Hurra, der Lenz ist da!

Ausgabe 2014.03

Der Frühling ist nicht nur eine Jahreszeit. Er ist ein Gefühl, das Kopf und Körper beflügelt. Nutzen Sie den Neustart und bringen Sie sich und Ihren Teint in Bestform.


Foto: Can Stock Photo Inc. - Subbotina

Die Tage werden heller. Die Bäume grüner. Und das Zwitschern der Vögel lauter. Doch das reicht uns nicht. Wir wollen den Frühling nicht nur sehen und hören, sondern hautnah erleben. Wir wollen Frühlingsgefühle haben, die man sehen kann. Und zwar in Form eines strahlenden Teints, gesunder Haut und diesem zart-sonnigen Leuchten, das all die Frühlingsverliebten umgibt wie eine magische Aura. Genau das wollen wir! Und genau das bekommen wir jetzt auch. Denn GESÜNDER LEBEN kennt die kosmetischen Tricks für beste Laune im Lenz.

Frühling schnuppern! Auf winterliche Schläfrigkeit hat niemand Lust. Doch so richtig frühlingsfit und wach fühlen Sie sich trotzdem nicht? Kein Wunder: Die ersten Vorboten des Lenz haben ihre berühmte Frühjahrsmüdigkeit im Gepäck. Das fühlbare Startproblem hat sogar einen medizinischen Grund: Melatonin. Dieses Müdigkeitshormon macht unseren Körper gezielt schläfrig, unsere Miene müde und unsere Laune träge. Da seine Ausschüttung durch die Aktivität von Tag und Nacht gesteuert wird, zirkuliert vor allem im Winter und in den ersten Frühlingstagen noch recht viel Melatonin in unserem Blutkreislauf. Je dunkler die Tage sind, desto höher ist die Melatoninkonzentration. Im Frühling werden die Tage zwar wieder heller, doch die ersten zarten Strahlen der Sonne genügen meist nicht, um den Körper – innerlich spürbar und äußerlich sichtbar – wieder voll in Schwung zu bringen. Wir müssen also nachhelfen und so viel Tageslicht wie möglich tanken. Nichts wie los: Jalousien hinaufziehen und gen Himmel blicken – das ist die erste Amtshandlung des Tages für alle, die den Frühling in sich spüren wollen. Noch mehr Lebensgeister lassen sich übrigens wecken, wenn Sie dabei das Fenster öffnen und eine große Portion Sauerstoff atmen. Diese durchsichtige Energie schießt nämlich in Sekundenschnelle über die Lunge in die Hautporen, kurbelt hier die Aktivität des Gewebes an und schenkt den Wangen diese zarte Röte, wie nach einem langen Waldspaziergang. Apropos Spaziergang: Um die körpereigenen Aktivitätssysteme – und mit ihnen das natürliche Schönheitsprogramm der Haut – zu stimulieren, sollten Sie für ausreichend Bewegung sorgen. Jeder Schritt zählt – auch der Spaziergang zur Arbeit oder in der Mittagspause. Lassen Sie doch einfach Ihr Auto stehen und marschieren Sie dem Frühling entgegen.

Pflege? Leichter denn je! Der Frühling ist zart, leicht und lebendig. Und genau das sollte Ihre Pflege jetzt auch sein. Ähnlich wie wir unsere Garderobe der neuen Jahreszeit anpassen, müssen wir es nämlich auch mit unserer Hautpflege tun. Schwere, warme Konsistenzen sind der Haut nun zu viel. Sie will atmen, die Luft spüren und durch leichte Texturen bei ihrer natürlichen Aktivität unterstützt werden. Wer bis dato also recht reichhaltige Cremes verwendet hat, tauscht diese nun gegen leichte Hydrocremes oder Gels aus. Kleiner Tipp: Die Restbestände winterlicher Cremes müssen nicht gleich entsorgt werden, sondern können noch für anspruchsvolle Hautpartien (z. B. Ellenbogen, Hände oder Schienbein) aufgebraucht werden. Bei der frühlingshaften Gesichtspflege sollten Sie zudem darauf achten, dass der Feuchtigkeitsanteil der Pflege nun deutlich höher ist als der Anteil von Fett. Letzteres wird nämlich lediglich als wärmende Isolierschicht gebraucht und ist bei steigenden Temperaturen daher überflüssig. Unter einer zu molligen Cremeschicht würde die Haut einen kleinen Hitzestau erleiden. Bemerken Sie scheckige Rötungen oder einen unüblich starken Hautglanz, könnten dies erste Anzeichen dafür sein, dass Ihre Haut nach einer leichteren Pflege verlangt.

Frühling ist flüssig!

Schläfrige Hautzellen lassen sich leicht wachspülen. Vor allem nachts schwitzt der Körper bis zu zwei Liter Flüssigkeit in die Laken. Am besten füllen Sie sofort nach dem Aufwachen die Flüssigkeitsverluste mit reichlich (nicht zu kaltem!) Mineralwasser wieder auf. Über den Tag verteilt sollten Sie zudem mindestens zwei Liter Wasser zu sich nehmen.


