Mittwoch, 19. Juni 2019

Hopfen – Quelle der Ruhe

Ausgabe 2013/10

Wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn.


Foto. Hans Kadereit -ka - wikipedia

Wenn es so richtig zur Sache geht und der Schweiß aus allen Poren dringt, ist es bei guter körperlicher Konstitution ja nicht unbedingt das Schlechteste, bei einer Jause nach getanem Werk auch zum schaumgekrönten Glas zu greifen, aus dem goldgelb ein edles Gebräu herauslacht. Was nun wirklich alles ins Bier rein darf, damit haben sich schon die bayerischen Herzöge und das deutsche Bürgertum um das Jahr 1500 und in der Folge bis in die Gegenwart auseinandergesetzt. Es steht außer Zweifel, dass heute der blonde Gerstensaft rund um den Erdball in sehr hoher und reiner Qualität genossen werden kann, ohne jetzt dem heimischen Brauwesen eine gewisse Vorrangstellung abzusprechen. Einen wertvollen Beitrag lieferten wie so oft die mittelalterlichen Klöster unseres Kontinents, die begannen, den Hopfen zu kultivieren, um ihn zum Konservieren verschiedener Getränke zu nutzen.


Der Hopfen (Humulus lupulus) zählt zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae) und ist zweihäusig. Männliche und weibliche Blüten und Staubgefäße wachsen also nicht auf derselben Staude. Die Pflanze kommt sowohl wild in unserer Heimat vor und wird gleichzeitig auch heute noch auf landwirtschaftlichen Flächen angepflanzt. Die Ernte der Hopfenzapfen findet im Spätsommer statt. Die darin enthaltenen Bitterstoffe haben eine schlafstärkende und beruhigende Wirkung. Die Blüten des Hopfengewächses lassen sich zu einem Tee aufgießen, indem man Folgendes befolgt:
2 Teelöffel getrockneter und zerkleinerter weiblicher Hopfenblüten werden mit ¼ Liter kochendem Wasser übergossen. Das Ganze lässt man anschließend 15 Minuten lang ziehen und seiht es ab. Wer von anhaltenden Ängsten oder nervösen Zuständen geplagt wird, trinkt am besten 3 Wochen lang jeweils früh, mittags und abends eine Tasse Hopfentee. Eine Woche Pause einlegen und dann wiederholen.


Die Hopfenpflanze an sich birgt aber auch die Eigenschaft, um für eine Tugend ein Sinnbild abzugeben. So hat einst Hermann-Josef Weidinger dem Hopfen die Gabe der Bescheidenheit zugedacht. Wer sich als Mensch bescheiden zurücknimmt, der schafft damit gleichzeitig Raum für Größeres und Schöneres, das es auf dieser Welt und darüber hinaus in einer großen Fülle zu entdecken gilt. Somit ist wahre Bescheidenheit auch keine Schwäche. Vielmehr kann damit das geistige Auge geschärft werden, um den wahren Sinn des Lebens zumindest ansatzweise zu erfassen und zu nutzen.

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