Sonntag, 31. Mai 2020

Immer in Bewegung

Ausgabe 07-08/2011
Stillstand ist das Letzte für Starmoderatorin Doris Golpashin. Außer im Servicemagazin „direkt“ wird sie in Bälde auch in einer neuen Show zu sehen sein.

Foto: orf - Ali Schafler
Für’s Scheinwerferlicht lässt sich Doris Golpashin nicht ungern sexy „aufhübschen“. Dass die 30-jährige Wienerin neben ihren äußerlichen Vorzügen auch Geist, Witz und Schlagfertigkeit besitzt, übersehen vor allem die männlichen Zuseher des Öfteren. Die ungeschminkte Wahrheit: Wird sie nicht von Kameras beäugt, haben High Heels und Miniröcke Sendepause. Da liebt es der neue Shooting-Star des ORF nämlich leger und gemütlich. Wenn sie sagt: „Ich glaube an all die kreativen Menschen da draußen, die ihren Weg zielstrebig verfolgen und den Glauben an sich selbst niemals aufgeben. Realistische Träumer braucht die Welt!“, klingt das fast wie ein Aufruf an potenzielle Kandidaten für die neue ORF-Casting-Show „Die große Chance“. Ohne ihre Arbeit könnte die redegewandte Brünette nicht leben, über ihr Liebesleben hüllt Sie sich dagegen in eisernes Schweigen. „Richtig schwach werde ich eigentlich nur bei Vanilleeis“, meint sie kokett – eine starke Frau, die ihren eigenen Kopf hat. „Ich bin sehr diszipliniert, kann auch ziemlich stur sein, würde aber  ohne zu zögern, für alle lieben Menschen, die mir nahe stehen, sprichwörtlich durchs Feuer gehen.“

Doris Golpashin lebt ...

… schlau. Sie sind momentan im ORF-Dauereinsatz. Kommen Sie dazwischen auch zum Luft holen, wie organisieren Sie sich?
Offensichtlich ganz gut. Ich bin sehr diszipliniert, liebe meinen Job und das, was ich tue. Meine Arbeit erfüllt mich zu 100 Prozent! Deshalb macht es mir auch nichts aus, mal weniger zu schlafen und mehr zu arbeiten. Ganz im Gegenteil: Ich könnt gar nicht ohne. Und wenn dazwischen etwas Zeit bleibt, pack ich meine sieben Sachen und fahre ans Meer. Dort kann ich meinen Akku am besten aufladen.

… schön. Manche Zeitgenossen haben Sie mit dem Etikett „schön und oberflächlich“ versehen. Wie gehen Sie damit um, wie sind Sie privat gestylt?
Was sind denn das für dubiose Zeit­genossen? Ich selber bin privat alles andere als sexy unterwegs (lacht laut). Wenn die wüssten ... Ich mag es leger und gemütlich, laufe am liebsten im Oversizepulli, ungeschminkt (das braucht die Haut zwischendurch), in Jeans und Sneakers durch die Gegend. Liebe dann aber auch wieder das absolute Gegenteil vor laufender Kamera und das „Aufhübschen“. Aber Persönlichkeit und Charakter haben ja nichts mit Kleidung zu tun. Das wäre dann doch zu oberflächlich. Was meine Pflegerituale betrifft: immer abschminken, die Haut verwöhnen und regelmäßig zur Kosmetik gehen.

… gut. Müssen Sie sich eigentlich kasteien für Ihre Modelmaße oder bleibt auch Spielraum für Genuss?
Schönsein durch Hungern? Schön bist du nur, wenn du isst. Denn nur dann bist du glücklich und kannst strahlen! Wichtig ist jedoch, alles mit Maß und Ziel zu genießen und mit Sport zu kombinieren, denn Essen bedeutet Lebensqualität. Und Kochen ist überhaupt eine meiner größten Leidenschaften, weil ich da meiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Ich versuche grundsätzlich, mich gesund zu ernähren: Obst und Gemüse stehen immer am Tagesplan. Wozu ich mich aber immer wieder zwingen muss, ist viel Flüssigkeit zu trinken. Aber Alkohol – nie!

… gesund. Ihr Leben ist, scheint’s, schon etwas strapaziös. Wann ziehen Sie die Notbremse? Und falls es mal zwickt: Schul- oder Alternativmedizin?  
Die Notbremse zieht dann schon mein Körper selbst. Bei „Helden von morgen“ gab es eine Liveshow, bei der ich am Vorabend 40 Grad Fieber und einen allergischen Schock hatte. Mit einer geballten Ladung Cortison, Tabletten, Spritzen und dem ORF-Hausarzt backstage wurde ich für diesen Abend – so gut wie möglich – fit gemacht. Den Rest erledigte die Maske. Es war die Hölle. Der Körper sendet dir Hunderte Signale, wenn du sie ignorierst, schlägt er irgendwann zurück. Helfen tut bei mir eindeutig die Schulmedizin.

… aktiv. Sie sind ganz offensichtlich top in Form, was tun Sie dafür?
Nach sechzehn Jahren Ballett hatte ich eine lange Pause, in der ich mehr gearbeitet als trainiert habe. Mittlerweile aber brauche ich die Bewegung als seelischen Ausgleich. Ich habe einen Personal Trainer, betreibe Yoga und richte mir gerade ein Homefitnessstudio ein. Das mache ich, um mich selbst auszutricksen, denn dann hab ich keine Ausrede mehr, keinen Sport zu machen. Im Ernst: Bewegung ist so wichtig. In meinem Job muss ich fit sein, außerdem fühle ich mich damit natürlich rundum wohler.

… bewusst. Leben Sie nach einem bestimmten Lebensmotto, einer Philosophie?
Ich habe eigentlich kein Lebensmotto, aber es gibt einen ziemlich guten Satz von einem klugen Kopf, den ich sehr verehre – Oscar Wilde (1854–1900) –, und dem ich definitiv zustimme: „Unzufriedenheit ist der Anfang des Erfolgs“, was für mich ewige Bewegung symbolisiert, denn nur im Stillstand liegt der Tod.


BIOGRAFIE
Doris Golpashin
Geboren 1980 in Grieskirchen, lebt in Wien und wurde mit 17 zur jüngsten Radiomoderatorin Österreichs. Sie besuchte nebenbei die Filmschule und spielte einige Theater- und Filmrollen. Nach wechselnden Moderatorentätigkeiten wurde Doris Golpashin 2010 vom ORF für „Helden von morgen“ vom Privatsender Puls 4 „ausgeliehen“ und bald darauf fix engagiert.

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