 

Was braucht die Haut im Frühjahr? Wie der Rest der Natur reagiert auch die Haut auf die veränderten klimatischen Bedingungen. Für Sie bedeutet der Frühling vor allem eine Phase der erhöhten Zellaktivität. Winterliche Schutzmechanismen, die die empfindlichen Zellen vor strenger Kälte schützen sollten, werden nun gegen eine vermehrte Regenerationsaktivität getauscht. Erneuerungsprozesse sowie die Gewöhnung auf die kommenden sonnigen und damit UV- Licht-intensiven Tage stehen nun auf dem Plan. Wer seiner Haut Gutes tun will, unterstützt sie mit gezielter Pflege bei diesen Aktivitäten. Hierfür eignen sich vor allem nährende Cremes mit den Vitaminen C und E, die den Eigenschutz der Haut erhöhen. Unterstützend auf die Zell-aktivität wirken des Weiteren Ingredienzien wie Koffein, Plankton- oder Weizenkeimextrakt.


Mit der Sonne um die Wette strahlen. Vor allem nach den kalten Wintermonaten wirkt die Haut blass und stumpf. Grund ist die nur träge ablaufende Exfoliation der letzten Monate. Im Winter lief diese körpereigene Zellerneuerung auf Sparflamme, sodass junge, frische Hautzellen bis heute unter einer dicken Schicht verhornten Gewebes brach liegen. Dieser Mantel muss nun behutsam abgetragen werden, um das Strahlen der Haut zurück-zuholen. Regelmäßige Peelings sind dabei die Basis dieses kosmetischen Frühjahrsputzes. Unterstützend wirken überdies exfolierende Cremes, die mit Wirkstoffen, wie Salicylsäure, Acetylglucosamin oder Muskatellersalbei  die entstandene Hornbarriere ablösen. Wirklich gesund und frisch wirkt der Teint aber auch nach einer gründlichen Exfoliation erst dann, wenn nicht nur der Grauschleier, sondern auch pigmentbedingte Unregelmäßigkeiten entfernt wurden. Hierfür gibt es Cremes, die mit Inhaltsstoffen, wie z. B. PhE-Resorcinol, färbende Melanozyten-Ansammlungen aufbrechen und auf diese Weise Pigmentflecken aufhellen. Naturfreunde schwören übrigens auf die tägliche Verwendung eines selbst gemischten Gesichtswassers aus 50 ml Zitronensaft, 50 ml Kamillentee und einem Teelöffel Backpulver. 

Massagen machen munter

Für Frühlingsfrische im Teint zählt nicht allein, welche Inhaltsstoffe man der Haut zuführt, sondern vor allem auch die Art und Weise des Auftragens. Kurze Massagen stimulieren die Zellaktivität und damit nicht nur die Eigenregeneration der Haut, sondern auch die Wirkweise der zugeführten Wirkstoffe. Durch Massagen entspannen und weiten sich nämlich die Hautporen, sodass die Inhaltsstoffe tiefer ins Hautinnere geschleust werden können.  Massieren Sie Ihre Pflege daher gründlich in alle Bereiche des Gesichts und Halses ein. Gehen Sie dabei mit kleinen, kreisenden Bewegungen, aber nur leichtem Druck vor, um die Haut zwar anzuregen, nicht aber zu reizen. Vor allem im Bereich der Augen wirken regelmäßige Streicheleinheiten abschwellend. Wichtig hierbei: Streichen Sie immer nur mit sanftem Druck von der innern zur äußeren Augenpartie; niemals anders herum, um keinen Lymphstau zu provozieren.


Vorsicht vor der Sonne. Sie fühlt sich nicht nur gut an auf unserer Haut, sie sieht darauf auch gut aus. Die lang ersehnten Strahlen der Sonne tünchen unseren Teint in diesen zarten, gesunden Bronzeschimmer und verleihen uns wieder einen frühlingsfrischen Look. Das ist schön. Aber leider auch brandgefährlich. Denn gerade im Frühling ist die Haut noch nicht umfänglich auf Sonne eingestellt. Nur langsam baut die Haut eine Pigmentschicht auf, die die sensible Zell-DNA vor zerstörenden UV-Belastungen schützt. Ungeschützter Konsum der Frühlingssonne ist daher ein trügerischer Genuss. Neben dem hübschen Bronze-Ton können nämlich Schäden in der Haut entstehen, die manchmal erst Jahre später sichtbar sind. Frühe Hautalterung und unschöne Hyperpigmentierungen sind dabei die geringsten Übel. Bösartige Arten von Hautkrebs sind hingegen nicht mehr nur ein kosmetisches Problem. Daher gilt: Schützen Sie die Haut vor der Frühlingssonne. Im alltäglichen Sonnenkontakt bieten Tagespflegen mit Lichtschutz eine gute Schutzgrundlage. Wer sich hingegen länger in der Sonne aufhält, sollte sich mit speziellen Sonnencremes (mindestens LSF 20) schützen.

