Montag, 10. Dezember 2018

Haselkätzchen gegen Grippe und Fettleibigkeit

Ausgabe 2017.02

Jetzt, vor Beginn der Vegetationsperiode, steckt in den unterirdischen Wurzeln sehr viel Kraft, die sowohl der künftigen Pflanze die nötige Energie mitgibt als auch für den heilungsbedürftigen Menschen die entsprechenden Inhalte bereithält.


Also, „carpe tempum!“ – Nütze die Zeit! –, würden die alten Lateiner sagen. Das gilt auch für den Haselstrauch (Corylus avellana), der sich aufgrund seiner langen überhängenden Blütenkätzchen ohnehin von der scheinbar noch schlummernden Vegetationsumgebung abhebt. Wenn man von der Haselnuss spricht, so denkt man unwillkürlich an die Nüsse. In der Folge rinnt uns womöglich der Speichel im Mund zusammen, da einem die vielen Leckereien aus Nougat in den Sinn kommen. Generell ist der Genuss von Haselnüssen empfehlenswert. Die Gemeine Hasel zählt zu den Birkengewächsen. Sie sind einhäusige Pflanzen und gehören im Frühling zu den ersten, die den Bienen Pollen liefern. Nun haben also bald die Blüten des Frühlingskünders ihre Saison, die wir Menschen ebenfalls gewinnbringend nutzen dürfen. Von Februar bis April kann man je nach Standort und Höhenlage die männlichen Blütenkätzchen an den Haselnussstauden sammeln. Bei deren Anwendung stehen Krankheiten im Vordergrund, die sich vor allem im ausgehenden Winter noch einstellen können, wie etwa die allseits gefürchteten Grippeepidemien. Gerade dann, wenn man merkt, dass sich der Körper bereits gegen eindringende Keime zu wehren beginnt, sollte man auf die männlichen Blüten der Haselnuss zurückgreifen. Sie vermögen eben mehr, als nur mit ihrem Blütenstaub allergische Reaktionen hervorzurufen. Die Haselkätzchen können übrigens auch getrocknet und so für den restlichen Verlauf des Jahres aufbewahrt werden.

Tee aus Haselblüten: Sobald an den Zweigen der Haselnussstauden die würstelförmigen Kätzchen gut ausgebildet sind, kann man darangehen, diese zu ernten. Entweder legt man sie zum Trocknen auf – oder verwendet sie gleich frisch. Im herkömmlichen Heißaufguss (2 Teelöffel für 1/4 l Wasser und 15 Minuten ziehen lassen) sollte daraus ein Tee gekocht werden, den man im Fall einer Grippe trinken möge, um besser ins Schwitzen zu kommen. Drei Schalen pro Tag reichen dafür. Nach dem Trinken hüllt man sich am besten fest in Decken ein. Der Frühling wiederum bringt für viele von uns auch eine Herausforderung für den Kreislauf mit sich, hier können die Haselblüten mithelfen, diese abzufedern. Ebenso hat der Tee bei Fettleibigkeit einen positiven Effekt.

Weitere Informationen:
Kräuterpfarrer-Zentrum
3822 Karlstein/Thaya
Tel.: 02844/70 70-11 oder -31
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.kraeuterpfarrer.at

 

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