Freitag, 22. Februar 2019

Ich kann endlich besser sehen – dank Laser

Ausgabe 2018.05
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Egal ob kurzsichtig, weitsichtig oder bei Astigmatismus: Die Augen lasern zu lassen, ist eine effektive und nachhaltige Methode, wieder scharf sehen zu können. GESÜNDER LEBEN zeigt, für wen das Augenlasern infrage kommt.


Foto: iStock_AUGE-robertsrob-519788664

Rund die Hälfte aller Österreicher sieht schlecht, Tendenz steigend. Dementsprechend boomt auch der Brillenmarkt. Doch nicht jeder Fehlsichtige trägt gerne Brille. Gerade bei sportlichen Aktivitäten wird sie oft als mühsam und störend empfunden. Und nicht immer sind dann Kontaktlinsen die ultimative Lösung, wie uns Sophie K. erzählt. Sie zählt zu jenen Menschen, die seit ihrer Kindheit an Kurzsichtigkeit leiden. In der Schule wurde sie oft als Brillenschlange gehänselt. Mit 18 Jahren hat die junge Frau dann ihre ersten Kontaktlinsen bekommen. Doch zwei Jahre später haben Sophies Augen angefangen zu brennen, waren ständig gerötet. Häufige Bildschirmarbeit hat zu einer Kontaktlinsenunverträglichkeit geführt. Und was jetzt? Sophie hat sich über Alternativen zu Brille und Kontaktlinsen schlau gemacht und ist bei ihren Recherchen auf das Thema Augenlasern gestoßen. Ein Leben ohne Sehhilfe und trotzdem den absoluten Durchblick bewahren?    

Augenlasern: Für jeden geeignet? Der Grundstein für moderne Laserbehandlungsmethoden wurde schon vor über dreißig Jahren gelegt. Seitdem hat sich die Laserchirurgie immer weiter entwickelt. Wer sich heutzutage seinen Sehfehler mittels Laser korrigieren lassen möchte, findet ausgefeilte und sichere Methoden vor. Doch lässt sich jede Kurz- oder Weitsichtigkeit einfach so „weglasern“? „Um feststellen zu können, ob die Augen überhaupt für eine Laserung geeignet sind, muss eine intensive und umfassende augenärztliche Voruntersuchung stattfinden“, weiß Priv.-Doz. Dr. Martin Dirisamer, Leiter des Smile-Eyes-Augenlaserzentrums in Linz. „Dabei werden Parameter wie Hornhautdicke und die genaue Fehlsichtigkeit mit hochmodernen Geräten vermessen. Zudem wird der Augendruck bestimmt sowie der Durchmesser der Pupillen und vieles mehr ermittelt. Erst nach Durchführung aller notwendigen Untersuchungen lässt sich mit Gewissheit sagen, ob eine Laserkorrektur infrage kommt oder nicht bzw. welche Augenlasermethode für die Korrektur die richtige ist“, so der Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie weiter. Prinzipiell gilt:
• Die unterschiedlichen Augenlasermethoden eignen sich zur Behandlung von Kurzsichtigkeiten bis zu -10 Dioptrien.
• Bei Weitsichtigkeit liegt die Grenze bei maximal +4 Dioptrien und
• bei Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) bei maximal 6 Dioptrien.
• Ist eine entsprechende Indikation gegeben, kann der Laser auch bei Altersweitsichtigkeit eingesetzt werden.

Lasern? Das müssen Sie bedenken! Eine Laserbehandlung setzt einiges voraus. So muss der Patient beispielsweise volljährig sein. Eine weitere Bedingung ist eine seit mindestens einem Jahr stabile Sehstärke, das heißt, die Dioptrienwerte haben sich in dieser Zeit nicht oder nur unwesentlich verändert.Zusätzlich dürfen keine relevanten Augenerkrankungen (z. B. Hornhauterkrankungen, Entzündungen im Auge) oder eine zu dünne Hornhaut vorliegen. Der Lasereingriff erfordert zudem einen guten gesundheitlichen Allgemeinzustand.

Die Risiken einer Laserbehandlung. Wie bei allen Operationen gilt auch für das Augenlasern: kein Eingriff ohne Risiko. „Durch die Behandlung kann beispielsweise ein Trockenheitsgefühl im Auge auftreten. In den ersten Wochen nach der Operation ist eine erhöhte Licht- und Blendempfindlichkeit der Augen wahrscheinlich“, weiß Dirisamer. Auch Schmerzen und schwankende Sehleistungen sind möglich. In manchen Fällen kann es auch zu einer Hornhautentzündung oder Narbenbildung kommen. Diese Nebenwirkungen bilden jedoch eine seltene Ausnahme. In der Regel laufen heutzutage rund 99 Prozent aller Eingriffe problemlos ab. Die Lasertechnik ist also sehr ausgefeilt. Nach einer erfolgreich durchgeführten Augenlaseroperation kann man im Normalfall davon ausgehen, ein Leben lang ohne Fernbrille auszukommen. Bei den meisten tritt eine deutliche Verbesserung der Sehkraft bereits unmittelbar nach der Operation auf. In der Regel ist man nach maximal vier bis fünf Tagen wieder arbeitsfähig. Trotzdem kann die augenärztliche Nachsorge bis zu drei Monate dauern.

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