Sonntag, 19. Mai 2019

Gut zu Fuß

Ausgabe 10/2010
Fußpilz betrifft jeden Vierten. Unbehandelt kann er sich ausbreiten und sogar die Nägel befallen. Konsequente Behandlung schlägt ihn in die Flucht.

Foto: Aldo Murillo - istockphoto.com
Oft passiert es im Schwimmbad, in der Sauna, im Fitnesscenter oder wenn man Schuhe und Socken aus nicht atmungsaktiven Materialien trägt: Der lästige Fußpilz, unter dem rund 20 Prozent der Europäer leiden, wird direkt von Mensch zu Mensch übertragen. Und zwar sowohl über erregerhaltige Schüppchen auf Fußböden und Badematten als auch über Strümpfe und Schuhe. Begünstigt wird die Übertragung unter anderem durch Barfußgehen, Feuchtigkeit und Wärme, wobei die beiden Letzteren besonders gute Voraussetzungen für die Pilze schaffen, sich zu vermehren und in die aufgeweichte Haut einzudringen. Die dicke Hornschicht der Fußsohle ist nach dem Bad aufgequollen und kann ihre Schutzfunktion nicht mehr so gut wahrnehmen. Winzige Pilzsporen schlüpfen dann sehr leicht hinein und wachsen in den oberen Hornschichten der Haut.

Vorsicht vor den Folgen
Was folgt ist unangenehm: Juckreiz, Rötung, Schuppenbildung sowie ein feuchtes Aufweichen der Haut, besonders in den Zehenzwischenräumen. So harmlos der Pilz an sich sein mag, so gefährlich sind allerdings die Folgeerkrankungen, wenn nicht rechtzeitig und fachgerecht eingegriffen wird. Vor allem der Juckreiz birgt ein Verletzungsrisiko, aus dem sich schwerwiegende Super-Infektionen mit Bakterien entwickeln können. Weil man nämlich unweigerlich kratzt. Deshalb sollte Fußpilz unbedingt lokal mit pilzwirksamen Medikamenten – so genannten Antimykotika – behandelt werden. Die Therapie muss auch noch zwei bis drei Wochen nach Abklingen der Symptome weitergeführt werden, um Rückfälle und chronische Pilzerkrankungen, die dann auch zur schmerzhaften Beteiligung der Nägel führen können, zu vermeiden.

Hauptsache trocken
Bei der Vorsorge gegen das lästige Leiden hat das Trockenhalten der Zehenzwischenräume oberste Priorität. Die Experten raten zu desinfizierendem Puder mit hoher Wasserabsorptionsfähigkeit. Schwitzt man sehr stark und leidet zudem unter sehr engem Zehenstand, so wird die zusätzliche Einlage eines Stoffstreifens empfohlen. Schuhe und Strümpfe kann man durch Einsprühen mit einem Antimykotikum oder durch ein entsprechendes Puder desinfizieren. Generell sind auch enges Schuhwerk und Synthetikmaterialien bei Schuhen und Strümpfen tunlichst zu vermeiden. Vor allem in den Pilz-Brutstätten Schwimmbad und Sauna ist höchste Vorsicht gefragt, um den ungebetenen „Mitläufern“ ja keine Chance zu geben.

So schützen Sie sich vor Fußpilz
  • Benutzen Sie nur eigene Handtücher und Schuhe.
  • Wechseln Sie die Handtücher regelmäßig.
  • Tragen Sie in Schwimmbädern, Saunen und Fitnesscentern Badeschuhe.
  • Ziehen Sie auf Reisen im Hotelzimmer immer Hausschuhe an – gehen Sie in Hotels grundsätzlich nie barfuß.
  • Pflegen Sie Ihre Füße und Zehennägel regelmäßig.
  • Tragen Sie luftdurchlässiges Schuhwerk.
  • Verwenden Sie Baumwollsocken statt synthetischer und wechseln Sie diese täglich.

Aktuelle Ausgabe & E-Paper


cover 2019-05 130x173

Aktuelles Heft 05/2019

Die nächste Ausgabe erscheint am 7. Juni

 

Unsere Ausgabe 04/2019 als E-Paper Lesen!

Aktuelle Online Umfrage

Wie informieren Sie sich über Nebenwirkungen von Medikamenten?

Kontakt

  • Gesünder Leben Verlags GmbH
  • Johann Strauss Gasse 7/2/5
  • 1040 Wien, Österreich

Information