten
  • starker Durst
  • Abgeschlagenheit und Leistungsabfall
  • häufiges Wasserlassen, auch nachts
  • Juckreiz
  • Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme oder Heißhunger
  • Sehstörungen
  • Abnehmen von Libido und Potenz bei Männern
  • unregelmäßige Periodenblutung bei Frauen
  • erhöhte Infektanfälligkeit, schlechte Wundheilung und Hautinfektionen


Typ 1-Diabetes:
selten und schicksalhaft

Typ-1-Diabetes betrifft nur fünf bis zehn Prozent aller Diabetes-Patienten – in Österreich sind das 50.000 Personen. Die Insulin bildenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse werden hiebei durch körpereigene Abwehrstoffe zerstört. Daraus entsteht der klassische Insulinmangel-Diabetes, der bereits meist im Kindes- oder Jugendalter auftritt. Typ-1-Diabetes muss unbedingt behandelt werden, da ein zu hoher Blutzuckergehalt (Hyperglykämie) lebensbedrohende Folgen haben kann. Daher beginnen Typ-1-Diabetiker meist sofort nach der Diagnose, Insulin zu spritzen und wenden diese Therapie lebenslang an.

Typ 2-Diabetes:
vermeidbare Volkskrankheit

Der Typ-2-Diabetes entsteht durch eine verminderte Empfindlichkeit der Körperzellen auf Insulin (Insulinresistenz). Die jahrelange Überproduktion von Insulin führt letztlich zu einer „Erschöpfung“ der Insulin produzierenden Zellen. Der Typ-2-Diabetes wird gerne als „Altersdiabetes“ bezeichnet, da er meist erst im Erwachsenenalter beginnt (früher im Mittel bei etwa 56 Lebensjahren). Seit die Entwicklung von Übergewicht schon bei Jugendlichen verstärkt einsetzt, werden immer mehr Teenager und junge Erwachsene „Altersdiabetiker“. Hauptursachen dieser gefährlichen Entwicklung sind Fastfood-Konsum und Bewegungsmangel. Erschreckend: In Österreich leben derzeit bis zu 500.000 Typ-2-Diabetiker. Durch einen gesunden Lebensstil lässt sich die Erkrankung oft vermeiden. Ein wichtiger Pfeiler ist gesunde Ernährung – Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Obst und Fisch. Ein weiterer wichtiger Präventionsansatz ist regelmäßige Bewegung. Bereits täglich eine Stunde rasches Spazierengehen senkt das Diabetesrisiko um über 30 Prozent. Wer an Typ-2-Diabetes erkrankt, sollte rasch mit einer Therapie beginnen. Im Frühstadium lässt sich der Blutzucker durch einen gesunden Lebensstil und Gewichtsreduktion relativ einfach normalisieren. Auf Nikotin sollte unbedingt verzichtet werden. Ist die Erkrankung bereits fortgeschritten, werden Medikamente in Tablettenform notwendig.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Kampf dem Diabetes
Seite 2 Symptome erkennen

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