Sonntag, 23. September 2018

Guten Morgen! Der perfekte Start in den Tag

Ausgabe 2018.03
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er gute Morgen macht einen guten Tag. Rituale, von der liebevollen Körperpflege bis zur Prise Achtsamkeit, helfen dabei, dass die ersten Minuten nach dem Aufwachen gut werden. Und Sie mit Leichtigkeit und Fröhlichkeit im Herzen in den Tag starten.


Foto: iStock-SanneBerg

Während die einen morgens voller Elan und ohne Wecker aus den Federn hüpfen, quälen sich die anderen aus dem Bett, nachdem sie gefühlte 100-mal auf die Schlummertaste gedrückt haben. Wenngleich die meisten Menschen weder extreme Frühaufsteher noch ausgeprägte Langschläfer sind, gibt es immer eine gewisse Tendenz – sei es zu den morgenfrischen Lerchen, sei es zu den nachtaktiven Eulen. So oder so führt am Aufstehen kein Weg vorbei.

Buchtipp

buchInga Heckmann
„Das kleine Buch vom guten Morgen“
Irisiana, 176 S., € 16,50
Die Autorin zeigt in ihrem Buch, wie man mithilfe kleiner Rituale, einer liebevollen Körperpflege und einer Prise Achtsamkeit aus einem normalen oder gar miesen Morgen einen guten machen und mit Leichtigkeit in den Tag starten kann.

GESÜNDER LEBEN hat sich zusammen mit Inga Heckmann, Autorin des eben erschienenen „kleinen Buchs vom guten Morgen“, Gedanken darüber gemacht, wie der Start in den Tag besser, wenn nicht sogar perfekt verlaufen kann.

Jedem sein Morgen. Es gibt unzählige Tipps rund um die morgendliche Routine – von Kneipp-Güssen bis zur Meditation, von Yoga bis zum Stretching, vom rohen Smoothie bis zum gekochten Frühstück. „Welches Ritual zum eigenen wird, ob es eines oder mehrere sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Was für den einen passt, muss für den anderen noch lange nicht stimmig sein“, so Heckmann. Wer sich durch die erwachende Natur angespornt fühlt und den Start in den Tag künftig durch das eine oder andere Ritual verbessern möchte, dem seien die folgenden Tipps ans Herz gelegt. Damit der Schuss allerdings nicht nach hinten losgeht, gilt es, zwei Dinge zu beachten: Erstens sollte man klein anfangen – beispielsweise mit zwei Ritualen. Überlegen Sie sich, welche das sein könnten: Was würde Ihnen Freude bereiten und Energie für den ganzen Tag liefern? Außerdem sollte man sich Gedanken darüber machen, wann und wie diese neue Morgenroutine untergebracht werden könnte. Sehr wahrscheinlich aber wird man – und das bringt uns zum zweiten Punkt – früher aufstehen müssen. Vielleicht sind es nur fünf Minuten, vielleicht zehn. Wichtig ist, dass Sie sich so viel Zeit nehmen, wie Sie wollen und können. Andernfalls droht Stress – im Kopf und im Ablauf – und davon haben wir im Alltag genug.

Und noch etwas vorweg: Jeder sollte die für sich richtige Reihenfolge finden. Gehen Sie dabei nach dem „Lust-und-Laune-Prinzip“ vor, dann klappt’s auch mit dem guten Morgen.

