Mittwoch, 27. Januar 2021

Ich kann endlich besser sehen – dank Laser - Die Kosten

Ausgabe 2018.05
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Die Kosten. Augenlasern muss man sich leisten können, da der Eingriff für den Patienten mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist. In der Regel gibt es von den gesetzlichen Krankenkassen keinen Zuschuss. Augenlasern wird zwar als medizinisch sinnvoll angesehen, fällt jedoch in den Bereich der ästhetischen Behandlungen. Private Zusatzversicherungen übernehmen, bei entsprechendem Leistungspaket, in den meisten Fällen einen Teilbetrag. Die Preise sind je nach Methode unterschiedlich und liegen durchschnittlich bei 2.000 bis 2.500 Euro pro Auge. Bei deutlich günstigeren Angeboten sollte man sich immer nach dem genauen Leistungsumfang erkundigen (ob zum Beispiel die Vor- und Nachuntersuchungen im Preis enthalten sind oder nicht. Viele Augenlaserzentren und -kliniken bieten ihren Kunden bei Bedarf auch Finanzierungsmöglichkeiten mit Ratenzahlung an.

Augen lasern? – so geht’s!

Die Augenlasermethoden unterscheiden sich primär darin, auf welche Art die Hornhautform verändert wird.

PRK. „Das älteste anerkannte Augenlaserverfahren ist die sogenannte PRK-Methode. Die photorefraktive Keratektomie wird seit den 1980er-Jahren angewendet. Beim PRK-Verfahren wird die oberste Schicht der Hornhaut mithilfe eines speziellen Spatels mechanisch entfernt“, erklärt Dr. Martin Dirisamer. Erst dann beginnt die eigentliche Laserbehandlung. Der Eingriff dauert insgesamt nicht länger als etwa zehn Minuten pro Auge. Nach der Behandlung benötigen die Augen einige Tage, um sich zu regenerieren. Diese Zeit ist oftmals auch mit Schmerzen und einem reduzierten Sehvermögen verbunden. Die volle Sehschärfe entwickelt sich in der Regel innerhalb einer Woche.

LASEK. Als Erweiterung der PRK gilt die LASEK-Methode (laser-epitheliale Keratomileusis), bei der die oberste Hornhautschicht mit einer alkoholischen Lösung abgelöst und anschließend zur Seite geschoben wird. Nach dem Lasereingriff wird die oberste Schicht der Hornhaut wieder zurückgeschoben. Vorteil zur PRK-Methode: eine meist kürzere Regenerationszeit.  

LASIK und Femto-LASIK. „Eine Weiterentwicklung der Augenlaserverfahren stellen die Methoden LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis) und Femto-LASIK dar“, so Augenlaserexperte Dr. Martin Dirisamer. „Bei diesen Operationsverfahren wird ein sogenannter Flap, ein Hornhautdeckel, mithilfe eines Mikropräzisionsmessers (Mikrokeratom) oder, häufiger noch, mit einem Femtosekundenlaser erzeugt, dann aufgeklappt und nach der Laserbehandlung wieder zurückgelegt.“  Im Vergleich zur PRK-Methode sind LASIK- und Femto-LASIK-Eingriffe faktisch schmerzfrei und bringen eine relativ rasche Wiederherstellung der Sehkraft. Dennoch stellt der Flap über einen längeren Zeitraum eine gewisse Schwachstelle in der Hornhaut dar, da er nicht mehr vollständig anwächst. Zudem kann es nach einer LASIK-Augenlaser-Behandlung kurzfristig zu einem geschwächten Nacht- und Dämmerungssehen kommen.  

SMILE. Einige Augenlaserzentren bieten ihren Patienten auch die neueste Generation des Augenlaserns, die sogenannte SMILE-Methode, an. Bei diesem Verfahren wird lediglich ein kleiner Schnitt von zwei bis drei Millimetern in der oberen Hornhautschicht vorgenommen, der Flap entfällt. „Die schonende und innovative SMILE-Methode verursacht keine Schmerzen. Die volle Sehstärke stellt sich meist schon innerhalb von ein bis zwei Tagen ein“, erklärt Dr. Dirisamer. Ein weiterer Vorteil der SMILE-Methode: Der Eingriff (für beide Augen gerechnet) dauert nicht länger als 10 bis 15 Minuten.

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