Dienstag, 21. Mai 2019

Hilfe, ich brauche eine Brille!

Ausgabe 2013/02
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Irgendwann geht selbst hartnäckigen Brillenverweigerern der mangelnde Durchblick gehörig auf die Nerven. GESÜNDER LEBEN wagt einen Selbstversuch und begibt sich auf die Suche nach der perfekten Brille.

Foto: © Can Stock Photo Inc. - Lvnel
Neulich in der Bank war es mir unmöglich, eine Überweisung auszufüllen. Vor Kurzem verpasste ich – weil ich den Fahrplan nicht entziffern konnte – einen Zug und musste bei Eiseskälte irgendwo im Nirgendwo mehr als eine Stunde auf den nächsten warten. Die Folge: ein grippaler Infekt, der mich ans Bett fesselte und mir Zeit zum Nachdenken bescherte. Die Erkenntnis daraus: Ich brauche (dringend) eine Brille.

Irgendeine Brille bringt gar nichts. Die Lesebrille meines Mannes lag in Griffweite. Doch weder er noch meine Augen waren angetan vom Brillen-Teilen. Eine eigene günstige Lesebrille von der Stange kann ich mir auch kaufen. Damit wäre mein Problem schnell gelöst. Ich habe also ein halbes Dutzend Brillen mit verschiedenen Dioptrien ausprobiert. Keine davon hat gepasst. Der Grund war schnell gefunden. Ich hätte nämlich, wie der einzige Optiker in unmittelbarer Nähe flugs feststellte, zwei recht unterschiedliche Sehstärken. Eine Fertigbrille – einerlei in welcher Preisklasse – käme demzufolge für mich nicht infrage. Die Auswahl an Fassungen in seinem Geschäft war enden wollend und entsprach ganz und gar nicht meinem Geschmack. Ein Gestell aus dem Katalog aussuchen wollte ich nicht. Kurz und gut: Ich musste weitersuchen.

So halten Sie Ihre Augen fit!
Auch die Augen brauchen Entlastung und konsequentes Training. So bleiben Ihre Augen gesund.
Augen zumachen
Schließen Sie mehrmals am Tag für mindestens zehn Sekunden Ihre Augen und atmen Sie bewusst ein und aus. Die entspannende Wirkung macht sich sofort breit.
- Augen abdunkeln
Machen Sie Ihre Augen zu und stützen Sie Ihr Gesicht auf die geöffnete Handfläche. Verbleiben Sie so lange es Ihnen guttut in dieser Stellung. Die einkehrende Ruhe tut nicht nur Ihren Augen gut!
- Einfach schauen
Lassen Sie – ohne dabei Gegenstände zu fixieren – Ihren Blick durch den Raum, die Umgebung, die Landschaft schweifen. Diese Übung vermeidet die einseitige Belastung der Muskulatur.
- Konzentriert schauen
Fixieren Sie für jeweils drei Sekunden fünf Gegenstände im Raum. Wichtig dabei ist, dass Sie zwischen Boden, Plafond und Wänden wechseln.
- Bewusst blinzeln
Im Schnitt blinzeln die Augenlider etwa 20-mal pro Minute. Tränenflüssigkeit wird so über die Augenoberfläche verteilt. Deutlich weniger wird beim starren Blick auf den Fernseher oder den Monitor geblinzelt. Wer regelmäßig bewusst blinzelt beugt trockenen Augen vor.
- Augäpfel rollen
Was machen Sie, wenn Sie genervt sind? Richtig! Sie rollen die Augen aufwärts. Starten Sie damit und beschreiben Sie in Folge mit Ihren Augäpfeln möglichst große Kreise in beide Richtungen. Durchqueren Sie den Kreis kreuz und quer. Abwechselnd schnell und langsam. Öffnen und schließen Sie während der Übung Ihre Lider. Konsequent durchgeführt, halten Sie so Ihre Augenmuskulatur fit.
- Abwechselnd fokussieren
Halten Sie Ihren Kopf ganz gerade und fixieren Sie für mindestens fünf Sekunden abwechselnd einen Gegenstand in unmittelbarer Nähe und einen in der Ferne. Gutes Training, um die Altersweitsichtigkeit etwas hinauszuzögern.
- Scharf stellen
Decken Sie mit der Hand ein Auge zu. Nehmen Sie eine Zeitschrift in die andere Hand. Fokussieren Sie mit dem offenen Auge das Blatt und bewegen Sie dieses langsam nach vorne und zurück. Stellen Sie Ihre Augen, in jeder Entfernung, so scharf wie möglich ein. Wiederholen Sie die Übung dreimal. Danach wechseln Sie die Seite.
- Augen spreizen
Reißen Sie Ihre Augen so weit wie möglich auf. Legen Sie Ihre Stirn mit den Augenmuskeln in Falten. Entfalten Sie Ihre Stirn langsam und schließen Sie Ihre Augen. Blinzeln Sie fünfmal und wiederholen Sie die Übung ebenso oft. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass diese Art von Gesichtsakrobatik auch gegen Faltenbildung empfohlen wird.
- Schleifen ziehen
Halten Sie einen Stift etwa zehn Zentimeter vom Gesicht entfernt senkrecht in Augenhöhe. Zeichnen Sie Luftachter und folgen Sie den Schleifen mit Ihren Augen.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Hilfe, ich brauche eine Brille!
Seite 2 Seine Brille sollte man zumindest mögen

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