Sonntag, 19. Mai 2019

Guten Morgen!

Ausgabe 2017.03
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Langsam, aber doch werden die Tage wieder länger. Dennoch fällt das Aufstehen nicht immer so leicht, wie man das gerne hätte. GESÜNDER LEBEN hat die besten Expertentipps, wie jeder Morgen zu einem guten Morgen wird.


Foto: © Can Stock Photo - 4774344sean

… und täglich grüßt das Murmeltier, denkt sich der eine oder andere, wenn morgens der Wecker läutet, man beinhart aus der wunderschönen Traumwelt gerissen wird und in der Realität des Alltags landet. Manch einer versucht zwar, sich selbst zu überlisten, stellt den Wecker zehn Minuten früher und dreht ihm dann – der Schlummertaste sei Dank – noch mal den Rücken zu. Andere wiederum wachen schon vor dem Klingeln auf oder brauchen erst gar keinen Wecker und springen ohne Probleme aus den Federn. Den Unterschied macht der individuelle und genetisch bedingte Biorhythmus: Morgenmenschen, sogenannte Lerchen, sind vor allem in der Früh überaus aktiv und leistungsfähig, gehen dafür abends schon zeitig ins Bett. Umgekehrt die Eulen, also die Abendmenschen, die morgens nur schwer in die Gänge kommen, dafür mitunter bis tief in die Nacht aufbleiben. Viel daran ändern kann man eigentlich nicht – sprich: Wer morgens gerne und gut aufsteht, wird abends immer so seine Probleme haben, lange wach zu bleiben. Und viele Lerchen wollen auch gar nichts daran ändern, dass sie kein Problem haben, aufzustehen. Schließlich ist der Tagesbeginn für sie meist eine besondere Zeit, in der sie in aller Ruhe die Zeitung lesen, eine Joggingrunde drehen, auf die Turn- oder Yogamatte steigen oder schlichtweg ein ausgiebiges Frühstück genießen können. Dennoch: Den Morgenmuffeln unter uns „weismachen“ zu wollen, dass man doch so viel mehr vom Tag hat, wenn man früh aufsteht, wird nur in den seltensten Fällen fruchten. Eulen werden sich wohl nie über die ersten Sonnenstrahlen freuen – und schon gar nicht über das Klingeln des Weckers. Zum Glück aber gibt es Tipps und Tricks, wie wir morgens in Schwung kommen – und die können Lerchen, aber auch Eulen zu einem guten Start in den Tag verhelfen.

Kuscheln oder strecken

Der Trick, den Wecker fünf oder zehn Minuten früher zu stellen, ist gar nicht so schlecht. Allerdings nur dann, wenn man sich nicht einfach umdreht und weiterdöst, sondern wenn man die „gewonnene“ Zeit nutzt, wach zu werden. Das geht einerseits hervorragend beim Kuscheln mit dem Partner, wie Gesundheitspublizist Prof. Hademar Bankhofer erklärt: „Wer einen Partner hat, mit dem er oder sie morgens gemeinsam aufwacht, sollte am besten gleich munter draufloskuscheln. Denn beim Kuscheln im Bett – oder mehr – wird reichlich ‚Kuschel-Hormon’ Oxytocin produziert und das geleitet uns stressfrei, aber dynamisch in den Tag.“ Wer alleine ist und dennoch schwungvoll in den Tag starten möchte, kann dies auch mit etwas Morgengymnastik im und ums Bett tun. Bankhofer: „Man sollte gar nicht gleich aus dem Bett hüpfen, sondern lieber noch ein paar Minuten liegen bleiben und sich dabei dehnen und strecken. Unter anderem können Sie die Hände zu Fäusten formen, Arme und Beine von sich strecken und laut gähnen. Jetzt sind Sie bereit, um aus dem Bett zu steigen. Aber nicht gleich ins Bad, sondern erst noch circa 30-mal auf den Zehen auf und ab wippen und dabei beide Arme nach oben strecken. Mit diesen Übungen bringen Sie den Kreislauf in Schwung.“

Fenster auf und Wechselduschen

Ein paar tiefe Atemzüge am offenen Fenster lassen einen im ersten Moment womöglich ein wenig zusammenzucken, immerhin sind die Temperaturen an einem frühen Märzmorgen durchaus gewöhnungsbedürftig. Allerdings versorgen wir so den gesamten Organismus mit einer Ladung frischem Sauerstoff, was den Kreislauf einmal mehr ankurbelt. Und da es nun schon wieder etwas früher hell wird, können wir unter Umständen gleich auch Licht tanken, was uns zusätzlich dabei unterstützt, das Sandmännchen aus den Augen zu reiben, denn, so Experte Bankhofer, „über die Netzhaut der Augen und über das Gehirn werden wir durch das Licht von draußen schneller wach. Künstliches Licht schafft das nicht.“ Als Turbobooster für den Kreislauf gilt freilich das Wechselduschen: Dieses belebt, sorgt generell für eine höhere Leistungsfähigkeit und kann sogar beim Entgiften helfen. Wichtig dabei: Der Körper sollte warm sein! Sprich: Zuerst ganz normal duschen und erst nach ein paar Minuten zum kalten Nass übergehen. Es empfiehlt sich – auch für „harte Jungs und Mädels“ –, den Körper langsam an das kalte Wasser zu gewöhnen: Erst das rechte Bein, dann das linke, dann den rechten Arm, gefolgt vom linken und erst zum Schluss Rücken, Brust und Gesicht. Nun lässt man noch mal herrlich warmes bzw. heißes Wasser über den Körper fließen, bevor man erneut auf eisig bis kaltes Wasser schaltet. Im Übrigen lautet die Devise: So heiß wie möglich und so kalt wie möglich. Wechselduschen eignen sich im Grunde für jeden, allerdings sollten ältere, gebrechliche und kränkliche Menschen sowie Personen mit Herzproblemen aufpassen und zuerst den Arzt ihres Vertrauens konsultieren.

 

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