Freitag, 20. September 2019

Gesund durch den Winter - dank Ayurveda

Ausgabe 2018.12-2019.01
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Sie haben vieles probiert und dennoch rinnt die Nase, der Husten stört den Schlaf und der Körper schmerzt? Probieren Sie es doch einmal mit den jahrtausendealten Weisheiten und Rezepten der indischen Medizin Ayurveda! GESÜNDER LEBEN gibt Tipps, wie auch Sie davon profitieren können.


Foto: iStock-SbytovaMN

Bis zu vier Erkältungen haben Herr und Frau Österreicher pro Jahr. Meist treten Halsschmerzen, Schnupfen, Husten und Heiserkeit sowie jede beliebige Kombination dieser Symptome im Herbst und Winter auf. Oft wird eine Erkältung mit einer echten Grippe (Influenza) verwechselt. Das mag einerseits an der Bezeichnung „grippaler Infekt“ liegen – wie die Erkältung auch genannt wird. Andererseits möglicherweise daran, dass die Abgrenzung nicht immer ganz einfach ist. So können etwa bei beiden Erkrankungen Müdigkeit und Abgeschlagenheit auftreten. Bei der Influenza sind diese allerdings wesentlich ausgeprägter. Zudem leidet man bei einer Grippe oft unter starken Kopf- und Gliederschmerzen sowie hohem Fieber. Ob es „nur“ ein grippaler Infekt oder doch eine echte Grippe ist, ist die eine Frage. Die anderen sind: Wie kann ich mich davor schützen? Was kann ich tun, wenn ich erste Anzeichen spüre? Und was, wenn es mich „erwischt“ hat? GESÜNDER LEBEN zeigt diesmal, welche Antworten die alte indische Medizinlehre Ayurveda hat. Wir haben deshalb mit der Obfrau des Österreichischen Berufsverbandes für Ayurveda, Dr. Leona Mörth-Nicola, gesprochen.

3 Tipps für Ayurveda-Anfänger

GESÜNDER LEBEN stellt drei Methoden vor, die sich seit Jahrtausenden bei grippalen Infekten bewährt haben.

Immunsystem stärken: Ölziehen
Das morgendliche Ölziehen dient als vorbeugende Maßnahme, um das Immunsystem zu stärken. Laut
Ayurveda-Praktikerin Leona Mörth-Nicola zeigt es aber auch dann noch gute Wirkungen, wenn der Hals schon leicht kratzt.
Und so funktioniert’s: Direkt nach dem Aufstehen nimmt man
1 EL hochwertiges Pflanzenöl in den Mund. Alternativ kann man 1 TL Wasser und 1 TL Öl mischen. Wer mag, fügt 1 Tropfen Nelkenöl, Ratanhia-Tinktur, Teebaumöl oder eine andere wohltuende und wohlschmeckende Essenz hinzu. Das Ölziehen selbst kann man mit Mundspülen vergleichen – nur dass Öl zwischen den Backen hin und her geschoben, immer wieder mal durch die Zähne gezogen und dabei ruhig auch ein bisschen geräuschvoll „herumgezuzelt“ wird. Nach 5 bis 10 Minuten spuckt man das Öl aus und putzt die Zähne. Das ist entscheidend, weil sich beim Ölziehen Giftstoffe und Bakterien im Mund lösen, die sich über Nacht im Mund abgelagert haben.

Bei Husten: Kräuter und Ölwickel
Je nachdem, ob es sich um einen trockenen oder mehr oder weniger stark schleimigen Husten handelt, braucht es unterschiedliche Maßnahmen. Der Ayurveda setzt etwa bei einem trockenen Reizhusten auf Thymian, um den Auswurf und das Abhusten zu fördern. 1 TL Thymian rebeln, mit etwa 1/2 Liter Wasser abkochen und schluckweise trinken. Basilikum indes sorgt dafür, dass der Schleim bzw. Auswurf abtransportiert wird. Dazu 1 TL Basilikum mit 1/2 Liter Wasser abkochen und schluckweise trinken. Sowohl bei trockenem als auch schleimigem Husten kann ein Ölwickel Linderung verschaffen.
Und so funktioniert’s: 2–3 EL Sesamöl mit 1/2 TL Steinsalz (wichtig: kein Meersalz!) in einem kleinen Topf erhitzen, auf ein Stück Tuch geben und auf die Brust legen – Achtung: ncht zu heiß! Damit nicht alles ölig wird, ein, zwei Tücher darüberlegen, einwirken lassen und am besten noch eine Wärmflasche oder -polster drauflegen. Tipp: Wer mag, fügt der Mischung Gewürzessenzen hinzu. Bei trockenem Husten hilft Lavendelöl, Eukalyptusöl fördert das Abhusten und Myrrhe wirkt schleimlösend und entzündungshemmend.

Stress wegatmen
Die Atmung ist lebenswichtig und spielt im Ayurveda eine bedeutende Rolle, ganz besonders in Stresssituationen. Damit kann das Atmen zur Stärkung des Immunsystems beitragen. Wer nämlich gestresst ist, ist anfälliger für Erkältung, Grippe und Co.
Und so funktioniert’s: Seufzen entlastet das Herz – nicht nur in stressigen Situation: Dafür über die Nase tief ein- und mit einem lauten Seufzer ausatmen. Um Stress abzubauen, ziehen Sie die Schultern beim Einatmen nach oben – übertreiben Sie dabei ruhig! Beim Ausatmen lassen Sie die Schultern tief fallen und stellen sich vor, wie all der Druck abfällt. Erst eine Schulter, dann die andere, dann beide. Sie werden sehen: eine einfache Übung, die viel bewirken kann!

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