Samstag, 25. Mai 2019

Hör auf deinen Körper!

Ausgabe 2017.12/2018.01
Seite 1 von 2

Viele sind es gewohnt, Schmerzen zu haben, sich unwohl zu fühlen oder ständig müde zu sein. Dabei ist das alles andere als normal. Die gute Nachricht: Wir tragen den Schlüssel zu Gesundheit und Wohlbefinden in uns! Wir müssen lediglich (wieder) auf unseren Körper hören. GESÜNDER LEBEN knackt mit Experten unseren „Körpercode“.


Foto: iStock-stevanovicigor

Hand aufs Herz: Wie oft schmerzt Ihr Rücken, Ihr Kopf oder eine andere Stelle Ihres Körpers? Wie oft fühlen Sie sich in Ihrer Haut nicht wohl, leiden unter Verstopfung oder Durchfall? Wie oft sind Sie erschöpft und ausgelaugt? Und wie oft machen Sie trotzdem weiter, weil die Arbeit ansonsten liegen bleiben könnte, der Haushalt schlichtweg erledigt und die Kinder eben versorgt werden müssen? Es scheint, als gehörten derartige „Unannehmlichkeiten“ zum Leben wie das Amen im Gebet. Oder aber man redet es sich halt schön – ganz nach dem Motto: Die Erfordernisse unserer modernen, schnelllebigen und stressigen Zeit verlangen es einfach, dass wir ein paar Abstriche machen. Nur blöd, wenn dabei Gesundheit und Wohlergehen auf der Strecke bleiben.

Verstehen Sie Ihren Körper? Wir merken oft gar nicht mehr, dass unser Körper regelrecht nach Aufmerksamkeit schreit und uns durch Beschwerden aufzeigen möchte, dass wir unsere Ernährung ändern, uns mehr bewegen oder uns schlichtweg eine Pause gönnen sollten. Die US-amerikanische Allgemeinmedizinerin Rachel Carlton Abrams ist davon überzeugt, dass viele Beschwerden und Krankheiten darauf zurückzuführen sind, dass wir nicht mehr mit unserer sogenannten Körperintelligenz in Kontakt stehen. Dabei habe es, so Abrams, nicht nur mit gesundheitlicher Prävention zu tun, wenn wir auf unseren Körper hören. In Wahrheit führe es zu mehr Wohlgefühl und Lebendigkeit, zu einem lebenswerten Leben im Hier und Jetzt, wenn wir (wieder) Kontakt mit dem inneren Wissen aufnehmen, über das unser Körper an sich verfügt. Abrams ist Mitbegründerin der Santa Cruz Medical Clinic in Kalifornien und arbeitet dort im Bereich Familiengesundheit mit Fokus auf der Verbindung von Gesundheit, Lebensstil, Beziehungen, Berufsleben und Umweltaspekten. Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist sie als Ärztin für ganzheitliche Medizin tätig und hat in dieser Zeit festgestellt, dass ein Großteil ihrer Patienten an gleichen oder zumindest ähnlichen Symptomen leidet – nämlich Müdigkeit, Schlaflosigkeit und sexueller Unlust. Außerdem haben viele mit Nahrungsmittelunverträglichen, Allergien, Autoimmunerkrankungen, chronischen Kopf-, Rücken- und Unterleibsschmerzen zu kämpfen. Hinzu kommen häufig Depressionen und diffuse Ängste. Die Gesamtdiagnose von „Doctor Rachel“ – wie sie von ihren Patienten genannt wird – lautet: chronische Erschöpfung.

Buchtipp

buch2Rachel Carlton Abrams

Der Körpercode

250 Seiten, € 20,60
Verlag: Irisiana
Im Laufe ihrer Tätigkeit als Ganzheitsmedizinerin stellte Rachel Carlton Abrams bei ihren Patienten immer wieder ein chronisches Erschöpfungssyndrom fest, das sich in diversen Einzelsymptomen äußerte. In ihrem Buch zeigt sie den Weg zu einem aufmerksameren Umgang mit dem eigenen Körper auf. Ausführlich und mit zahlreichen Studien belegt, beschreibt sie, wie man den eigenen Körpercode auf vier Ebenen (Messen, Spüren, Erkennen, Unterscheiden) entschlüsseln und seinen Körper und dessen Signale somit (wieder) verstehen kann. Außerdem beinhaltet das Buch einen 28-Tage-Plan, mit dessen Hilfe man das eigene Verhalten umstellen kann. Dabei ist jede Woche einem Aspekt der körpergerechten Lebensweise gewidmet: Essen, Schlaf, Bewegung sowie Liebe und Erfüllung.

Ihr Körper weiß, was er braucht. Es sind vor allem Frauen, die die Schreie ihres Körpers immer öfter überhören. Und dass, obwohl der Körper bzw. die körperliche Intelligenz laut Abrams das „beste diagnostische Instrument“ sei, das ihr im Behandlungszimmer zur Verfügung steht: „Symptome sind im Wesentlichen Bedürfnisse, die uns der Körper zu übermitteln versucht. Diese wichtigen Signale aber machen wir zu Krankheiten und behandeln sie mit Medikamenten. Doch Symptome sind keine Ärgernisse, die man betäuben oder ignorieren sollte. Es sind Botschaften, die wir nutzen sollten, damit es uns wirklich gut geht“, schreibt die Medizinerin in ihrem Ratgeber „Der Körper-Code“, in dem sie für einen aufmerksameren Umgang mit dem Körper plädiert. Doch: Was ist überhaupt Körperintelligenz? Was kann man unter Körpercode verstehen? Und vor allem: Wie können wir diesen entschlüsseln? „Den Körpercode verstehen und körperkompetent zu werden, bedeutet, mehr bei sich zu sein, zu wissen, was man wirklich braucht und wann man es braucht. Und es heißt auch: sich vertrauen und seine Bedürfnisse annehmen“, erklärt Abrams.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Hör auf deinen Körper!
Seite 2 Körpercode

Aktuelle Ausgabe & E-Paper


cover 2019-05 130x173

Aktuelles Heft 05/2019

Die nächste Ausgabe erscheint am 7. Juni

 

Unsere Ausgabe 04/2019 als E-Paper Lesen!

Aktuelle Online Umfrage

Wie informieren Sie sich über Nebenwirkungen von Medikamenten?

Kontakt

  • Gesünder Leben Verlags GmbH
  • Johann Strauss Gasse 7/2/5
  • 1040 Wien, Österreich

Information