Mittwoch, 13. November 2019

„Ich brauche die Stille in der Natur“

03. März 2017
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Burgtheater-Star  regina fritsch  erzählt, warum sie die Stille, die Natur und einen Bauernhof der Großstadt vorzieht. Und verrät, wie sie durch eine radikale Ernährungsumstellung eine schwere Nervenentzündung besiegt hat.


Foto: ORF Mona Film - Petro Domenigg

Die geborene Niederösterreicherin, die bereits mit 21 Jahren an die „Burg“ kam und zum festen Ensemble des geschichtsträchtigen Theaters gehört, ist bodenständig, ausgeglichen und unkompliziert. Sie bestellt einen Wellness-Oase-Tee, der auch irgendwie zu ihrer Persönlichkeit passen mag: erfrischend und beruhigend zugleich, exotisch und doch geerdet. Schon nach wenigen Minuten entwickelt sich ein Gespräch, das nicht nur an der Oberfläche kratzt, sondern diese selbstreflektierend zerstört. Fritsch ist eloquent, hinterfragend – und vor allem sich selbst gegenüber sehr kritisch. Das ist eine angenehme Abwechslung in der an überlebensgroßen Egos nicht armen Theaterwelt. Vielleicht hat sie auch deshalb eine gesunde Distanz zu ihrem Beruf. Ihr Blick ist manchmal spitzbübisch, ihre Augen strahlen Nachdenklichkeit aus. Und als wir uns von ihr verabschieden, wissen wir: Wir sollten wieder mal ins Theater. Es ist schon viel zu lange her.

Regina Fritsch erleben

Im Burg- und Akademietheater

  • Ludwig II. (nach dem Film von Luchino Visconti): 7., 12., 22. März
  • Mutter Courage (Bert Brecht): 9. März
  • Die Präsidentinnen (Werner Schwab): 23. März
  • Der Talisman (Johann Nestroy): 14. & 30. März
  • Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Straße (Peter Handke): 8. April
  • Liebesgeschichten und Heiratssachen (Johann Nestroy, Premiere!): 13. April

 

Im ORF ist Regina Fritsch in der neuen Stadtkomödie-Reihe zu sehen.
Sie stand dafür mit Joseph Hader vor der Kamera. TV-Ausstrahlungstermine stehen noch nicht fest. Zurzeit dreht Fritsch mit Nicholas Ofczarek und Florian Teichmeister den Film Zauberer für das Kino.

GESÜNDER LEBEN: Was tun Sie, um sich körperlich fit zu halten?
Regina Fritsch: Ich hatte jahrelang einen Hund und habe deswegen jede Strecke zu Fuß zurückgelegt. Ich bin mit ihm sicher 20 Kilometer am Tag gegangen. Seitdem mein Hund vor einem halben Jahr verstorben ist, muss ich zugeben, dass ich keinen unnötigen Schritt mehr zu viel mache. Er hat mich fit gehalten.
 
GL: Sind Sie gerne in der Natur?
Absolut. Die Natur erdet mich – etwas, das besonders in meinem Beruf sehr wichtig ist. Ich komme immer sehr verstand- und gedankenlastig in den Wald hinein und verlasse ihn wieder mit einem leeren Kopf. Meine Gedanken ordnen sich in der Natur, vieles erscheint plötzlich in einem anderen Kontext, wird unwichtig. Im Wald suche ich nach Ruhe, muss ganz alleine sein. Schon wenn ich dort einem anderen Spaziergänger begegne, macht mich das ganz unrund und ich suche mir eine neue Route.
 

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 „Ich brauche die Stille in der Natur“
Seite 2 Interview

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