Samstag, 24. August 2019

Gesund um den Globus

Ausgabe 06/2010
Egal, wohin Sie auch reisen – ein bisschen Gesundheit sollten Sie schon einpacken. Was unbedingt in Ihre Reiseapotheke muss, haben wir für Sie aufgelistet. Schöne Reise!

Foto: EDGE69 - istockphoto.com
Ich packe meinen Koffer und nehme mit: Bikini, Sonnenbrille, Liebesroman und Cocktailkleid. Und: Bitte unbedingt auch eine Reiseapotheke. Denn: In einer süditalienischen Apotheke eine Schmerztablette zu ordern, kann mitunter zur schmerzhaft problematischen Erfahrung werden. Also bitte vorsorgen! Gewusst wie, lautet dabei das Motto. Damit Sie nicht noch zusätzlich ein Extra- Gepäckstück brauchen, empfiehlt es sich, nach Plan vorzugehen. „Hilfreich sind zudem Medikamente, die sowohl Kinder als auch Erwachsene nehmen können“, sagt Mag. Eva Lichtnegger von der Grazer Adler Apotheke. Die Pharmazeutin hat für Sie außerdem die wichtigsten Zutaten für eine Reiseapotheke zusammengestellt:
  • Arzneien, die Sie ständig nehmen: Sortieren Sie als Erstes Ihre tägliche Medikation, z.B. Blutdrucksenker, Antibabypille, Asthmapräparate oder Allergiemedikamente. Alles reichlich vorhanden oder brauchen Sie noch ein Rezept? Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt oder Apotheker auch, wie man die Medikamente bei Sonne und Hitze am besten lagert.
  • Desinfektionsmittel: Ob Strandfelsen oder Betonpflaster: eine Wunddesinfektion gegen aufgeschürfte Knie oder andere Wehwehchen darf keinesfalls fehlen. Die Pharmazeutin rät zu Desinfektionssprays und Wundsalben wie etwa Bepanthen.
  • Durchfall: Weil die Urlaubsküche manchmal mit einem durchgeht, rät Lichtenegger, unbedingt ein Präparat gegen Durchfall mit auf die kulinarischen Abenteuerreisen zu nehmen: z.B. die Klassiker Kohletabletten oder auch Tannalbin.
  • Hygieneartikel: Wer auf Nummer sicher gehen will, vergisst auch nicht auf Tampons, Damenbinden und – wichtig! – Kondome. Verhütung macht nämlich keine Sommerpause.
  • Insektenschutz: Egal, ob Boden- oder Plattensee: Wappnen Sie sich unbedingt gegen Mückeninvasionen aller Art. Hilfreich sind vorbeugende Sprays oder Öle sowie kühlende Gele oder Salben, wenn die kleinen Biester bereits zugebissen haben.
  • Laktobazillen: Fremde Toiletten, Bäder in stark gechlortem Wasser und heiß-feuchtes Klima tragen dazu bei, dass die natürliche Scheidenflora aus dem Gleichgewicht gerät. Schädliche Keime haben so ein leichtes Spiel. Schlaue Urlauberinnen sorgen daher mit einer Kur mit Laktobazillen (Milchsäurebakterien) vor, die im Normalfall für ein stark saures Milieu in der Scheide sorgen und so Infektionen abwehren.
  • Ohropax: Hilfreich bei der Baustelle vorm Hotel, bei schnarchenden Zimmernachbarn genauso wie bei starkem Wind oder ständigem Nörgeln: Ohropax sorgen für eine friedliche, stille Urlaubsatmosphäre. Denn die haben Sie sich verdient!
  • Reisekrankheit: Wie Sie Reiseübelkeit ein Schnippchen schlagen? Am besten und im Akutfall mit Reisekaugummi. Als homöopathische Alternative nennt Lichtnegger die homöopathischen Globuli Cocculus D4.
  • Schmerzmittel: Kopf-, Bauch- oder Zahnschmerzen: Ein Medikament das Schmerzen lindert und Fieber senkt, gehört in jede Reiseapotheke. Lichtnegger empfiehlt Mexalen. „Das ist auch für Kinder gut geeignet.“
  • Sonnenschutz: Niemals ohne fahren! Decken Sie sich je nach Hauttyp mit Cremen oder Gels ein und achten Sie auf hohe Lichtschutzfaktoren für Kinder. Weil man nach einem Tag am Meer manchmal errötet, sorgen Sie auch gleich mit einem kühlenden Sonnenbrand-Spray und einer feuchtigkeitsspendenden Après-Sun-Lotion vor. Bei Sonnenallergie hilfreich: Antihistaminikum oder Kortison-Spray.
  • Thermometer: Nicht nur in Gegenden mit Malaria-Gefahr ist es sinnvoll, einen Fiebermesser dabei zu haben, um die Körpertemperatur genau zu erfassen.
  • Verbandmaterial: Pflaster, eventuell auch Blasenpflaster, sterile Wundkompressen, Mullbinden, elastische Binden, Klebeband, Schere, Pinzette und Dreieckstuch mit einpacken. „Damit sind Sie für alle Wunden gut ausgerüstet“, so Lichtnegger.
  • Verkühlung: Lange Anfahrten oder trockene Flugzeugluft setzen dem Immunsystem zu. Vorbeugend Halstabletten, Hustentropfen sowie abschwellende Nasensprays einzupacken, ist kein Fehler. Für empfindliche Augen auf langen Reisen empfiehlt die Pharmazeutin auch Augentropfen, ruhig auch homöopathisch.
  • Verstopfung: Wenn einer eine Reise tut, setzt das oft auch seiner Verdauung zu. Wer zu schmerzhafter Verstopfung neigt, dem rät die Apothekerin deshalb zu Dulcolax-Dragees, Sodbrennen wird durch Kalziumkarbonat-Lutschtabletten wie Rennie Antacidum gelindert.
Zuletzt überprüfen Sie bitte nochmals, ob Sie auch alles haben – dann sind Sie wirklich gut gerüstet und wir wünschen Ihnen einen erholsamen Urlaub!

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