Sonntag, 31. Mai 2020

Mein Glücksgeheimnis

Ausgabe 10/2011
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ORF-Star Lilian Klebow spricht ganz offen über gutes Essen, kleine Sünden – und warum es wichtig ist, sich nicht selbst zu sehr zu kasteien. Und nebenbei rechnet die TV-Kommissarin mit dem Schönheitswahn ab.

Foto: Lukas Beck
Ihr geht kein Bösewicht durch die Lappen: Als „SOKO Donau“-Kommissarin Penny Lanz sorgt Lilian Klebow (31) jeden Dienstag im ORF für Recht und Ordnung. Privat sind der Schauspielerin Massentierhaltung, Umweltsünden und übertriebener Schönheitswahn ein Dorn im Auge. GESÜNDER LEBEN traf die Wahl-Wienerin, die im Juli Schauspielkollegen Erich Altenkopf (42) heiratete, zum Interview über sportliche Höchstleistungen vor und hinter der Kamera, Lieblingsrezepte, Umweltaktivismus und Lebensträume.

GESÜNDER LEBEN: In „SOKO Donau“ zeigen Sie vollen Körpereinsatz. Sind Sie privat auch so eine Sportskanone?
Lilian Klebow: Schon. Ich war ja früher Tänzerin und nehme heute noch Hip-Hop- und Jazz-Stunden, mache sehr viel Bodyworks und Pilates. Ich würde auch gerne eine Kampfsportart erlernen. Nach einem zwölfstündigen Drehtag hält sich das private Sportprogramm aber in Grenzen. Da hatte man schon genug Auslastung. In einer Folge musste ich klettern lernen. Da hatte ich drei Tage Muskelkater.

GL: Wie schalten Sie nach einem Drehtag ab?
Klebow: Mit einem guten Buch. Ich lese sehr gerne am Abend, am liebsten Sachbücher. Zuletzt habe ich „Wie wir uns über gute Lebensmittel freuen können …“ von Toni Hubmann gelesen. Ein sehr gutes Buch, ein spannender Mensch. Wenn ich einen Tag frei habe, liebe ich es, aufzustehen und einfach keinen Plan zu haben. Dann gehe ich durch die Stadt, besuche eine Kunstausstellung oder ein Konzert. Sich mal nur treiben lassen, das ist für mich Luxus.

GL: Welche Rolle spielt gesunde, nachhaltige Ernährung in Ihrem Leben?
Klebow: Eine große! Heutzutage ist es leider so, dass wir versuchen, aus allem den maximalen Profit rauszuschlagen. Wir ignorieren, dass Menschen ausgebeutet oder Tiere in Massentierhaltung gequält werden, nur damit etwas billig ist. So lange ich es mir leisten kann, kaufe ich Bio- und Fair-Trade-Produkte. Ich koche auch selbst, mit saisonalen Produkten und am liebsten italienisch. Ich mache fast alles mit Olivenöl, sogar die Eierspeise in der Früh. Dazu kaufe ich, wenn ich in ein anderes Land komme, immer ein Kochbuch in der Landessprache. Mein momentanes Lieblingsgericht ist Camembert mit Rosmarin, Honig, Walnusskernen und geröstetem Brot. Ich mag lieber einfache Sachen als Schickimicki-Food.

GL: Bei allem Gesundheitsbewusstsein: Gönnen Sie sich auch mal eine kleine Sünde?
Klebow: Da kämpft in mir der Gesundheitsfreak mit der Lebefrau. Ich bin schon jemand, der sehr gern abends weggeht, dabei das eine oder andere Glas Alkohol trinkt und eine Zigarette raucht. So lange sich das nicht als Suchtverhalten manifestiert, finde ich nicht, dass das der Gesundheit einen Abbruch tut. Man sollte sich nicht selbst kasteien. Auf der anderen Seite mache ich immer mal wieder eine Entgiftung und zwei Mal im Jahr eine Entschlackungskur.


Übersicht zu diesem Artikel:
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