Samstag, 23. Februar 2019

Impfen ja oder nein?

Ausgabe 2017.04
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Beim Thema Impfen scheiden sich die Geister: Für die einen sind sie eine der größten Errungenschaften der Medizin. Andere sehen darin sogar gesundheitsgefährdende Aspekte. GESÜNDER LEBEN klärt auf.


Foto: Can Stock Photo - naumoid

Es gibt kaum ein Thema, das kontroversieller  diskutiertwird als das  Impfen. GESÜNDERLEBEN hat deshalb eine  kompetente Runde – zweiKinderärzte und eine Mutter – befragt: Medizinalrat Dr. Abdul Nabi Jinniate ist ein sehr erfahrener Kinderarzt in Wien, der noch die großen Masernepidemien miterlebt hat und Impfungen als Errungenschaft bezeichnet. Dr. Reinhard Mitter, Ganzheitsmediziner, Homöopath und Psychotherapeut aus Wien ist ausgewiesener Impfkritiker. Ebenfalls mit dabei: Alexandra Brancato– Rados, die als Mutter eines dreijährigen Sohnes eine bessere und vor allem neutrale Aufklärung fordert.

IMPFPLAN 2017 - Empfohlene Impfungen

Das Kinder-Impfprogramm des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen bietet derzeit folgende Impfungen an. Diese sind ausdrücklich empfohlen – und kostenfrei.*)

  • Diphtherie
  • Haemophilus influenzae Typ b
  • Hepatitis B
  • HPV – humane Papillomaviren
  • Masern, Mumps, Röteln
  • Meningokokken der Gruppen A,
  • C, W135 und Y (MEC-4)
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • Pneumokokken
  • Poliomyelitis
  • Rotavirus-Brechdurchfall
  • Tetanus

*) Weitere Impfungen (etwa Meningokokken B, FSME, Hepatitis A, Influenza) sind zwar empfohlen, müssen aber bezahlt werden.

GESÜNDER LEBEN: Bringen Impfungen etwas? Und wenn ja, was?
Abdul Nabi Jinniate: Ich bin davon überzeugt, dass Impfungen sowohl dem Einzelnen als auch der Allgemeinheit viel Leid, aber auch viel Geld ersparen. Viele Krankheiten sind durch die Impfungen zurückgegangen oder sogar ausgerottet. Das weiß man. Auch wenn es heute noch Fälle von Masern gibt, ist das nicht zu vergleichen mit früher, als wir mit großen Epidemien zu tun hatten und jedes zweite Kind davon betroffen war. Heute sehen wir sie nursehr selten. Und auch bei den kolportieren Zahlen muss man genau schauen, ob es sich wirklich um Masern handelt. Denn: Der Großteil der jungen Ärzte hat noch nie mit Masern zu tun gehabt, und es ist schwer geworden, sie zu diagnostizieren, da das richtige Vollbild durch die Impfungen meist nicht mehr da ist und fehlerhafte Laborbefunde nicht ausgeschlossen werden können.

Reinhard Mitter: Viele Impfungen sind nicht sinnvoll, weil Infektionskrankheiten prinzipiell Sinn machen. Wir haben ganz selten Komplikationen, vor allem dann, wenn die Krankheit richtig behandelt wird. Das gilt für Masern, Mumps, Feuchtblattern (Windpocken) usw. Auch eine Meningitis (Gehirnhautentzündung) heilt aus. Die meisten dieser Krankheiten machen keine Probleme. Schwierig wird es, wenn man Antibiotika gibt und das Fieber senkt. Fieber ist das wesentliche Heilmittel, es bekämpft Viren und Bakterien und stärkt das Immunsystem. Antibiotika hingegen schädigt die Darmflora, die größte Immunabwehr im Körper. Damit wird der Selbstheilungsprozess, der besonders bei Kindern noch sehr stark ausgeprägt ist, unterdrückt. Mit fatalen Folgen. Es stellt sich schon die Frage, welche Folgeschäden Impfungen in späteren Jahren haben. Da geht es etwa um Autoimmunerkrankungen, Neurologische Erkrankungen, multiple Sklerose (MS), Allergien und andere. Es gibt sehr wohl Autoimmunerkrankungen und Nervenentzündungen, die von Gutachtern als Impffolgen anerkannt werden.

GL: Das klingt, als wären Impfungen sinnlos …
Reinhard Mitter: Es stimmt zwar, dass wir viele Krankheiten weniger haben. Aber ob dies alleine aufgrund von Impfungen so ist – das ist weit weniger klar. Wenn man sich die Statistiken anschaut, dann sieht man, dass viele Erkrankungen schon vor der Möglichkeit von Impfungen zurückgegangen sind.

Jinniate: Es ist bei vielen Erkrankungen sehr schwer, eindeutige Ursachen zu finden, darüber herrscht Einigkeit. Aber zurück zum konkreten Fall der Masern: Natürlich gab es früher nicht bei jedem Kind Komplikationen. Aber es gab immer wieder massive Probleme! Es gab Kinder, die gestorben sind, und bei vielen Kindern, die etwa eine Masern-Enzephalitis überlebt haben, ist es zu Behinderungen, zu bleibenden Schäden gekommen. Das darf man nicht vergessen.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Impfen ja oder nein?
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