Samstag, 25. Mai 2019

Gesundheit durch Heilkräuter

Ausgabe 12/2011-01/2012
GESÜNDER LEBEN freut sich, mit Kräuterpfarrer Benedikt Felsinger den kompetentesten Experten für Heilkräuter und deren Wirkung auf unser Wohlbefinden zu präsentieren.  In dieser Ausgabe bringt uns Felsinger die Kornelkirsche, einen feinherben Vitaminspender, näher.

Foto: Benedikt Felsinger Welche Pflanze liefert uns die Dirndln, aus denen der feine Aperitif gebrannt wird? Nun, der Dirndlstrauch ist nichts anderes als die Kornelkirsche. Seine Familie sind die Hartriegelgewächse. Sein Holz ist das härteste, das auf dem europäischen Kontinent wächst. Schon der griechische Schriftsteller Pausanias hat uns überliefert, dass das Trojanische Pferd aus dem Holz der Kornelkirsche gefertigt wurde, ebenso der legendäre Bogen des Odysseus, den nur er selbst zu spannen vermochte.

Vom Dirndlstrauch wurde früher alles verwendet: Blätter, Rinde, Früchte und das Holz. Heute spielt die Pflanze kaum mehr eine wirtschaftliche Rolle, was uns aber nicht hindern sollte, uns den heilsamen Wert der Kornelkirsche wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Die Früchte machen durch ihre leuchtend rote Farbe auf sich aufmerksam. Wer diese vom Strauch pflückt und kostet, wird kaum ein freundliches Gesicht bewahren können. Es ist besser, Geduld zu haben und zu warten, bis die reifen Früchte von alleine zu Boden fallen. Erst dann sind sie wirklich genießbar, haben aber immer noch eine zusammenziehende Wirkung. Die Dirndln sind botanisch nicht mit den Kirschen verwandt. Nur ob der Frucht mit dem harten Kern werden sie Kornelkirschen genannt. Wer diese genießt, bekommt vor allem Vitamin C, Fruchtsäure und Mineralstoffe mitgeliefert.

Die Rinde des Gelben Hartriegels kann zudem für ein altes Hausmittel verwendet werden. So werden hierfür nicht zu dicke Zweige im Winter vor der Blüte vom Strauch geschnitten. Anschließend wird die Rinde abgeschabt, getrocknet und zerkleinert. Diese setzt man im kalten Wasser an und kocht sie nach drei Stunden zu einem Tee auf, den man fünf Minuten ziehen lässt. Wenn er mäßig warm getrunken wird, kann er Fieber senken und wegen seines hohen Gerbstoffgehaltes Magenverstimmungen und Durchfall lindern.

Wer zu Hause im Garten eine Kornelkirsche gepflanzt hat, der hat für die Bienen im zeitigen Frühjahr den Tisch bereits vorbereitet. Denn die gelben Blüten des Dirndlstrauches, die schon im Februar aufbrechen können, sind mehr als nur eine Augenweide.


Heilkräuter aus dem Klostergarten
In seinem neuen Buch „Heilkräuter aus dem Klostergarten“ erzählt Benedikt Felsinger von den Wundern der Natur und den Gaben, die uns Gott gegeben hat. Er beschreibt detailreich zahlreiche Heilkräuter und Pflanzen – und gibt Tipps, wie wir dank deren Hilfe gesund bleiben – oder werden.

Kräuterpfarrer Benedikt Felsinger, Heilkräuter aus dem Klostergarten, Ueberreuter, 160 Seiten, 19,95 Euro

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