Sonntag, 15. September 2019

Gesund im Sommer

Ausgabe 2015.07-08
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Ob Sie den Sommer zu Hause auf „Balkonien“ genießen oder sich auf eine Urlaubsreise machen: gesünder leben hat kühle Gesundheitstipps für die heißen Monate.


Kühle Tipps für heiße Tage ... Nach dem Motto: „Des einen Freud, des anderen Leid“ haben manche mit den extrem hohen Sommertemperaturen zu kämpfen. Es gibt allerdings kleine Tricks, die die „Hundstage“ erträglich machen. So sollte man anstrengende Tätigkeiten und Sport auf die kühleren Stunden am Morgen oder Abend verschieben. „Muss“ man aus dem Haus, gilt es, leichte und atmungsaktive Kleidung, am besten aus Baumwolle oder Leinen, zu tragen und sich im Schatten aufzuhalten. Rasche Abkühlung bringen kühle Bäder, wie Hademar Bankhofer erklärt: „Legen Sie die Unterarme für 30 Sekunden in ein mit kaltem Wasser gefülltes Waschbecken und bewegen Sie die Arme hin und her. Danach nicht abtrocknen, sondern das Wasser von den Armen streifen und mit schwingenden Händen umhergehen, bis die Haut trocken ist. Die Verdunstung des Wassers schafft Abkühlung.“
Auch gut: Stirn und Schläfen zwischendurch immer wieder mit Apfelessig einreiben. Eiskalte Getränke sollte man übrigens meiden, denn sie regen die Wärmebildung im Körper an und es kann zu Schweißausbrüchen kommen. Das führt wiederum dazu, dass die aufgenommene Flüssigkeit gleich wieder ausgeschwitzt wird. Besser: lauwarme, ungesüßte Kräutertees mit einem Schuss Zitronensaft (z. B. Pfefferminze, Melisse, Hibiskusblüte).

... und schwülwarme Nächte. Heiße Tage – schwüle Nächte. Damit wir trotzdem die nötige „Portion“ erholsamen Schlafs bekommen, sollten bereits tagsüber Vorkehrungen getroffen werden! Knallt die Sonne mit voller Wucht auf die Schlafzimmerfenster, heißt es: Schotten dicht, Jalousien herunter und Vorhänge zu. Kühle Frischluft lässt man am besten morgens und abends ins Schlafgemach. In der Nacht darf man sich indes keiner Zugluft aussetzen, da man sich dabei rasch erkälten kann. „Und“, so Bankhofer, „entweder deckt man sich mit einer speziellen Sommer-Bettdecke zu. Oder man benutzt keine Zudecke, sondern schlüpft in einen leichten Pyjama oder ein luftiges Nachthemd. Auf jeden Fall müssen die Textilien atmungsaktiv und schweißaufsaugend sein.“
Außerdem gilt: Ziehen Sie sich tagsüber nicht in (zu) kühle Räume zurück, stellen Sie die Klimaanlage nicht zu kalt ein, verzichten Sie auf Alkohol und machen Sie nach einem leichten Abendmahl einen Spaziergang. So könne sich der Körper an die schwülwarmen Nachttemperaturen anpassen, weiß Bankhofer: „Man muss sich nicht nur im Winter gegen Kälte abhärten. Man kann das im Sommer auch gegen die Hitze tun.“ Findet man allen Vorkehrungen zum Trotz keinen Schlaf, sollte man etwas trinken. Wer sich nachts keinen lauwarmen Melissentee mit Zitrone zubereiten möchte, stellt einfach ein Glas Zitronenwasser aufs Nachtkasterl. Oft genügen ein paar Schlucke und man schläft wieder ein. „Zitronensaft liefert Vitamin C – das ist gut bei Stress. Und wer sich in einer heißen Sommernacht im Bett hin und her wälzt, hat richtig Stress“, erklärt der Gesundheitsexperte.

Klimaanlage - Alle Achtung!

Zugegeben: Eine Klimaanlage macht heiße Tage erträglicher. Insbesondere im Auto mag man gar nicht mehr darauf verzichten, aber auch viele Büros oder Wohnungen werden heutzutage per Knopfdruck gekühlt. Allerdings sollte man extreme Unterschiede zur Außentemperatur (mehr als 6° C) vermeiden – das belastet den Körper mehr, als es ihm guttut. Für den Fall, dass Sie die Temperatur nicht beeinflussen können – ob im Zug, Flugzeug oder in Einkaufszentren –, sollten Sie stets eine Jacke bei sich tragen.

Und aufgepasst! Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen fühlen sich in den Filtern und Rohren von Klimaanlagen richtig wohl, sammeln und vermehren sich und gelangen durch den Luftstrom direkt in den menschlichen Organismus. Bei hoher Feuchtigkeit (z. B. durch Kondenswasser, wenn heiße Luft abkühlt) können sich zudem Schimmelpilze bilden. Um technischen und hygienischen Mängeln keine Chance zu geben, ist es wichtig, die Klimaanlage regelmäßig reinigen und mindestens einmal im Jahr fachmännisch warten zu lassen.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Gesund im Sommer
Seite 2 Was tun bei geschwollenen Beinen?
Seite 3 Auf der Reise krank?

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