Sonntag, 18. August 2019

"Das Landleben tut meiner Seele gut“

Ausgabe 2017.04
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Ihrer Stimme kann man täglich auf Ö3 lauschen. Doch da spricht Elke Rock bloß über Musik und nicht von ihren Ängsten, krank zu werden, von ihrem Leben am Land oder ihrem Faible für ethisch korrekte Produkte – und für Bewegung. Hier schon.


Foto: Ö3 - Roman Pfeiffer

Der Kaffee koffeinfrei. Die Milch dazu bitte von der Sojasorte und, nein, kein Zucker. Die Bestellung entlockt dem Kellner ein leises Schmunzeln. Aber Elke Rock weiß das geflissentlich zu ignorieren. Denn wenn sich die Ö3-Beauty stets darüber Gedanken machen würde, was die Leute so an Oberflächlichem über sie denken, hätte die 34-Jährige wohl den falschen Job gewählt. Schließlich steht sie als Radiomoderatorin des größten Senders des Landes täglich in der Öffentlichkeit. Aber über sich selbst, darüber macht sich die Sportskanone sehr wohl jede Menge Gedanken. Eben deshalb sitzen wir nun 75 Meter über den Dächern Wiens, um im „Das Loft“ des Sofitel möglichst weit in die Tiefe zu gehen.

GESÜNDER LEBEN: Du bist frisch verheiratet, heißt nun statt Elke Lichtenegger Elke Rock. Hält das junge Glück denn auch jung?
Elke Rock: Die Ehe ist nicht anders als die Beziehung davor, es ist genauso schön wie früher. Wir machen die gleichen Dinge wie zuvor, tragen eben nur beide einen Ring am Finger.

GL: Kannst du aus deinem Leben etwas destillieren, was dich besonders glücklich macht?
Die Tatsache, dass ich mein Leben mit sehr vielen sehr schönen Dingen gestalten kann. Egal ob das meine Hobbys sind oder am Wochenende in meine steirische Heimat zu fahren oder auch mein Job bei Ö3, der mir Spaß macht. Dann kommt noch die Familie und meine harmonische Beziehung hinzu. Dieses Gesamtpaket, das macht mich glücklich.

GL: Hat Lebensglück deiner Meinung nach Auswirkungen auf deine Gesundheit?
Ja natürlich. Wenn du permanent unglücklich bist, schlägt sich das sehr schwer auf deine Psyche nieder. Und – da bin ich fest davon überzeugt – wenn dich etwas dauerhaft bedrückt, macht dich das auch körperlich krank.

GL: Hast Du so ein Aus-der-Balance-Geraten selbst schonerlebt?
Ich merke einfach manchmal, in Zeiten, in denen es im Beruf stressiger wird, wenn zu viele Dinge zusammenkommen, dass ich einen gewissen Druck verspüre. Dann bekomme ich wahnsinnige Nackenschmerzen, werde extrem verspannt und hab das Gefühl, dass ich ständig einen schweren Rucksack mit mir herumschleppe. Das ist jetzt freilich im Vergleich zu anderen Problemen lächerlich, aber es sind doch so kleine Zeichen, an denen ich merke: Mein Körper sagt mir gerade, es ist eine Spur zu viel.

GL: Das heißt, du hörst sehr bewusst auf deinen Körper?
Ja, das glaube ich schon. Mir ist Gesundheit einfach grundsätzlich sehr wichtig. Das ist sogar ein riesiges Thema für mich. Und ich habe auch Angst davor, krank zu werden. Und so höre ich auch auf die kleinsten Kleinigkeiten, nehme die minimalsten Veränderungen an mir wahr. Wenn ich etwas entdecke, beobachte ich das gleich und suche nach den Ursachen.

GL: Hast du diese Angst vor Krankheit immer gehabt?
Nein. Ich hab in den letzten zwei Jahren jedoch zwei Familienangehörige durch Krebs verloren und auch mein Opa ist daran gestorben. Das ist dann irgendwie permanent in meinen Hinterkopf gewandert. Das sind schließlich deine nächsten Verwandten. Ob du willst oder nicht, das beeinflusst dich und du fängst an zu denken: Aufpassen! Schau, dass du so gesund wie möglich lebst! Versuch im Jetzt zu leben. Plane nicht zu weit ins Voraus. Weil: Du weißt doch nie ...

GL: Haben sich daraus auch medizinische Interessen entwickelt?
Ich bin mittlerweile schon sehr offen für alternative Medizin. Ich versuche kleine Kinkerlitzchen homöopathisch zu behandeln und das funktioniert auch sehr gut. Dafür muss man natürlich offen sein, aber bei mir klappt das. Außerdem hab ich TCM, die traditionelle chinesische Medizin, für mich entdeckt. Das kam durch eine heftige Gastritis, wegen der ich sogar fünf Tage im Spital bleiben musste. Bis mir dann eine TCM-Ärztin in Wien empfohlen wurde. Die hat mir dann aus unterschiedlichsten Kräutern einen Tee verschrieben. Ich schwöre: weg war sie! Gleiches mit den vorhin erwähnten Nackenschmerzen: weg!

GL: Und wie stehst du nach diesen Erfahrungen zur klassischen Schulmedizin?
Ich bin grundsätzlich nicht die, die wegen ein bisschen Kopfweh gleich zu Medikamenten greift. Außerdem: Mit ein bisschen Schmerz muss man doch auch umgehen können, das gehört dazu. Und es ist einfach nicht gesund für deinen Organismus, der schließlich den ganzen Müll wieder loswerden muss. Aber wenn es wirklich ernsthafte Dinge sind, dann gibt’s zum Glück und natürlich auch für mich die Schulmedizin. Eine Kombination unterschiedlicher Behandlungsformen ist, so glaube ich, am zielführendsten.

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