Braun statt blass. Wer diesen frühlingsfrischen Anstrich auf seine Haut zaubern will, ohne sich der Gefahr einer zu intensiven UV-Belastung auszusetzen, verzichtet auf unmittelbaren Sonnenkonsum und greift stattdessen lieber zu Pflegeprodukten mit einem sogenannten Tanning-Effekt. Viele Tagespflegen enthalten selbstbräunende Wirkstoffe, die bei täglicher Verwendung eine zarte Bräunung auf den Teint zaubern, dabei aber nichts mehr mit veralteten Bräunungslotionen zu tun haben, welche oft einen künstlich gelbstichigen Hautton erzeugt haben. Wer dennoch sichergehen will, dass das Bräunungsergebnis nicht unnatürlich wirkt, mischt einen Klecks herkömmlicher Feuchtigkeitspflege unter die tönende Lotion. Das schwächt den Bräunungseffekt zwar leicht ab, lässt aber das Ergebnis noch gleichmäßiger werden.

Farbenfreude für Ihr Bad

Farben machen fröhlich. Und wer fröhlich ist, sieht frisch aus. Wohnpsychologen raten daher zu einer bewussten Farbwahl für den privaten Lebensraum. Während gedeckte Farben (z. B. Braun oder Grün) im Schlafbereich eine beruhigende Atmosphäre ausstrahlen, verleihen lebendige Farben, wie Gelb oder Orange den ultimativen Energie-Kick. Wie wäre es daher mit einer kleinen Farbauffrischung für Ihr Bad? Bunte Wände, leuchtende Handtücher und knallige Accessoires wecken den Frühling in Ihrem Bad – und bestimmt auch in Ihrem Gemüt.

Augenpflege im Frühling. Wer dem Lenz schöne Augen machen will, muss kosmetisch nachhelfen. Abschwellend wirkt alles, was kühlt und die Durchblutung anregt. Kalte Kamillenteebeutel aus dem Eisschrank helfen ebenso gut wie spezielle Augencremes mit erfrischender Minze oder Eukalyptus. Wer den kühlenden Effekt dieser Produkte noch verstärken möchte, kann seine Augenpflegeprodukte im Kühlschrank aufbewahren. Neben unschönen Schwellungen sind es vor allem Schatten und dunkel gefärbte Ringe, die die Augenpartie müde wirken lassen. Schuld daran sind kleine Äderchen, in denen sich Blut staut und durch die Haut schimmert. Augencremes mit Ginkgo oder Hopfenextrakt wirken solchen Blessuren entgegen, indem sie den Blutfluss in der Haut schneller zirkulieren lassen und gleichzeitig die Zellwände stärken. Aber auch aus der Hausapotheke gibt es ein Geheimmittel gegen dunkle Augenschatten: Zerdrückte Blüten von Rosen und Nelken, die mit einem Teelöffel Olivenöl vermischt und in die Augenpartie massiert werden, sollen Schatten verschwinden lassen. Doch besser als alle Heilmittel ist es noch immer, die dunklen Schönheitsmale erst gar nicht entstehen zu lassen. Alles was Sie dazu brauchen ist etwas Disziplin: Essen Sie wenig Zucker und Salz, trinken Sie nur wenig Alkohol und verzichten Sie auf Nikotin. Wenn Sie nun noch ausreichend schlafen und sich regelmäßig bewegen, dann steht frühlingshaften und strahlenden Augen(blicken) nichts mehr entgegen!

Make-up-Tipps für den Lenz. Die Make-up-Trends des Frühlings locken mit einem Kontrastprogramm aus zarten Pastelltönen und knalligen Signalfarben wie Pink und Blau. Doch Farbakzente sind nicht alles, was das Make-up des Frühlings ausmacht. Auch wer nicht so tief in den Farbtopf greifen will, kann seinen Look dem Lenz anpassen. Vor allem der Teint freut sich über ein neues Frühjahrsgewand aus frischen Farben und Texturen. Denn ebenso wie bei der Pflege gilt auch beim Make-up: weg mit dicken Texturen, die den Teint maskenhaft wirken lassen. Leichter und frischer wirken in der neuen Jahreszeit getönte Lotions oder BB Cremes. Die ersten Strahlen der Sonne erhellen das Antlitz übrigens in besonders hübscher Weise, wenn man ihr Leuchten durch schillernde Puderprodukte auf der Haut zum Reflektieren bringt. Solche Glanzpuder enthalten winzigkleine Kristallpartikel, die sich auf die Haut legen und einfallendes Tageslicht wie kleine Spiegelchen zurückwerfen und so Ihren Teint mit der Sonne um die Wette strahlen lassen.

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