1. Guten-Morgen-Tipp: Wie man sich bettet

Die Weichen für einen guten Morgen werden bereits am Abend zuvor gestellt, denn die wichtigste Grundlage eines guten Morgens ist eine erholsame Nachtruhe. Eine qualitativ hochwertige Matratze, ein gut durchlüftetes Schlafzimmer und eine Raumtemperatur zwischen 16 und 18 Grad gelten laut Experten als schlaffördernd, exzessives Fernsehen oder bis spätabends am Computer zu arbeiten hingegen nicht. Und dass Stress einem den Schlaf rauben kann, haben die meisten schon am eigenen Leib erfahren. Allein: Manche Dinge kann man nicht verhindern. Soll heißen: „Es kann durchaus passieren, dass man mal keine gute Nacht hatte und nicht optimal aufwacht“, weiß Inga Heckmann, die in diesen Fällen ganz bewusst ein paar tiefe Atemzüge nimmt. Dies versorgt den Körper mit Sauerstoff, massiert die inneren Organe und beruhigt das Nervensystem. „Legen Sie eine Hand auf den Bauch, damit Sie spüren, wie Sie ein- und ausatmen. Diese Konzentration auf die Atmung stoppt auch die Gedankenspirale.“

2. Guten-Morgen-Tipp: Erst strecken, dann aufstehen
Reißt uns der Wecker aus einer Tiefschlafphase, fühlt man sich gleich nach dem Aufwachen wie gerädert. Dann ist es besonders wichtig, sich noch im Bett liegend zu strecken: „Nehmen Sie die Arme über den Kopf, strecken Sie die Beine aus und dehnen Sie sich in alle Richtungen. Das dauert nur eine Minute, hilft aber, ganz anders in den Tag zu starten. Durch das Räkeln und Strecken wird nämlich die Muskulatur aufgeweckt und die Atmung kommt in Schwung“, weiß Heckmann.


3. Guten-Morgen-Tipp: Natürlich frühstücken
„Frühstücken wie ein Kaiser, mittagessen wie ein König, abendessen wie ein Bettler“, lautet ein altes Sprichwort. Daher hört und liest man immer wieder: „Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages.“ Die Wissenschaft ist sich mittlerweile jedoch nicht mehr so sicher, ob das Frühstück tatsächlich halten kann, was versprochen wird: So soll es Energie liefern und dafür sorgen, dass man mehr leisten kann. Zudem kurble es den Stoffwechsel an und helfe dadurch, Kalorien zu verbrennen. Außerdem heißt es: Wer nichts frühstückt, isst im Laufe des Tages mehr. Die meisten Annahmen basieren aber auf Beobachtungsstudien und laut James Betts, Ernährungswissenschafter an der Universität Bath (UK), sei die Antwort auf die Frage, ob man unbedingt frühstücken soll, nicht so einfach und eindeutig, wie bislang angenommen. Inga Heckmann kommt zum Schluss: „Wie man frühstückt, muss jeder für sich entscheiden. Es ist jedenfalls unsinnig, sich zum Essen zu zwingen, wenn man keinen Hunger hat.“ Wem allerdings morgens der Magen knurrt, der sollte auf natürliche Kost statt auf Fertigmüsli und überzuckerte Joghurts setzen: Ob Vollkornbrot mit selbst gemachtem (Topfen-)Aufstrich, Obst oder Smoothie, eigenhändig zusammengestellte Cerealien oder warmer Frühstückbrei: Gefrühstückt wird, was schmeckt und guttut.


4. Guten-Morgen-Tipp: Auf jeden Fall trinken
Auch dem Glas Wasser auf nüchternen Magen werden zahlreiche positive Effekte zugeschrieben: vom Entgiften über die Ankurbelung der Verdauung bis zu glänzendem Haar und gesunder Haut. So oder so steht außer Frage, dass wir in der Früh etwas trinken sollten – wenn nicht sogar müssen. Denn: „Wir verlieren im Schlaf bis zu zwei Liter Flüssigkeit und diesen Verlust gilt es am Morgen auszugleichen“, weiß Heckmann, die immer eine Flasche Wasser neben dem Bett stehen hat und somit noch vor dem Aufstehen ihren Wasserhaushalt reguliert. Ob es nun (lauwarmes) Wasser, Kaffee, Kräuter-, grüner oder ein anderer Tee ist oder ob man auf frisch gepresste Säfte setzt, ist – einmal mehr – Geschmackssache.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Guten Morgen! Der perfekte Start in den Tag
Seite 2 Guten-Morgen Tipp

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