Montag, 20. Mai 2019

Holunder animiert die Abwehrkräfte

Ausgabe 2016.05

Drehen wir einmal das Rad der Zeit. „Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum!“ erschallte es vor Weihnachten aus manch gut versteckten musikalischen Konserven.


Foto: Adolf Blaim

In den Einkaufszentren wurde so die Stimmung herbeigeführt, die dann spätestens am Heiligen Abend präsent sein sollte. Doch es gibt neben dem Christbaum, der so oft besungen wird, noch andere „heilige Bäume“, zumindest wenn man es von den Lippen des Volksmunds abliest. Da rangiert an erster Stelle zweifelsfrei der Schwarze Holunder (Sambucus nigra). In ihm haben wir einen guten Freund, der uns das ganze Jahr über zur Seite steht. Im Frühherbst sind die Beeren dieses seit jeher bewunderten Strauches zu ernten, die jedoch für uns Menschen in rohem Zustand nicht genießbar sind. Doch kocht man die schwarzen Früchte, lässt sich aus ihnen ein wertvoller Saft gewinnen. Holunderbeer-Marmelade wiederum enthält viele Vitamine und wertvolle Mineralstoffe.

Aber auch die Blüten haben es in sich: Wer in seinem Kräuterdepot zu Hause getrocknete Blüten vom Holunderstrauch eingelagert hat, kann diese zum Aufbrühen eines Tees heranziehen, der vielfältige Wirkung in sich birgt. Er hilft uns unter anderem, wenn wir unter Hautunreinheiten und dem daraus folgenden üblen Körpergeruch leiden. Einige Zeit hindurch getrunken, bildet er zudem ein Bollwerk gegen Erkältungen.

Und so wird der Tee konkret angerichtet: 2 Esslöffel getrocknete und zerkleinerte Blüten des Schwarzen Holunders (Sambucus nigra) werden mit 1/2 Liter kochendem Wasser übergossen. 15 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen und hernach abseihen. Der fertige Tee soll sehr warm und rasch getrunken werden.

3 Wochen lang eher am Abend angewandt, hilft das unserem Immunsystem, einen wirksamen Schild gegen anrückende Infektionskrankheiten aufzubauen.

Wenn der späte Frühling die Holundersträucher nun bald wieder über und über mit den rahmweißen Blütenschirmen überdeckt, so soll vor allem das Auge diese blühende Pracht bestaunen und die Nase das angenehme Aroma in vollen Zügen aufnehmen, das vom Holunder ausgeht. Wer sich mit Heilkräutern befasst, der sollte dies mit allen vorhandenen Sinnen tun, um so ein gesundes Gleichgewicht zwischen Leib und Seele auszutarieren, das uns im oft rauen Alltag Bestand und Ausgeglichenheit verleiht. Seien wir also dankbar, wenn gleich ums Eck der nächste Holunderstrauch steht, und ziehen wir zumindest im Geiste den Hut vor ihm..

Weitere Informationen:
Kräuterpfarrer-Zentrum
3822 Karlstein/Thaya
Tel.: 02844/70 70-11 oder -31
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.kraeuterpfarrer.at

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