Mittwoch, 22. Mai 2019

Hör mal, wer da summt!

Ausgabe 07-08/2013
Seite 1 von 3

Sie sind extrem fleißig, arbeiten höchst effizient und liefern die Basis für zahlreiche natürliche Therapieanwendungen. GESÜNDER LEBEN zeigt, wie unsere Bienen unser Wohlbefinden steigern.


Foto: Can Stock Photo Inc. - tobkatrina, Can Stock Photo Inc. - RobStark

Oft ernten sie von uns nur eine abweisende Handbewegung und einen genervten Gesichtsausdruck: Wer sich in den Sommermonaten viel im Freien aufhält, in aller Ruhe unter dem Apfelbaum im Garten ein gutes Buch lesen möchte oder sich einen Becher Eis gönnt, hat mit Bienen meist nur wenig Freude. Dabei werden diese fleißigen Insekten zu Unrecht als Quälgeister bezeichnet. Vielmehr ist das emsige Volk für uns Menschen überlebenswichtig, da seine Hauptaufgabe in der Bestäubung von fast 80 Prozent unserer Nutzpflanzen und damit in der Sicherstellung unserer Ernährungsvielfalt liegt, wie Johann Gruscher, Präsident des Österreichischen Imkerbundes, betont. Die aktuelle mediale Aufmerksamkeit, die der Biene  geschenkt wird – Stichwort: Verbot von Neonicotinoiden –, illustriert zusätzlich, wie abhängig wir von diesen, insgesamt ca. 280.000 in Österreich (von etwa 23.000 Imkern) betreuten Bienenvölkern sind.

Gesundes Honigrezept

Hirsecreme mit Beeren
Zutaten: l ½ l Kuh-, Hafer- oder Sojamilch l 100 g feines Hirsemehl oder 100 g Dinkelvollkorngrieß l ½ TL naturreines Vanillepulver l ca. 2 EL flüssiger Honig (vorzugsweise Akazienhonig) l 200 bis 250 ml Schlagobers (o. ä.) l 200 bis 300 g gemischte Beeren

Milch, Hirsemehl und Vanillepulver in einer Pfanne glatt rühren, aufkochen und bei schwacher Hitze köcheln lassen, bis die Creme bindet. Die Creme in eine Schüssel umfüllen und unter zeitweiligem Rühren auskühlen lassen.

Schlagobers steif schlagen.
Hirsecreme mit Schneebesen oder Mixer luftig aufschlagen. Honig und Schlagobers unterrühren. In Glasschalen füllen. Mit Beeren garnieren.
Aus dem Buch „Das goldene Buch vom Honig“ (Hädecke) von Erica Bänziger

Heilung durch Bienen. Warum wir stolz den Hut ziehen sollten, liegt auf der Hand: Neben dem hohen volkswirtschaftlichen Vorteil, der die Honigbiene zum drittwichtigsten Nutztier hinter Rind und Schwein macht, sind es die gesundheitsfördernden und heilenden Kräfte der Bienenprodukte wie z. B. Honig, Propolis, Blütenpollen, Gelée royale oder Bienengift, die beeindrucken. „Ein eigener medizinischer Zweig, die sog. „Apitherapie“ (lat.: „apis“ = Biene), beschäftigt sich mit der Anwendung dieser Bienenerzeugnisse zur Prävention und Heilung von Krankheiten und liefert für ihre Wirksamkeit den wissenschaftlichen Beweis“, so Gruscher. Vor allem in Osteuropa wird die Apitherapie bereits seit Jahrzehnten gleichberechtigt neben der Schulmedizin praktiziert, aber auch in Westeuropa erlebt sie eine Renaissance und setzt sich in zahlreichen Arztpraxen immer mehr durch. Kein Wunder, zählt die therapeutische Anwendung von Bienenprodukten zu den ältesten Heilmethoden der Menschheit.


Wundermittel Honig. Das wohl bekannteste Produkt der Biene ist der Honig. „Das gleichzeitige Zusammenwirken der in ihm enthaltenen Inhalts- und Begleitstoffe, die sich optimal ergänzen und in einem ausgewogenen Mengenverhältnis zueinander stehen, macht Honig so wertvoll“, erklärt Anton Reitinger, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Apitherpaie (ÖGA). Über 180 verschiedene Ingredienzen, darunter eine große Zahl diverser Zuckerarten, Enzyme, Säuren, Vitamine, Tannine, Flavonoide und Mineralstoffe, machen das süße Gemisch zu einer wahren „Power-Mischung“. „Wissenschaftliche Studien der letzten Jahre haben gezeigt, dass der regelmäßige Genuss von Honig nicht nur die körpereigenen Abwehrkräfte stärkt, sondern auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselentgleisungen vorbeugen kann“, so Renate Frank, Dipl. Oecotrophologin aus Roseburg in Deutschland. Antibakteriell und antiviral wirkende Honigbestandteile wirken potenziellen Krankheitserregern entgegen, sind blutdrucksenkend und schützen z. B. vor Magenerkrankungen und Atemwegsinfekten. Sein Einsatz zur Bekämpfung bakterieller Infektionen, aber auch seine Anwendung in der Wundpflege – mit sterilisiertem Medizinalhonig –, wird immer interessanter, da es bisher keinen einzigen Bakterienstamm gibt, der resistent gegen Honig ist.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Hör mal, wer da summt!
Seite 2 Klug durch Honig
Seite 3 Abwehrstärkung mit Blütenpollen

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