Sonntag, 22. September 2019

Gesundheit & Vitalität

Ausgabw 2014.10

Aktuelle Tipps für Ihr Wohlbefinden – Achten Sie auf sich!


Foto: Jürgen Nießen - pixelio.de

 

Psychische Erkrankungen

Probleme in österreich
Weltweit nehmen sich jährlich 800.000 Menschen das Leben, in Österreich verzeichnete man im Vorjahr 1.300 Suizide. „Prävention, Sensibilisierung und Enttabuisierung psychischer Krankheiten können dazu beitragen, diese Zahlen zu verringern“, sagt Bettina Fink, Obfrau der Fachgruppe Psychiatrie in der Österreichischen Ärztekammer. Österreich habe viel aufzuholen – sowohl, was die ärztliche Versorgung angehe, als auch in gesellschaftlicher Hinsicht. Fink: „Psychische Krankheiten werden nach wie vor als stigmatisierend empfunden und tabuisiert.“ Vor allem kritisiert Fink, dass es nach wie vor strukturelle Defizite in der fachärztlichen Versorgung gebe. So gibt es in ganz Österreich lediglich 140 Kassenstellen für Psychiatrie und Neurologie. Weiters kritisiert Fink die langen Wartezeiten auf Termine, die suizidgefährdeten Menschen zum Verhängnis werden können. Zusätzliche Erschwernisse wie zu wenig Zeit für Untersuchungen und Behandlungen sowie das geringe Interesse des medizinischen Nachwuchses an dieser Fachrichtung würden die Problematik weiter verschärfen, betont die Expertin.

Das kostet Sie Lebensjahre!

Eine aktuelle Langzeitstudie des Deutschen Krebsforschungszentrums listet nun ganz klar jene Risikofaktoren auf, die uns wertvolle Lebensjahre kosten.
Für viele überraschend: Ein Mangel an körperlicher Aktivität macht sich laut Studie nicht durch einen signifikanten Verlust an Lebenserwartung bemerkbar.
Eine Kombination der folgenden Faktoren ist besonders ungünstig für die Lebensdauer: So büßt laut Studie ein männlicher adipöser starker Raucher, der viel trinkt und viel rotes Fleisch verzehrt, bis zu 17 Jahre Lebenserwartung ein (bei einer Frau sind es 13,9 Jahre).

Brustkrebs IST KEINE Frauenkrankheit!

Jede achte Frau in Österreich hat ein erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Da liegt es nahe, dass Brustkrebs nach wie vor als „Frauenkrankheit“ tituliert wird. Falsch, wie Experten betonen, denn: Auch Männer können an Brustkrebs erkranken. In Österreich sind dies 30 bis 40 Männer im Jahr. Männer sind bei der Diagnosestellung im Schnitt fast zehn Jahre älter als erkrankte Frauen, was auch daran liegt, dass der Knoten in der Brust sehr spät entdeckt wird. Prinzipiell orientiert sich die Behandlung an den Leitlinien, die für das Mammakarzinom bei der Frau gelten. Jedoch haben die meisten Brustkrebs-Ärzte mit männlichen Patienten wenig Erfahrung. Dazu kommt, dass etliche Medikamente bei Männern wirkungslos sind, da diese einen anderen Hormonhaushalt als Frauen haben. Unser Aufruf an unsere männlichen Leser: Tasten auch Sie regelmäßig Ihre Brust ab und schämen Sie sich nicht dafür!

Starkes Rauchen:
Männer: minus 9,4 Jahre
Frauen: minus 7,3 Jahre

Adipositas:
Männer: minus 3,1 Jahre
Frauen: minus 3,2 Jahre

Starker Alkoholkonsum:
Minus 3,1 Jahre (nur Männer)

Hoher Verzehr von rotem Fleisch:
Männer: minus 1,4 Jahre Frauen: minus 2,4 Jahre

BMI unter 22,5 kg/m2
Männer: minus 3,5 Jahre
Frauen: minus 2,1 Jahre

Diabetes: Das Gehirn schrumpft

Laut einer US-Studie kommt es im Verlauf des Typ-2-Diabetes zu einer Verkleinerung des Gehirns, die auf eine beschleunigte Alterung des Denkorgans hinweist. Je länger die Patienten am Typ-2-Diabetes litten und je höher der Blutzuckerspiegel war, desto kleiner war ihr Gehirn. Die Unterschiede waren vor allem in der grauen Hirnsubstanz erkennbar, in der sich die Nervenzellen befinden. Auf zehn Jahre gesehen verloren Typ-2-Diabetes-Patienten im Durchschnitt 4,28 von 463,9 Kubikzentimetern ihrer grauen Hirnsubstanz, was einer beschleunigten Alterung entspricht. „Ihr Gehirn war um zwei Jahre älter als das von gleichaltrigen Nicht-Diabetes-patienten“, so die Studienleiter.

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