Samstag, 22. Februar 2020

Mirjam mag‘s heiß

Ausgabe 11/2009
Radio, TV, Kino und jetzt die Bretter, die die Welt bedeuten. Theaterdebütantin Mirjam Weichselbraun wagt Neues und gewinnt. Da liegt nahe, dass sie den Liedtext von „Wir sind Helden“ als Lebensmotto beherzigt: „Du musst hier nicht dazugehören, aber such dir, was zu dir gehört – du musst nicht tanzen, aber beweg dein Herz.“

Foto: Inge Prader
Eigentlich gibt’s Mirjam zweimal – sie hat eine Zwillingsschwester. Die beiden sind ein perfektes Duo: Melanie hat das Management übernommen. Ein eingespieltes Team, das sich oft auch ohne Worte versteht: „Wir sind uns charakterlich sehr ähnlich. Es kommt durchaus vor, dass wir uns, obwohl in verschiedenen Städten, dieselben Klamotten kaufen.“ Zwar hat sich Mirjam schon früh für das Medienbusiness interessiert, aber: „Ich könnte mir auch eine Arbeit mit Jugendlichen vorstellen. Im Vergleich dazu ist mein Job aber wohl ein Kinderspiel.“

Vor Kurzem stellte sie sich einer großen Herausforderung: In der Rolle der Sugar in dem Musical „Manche mögen’s heiß“ singt, tanzt, spielt sie erstmals auf der Bühne (Wiener Kammerspiele bis Jänner 2010). Wie bereitet man sich denn darauf vor, in die Fußstapfen von Marilyn Monroe zu treten? „Ich habe mir angeschaut, was für ein Typ Sugar ist, und versucht, mich komplett von Marilyn Monroes Darstellung zu lösen. Ich finde Marilyn toll, aber ich bin eben Mirjam, und Marilyn zu kopieren, das kann doch nur danebengehen. Dazu kommt das Glück, Werner Sobotka als Regisseur zu haben.
Er hat mir geholfen, die Rolle der Sugar zu entwickeln. Er hat eine Detail-Liebe, die ansteckend ist.“

Mirjam Weichselbraun lebt …

… schön. Von den Medien werden Sie oft als „Paradehübsche und TV-Beauty“ bezeichnet, was tun Sie für Ihr Aussehen?
Ich achte darauf, dass ich mich, egal wie spät es ist und wie müde ich bin, jeden Abend abschminke, viel Wasser trinke und nicht rauche. Und was meine Pflegeprodukte betrifft, mache ich keine Experimente. Ich verwende seit Jahren immer die gleiche Creme, das gleiche Gesichtswasser. Dann achte ich darauf, die Haut atmen zu lassen – ich freue mich über jeden Tag ohne Make-up. Es ist aber auch wichtig, dass es einem gut geht. Wenn man sich gut fühlt, Dinge macht, die man mag, beruflich und privat, dann trägt man das nach außen.

… schlau. Welche Voraussetzungen muss man in Ihrem Beruf mitbringen?
Leidenschaft, wie für jeden Beruf, denn die Zuschauer merken, ob man mit dem Herzen dabei ist. Und dann Interesse an Neuem und vor allem viel Disziplin. Denn geregelte Arbeitszeiten gibt es nicht, im Voraus Privates zu planen, ist selten möglich, dafür müssen meine Familie und Freunde oft viel Verständnis haben. Und man darf sich nicht damit zufriedengeben, das Gesicht vor der Kamera zu sein. Für mich ist immer auch interessant, wie eine Sendung aufgebaut wird, sowie sich redaktionell selbst einzubringen – sofern es möglich ist. Neugierde sehe ich grundsätzlich als eine positive Eigenschaft, denn nur so bereitet man sich auf einen Interviewpartner gut vor. Ich will mich immer wieder neuen Herausforderungen stellen und mir nicht selbst – vielleicht aus Unsicherheit – Steine in den Weg legen, das erledigen ohnehin meistens andere. Vor allem muss man sich bewusst sein, dass man nie allen Menschen gefallen kann.

... gesund. Was tun Sie für ihre Gesundheit?
Ernährung ist mir wichtig. Da ich nicht regelmäßig zum Essen komme, lege ich Wert darauf, dass das Frühstück sehr viel „Gesundes“ beinhaltet. Und ich glaube einfach daran, dass Bewegung gesund hält. Aber mindestens ebenso wichtig ist es, die „Seele zu pflegen“ – mit guter Musik und Schokolade, wenn man Lust darauf hat.

… gut. Was tun Sie, wenn Sie sich kulinarisch verwöhnen wollen?
Wenn ich Zeit habe, stehe ich gerne selbst in der Küche und lade auch Freunde zum Essen ein. Ich lege Wert auf gute Produkte und achte auch darauf, woher diese kommen. Besonders gern koche ich deftige Sachen wie Käsespätzle oder Käseknödel. Beim Kochen bin ich aber auch experimentierfreudig, da Kochen eine „Kunst“ ist.

… aktiv. Stress pur und das oft täglich, wie tanken Sie wieder auf?
Ich gehe gerne ins Kino, schmökere liebend gerne in Magazinen, lese aber auch gerne gute Bücher und treffe mich mit Freunden. Am besten sind oft ganz alltägliche Dinge wie ausschlafen, ein ausgedehntes Frühstück und abends ein entspannendes Bad.

… bewusst. Sie haben ein „Strahlefrau-Image“, nervt das nicht manchmal?
Inzwischen habe ich mich damit abgefunden, aber ich mag Herausforderungen und möchte neue Sachen ausprobieren. Ich mag es, Leute zu überraschen und Dinge zu tun, mit denen man nicht gerechnet hätte. Ich will spannende Charaktere spielen und mich weiterentwickeln.

BIOGRAFIE
Jahrgang 1981, sammelte die Tirolerin Mirjam Weichselbraun bereits mit 17 erste Medienerfahrung bei einem regionalen Radiosender. Rasch wechselte sie als Moderatorin zum Fernsehen. Bald entdeckte sie MTV, danach das ZDF und schließlich moderierte sie neben Alfons Haider die ORF-Erfolgsshow „Dancing Stars“. Dafür erhielt sie 2006 und 2008 die Goldene Romy. In diesem Jahr ist sie in ihrem ersten Kinofilm „Hangtime“ , produziert von Sönke Wortmann, zu sehen und bis Ende Jänner 2010 in ihrem Theaterdebüt als Monroe in der Wiener Josefstadt.

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