Freitag, 24. Mai 2019

Gesund durch das Jahr

Ausgabe 2017.02
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Die Jahreszeiten wirken sich auf unsere Gesundheit und unsere Stimmung aus. Doch warum ist das so? Und was können wir dazu beitragen, gesund, aktiv und gut gepfleg durch das Jahr zu kommen?


Foto: Can Stock Photo - Anna Stöcher

 

Jede Jahreszeit hält für uns neue Herausforderungen bereit. GESÜNDER LEBEN hat mit den Experten Dr. Günther Malek, Gründer und Leiter des Zentrums für Integrative Medizin, und Kosmetik-Expertin Helga Fiala gesprochen. Worauf sollten wir besonders achtgeben? Wie bringen wir unseren Körper gesund, fit und schön durch den Jahreskreis?

Frühling

Die Natur erwacht – und wir werden schlapp? Im Frühling erwacht die Erde zu neuem Leben, die ersten Blumen sprießen aus der Erde, die Bäume beginnen zu blühen, Vogelgezwitscher liegt in der Luft. Und wir? Ganz im Gegensatz zur emsigen Geschäftigkeit der Natur fühlen wir uns schlapp, müde und abgespannt und möchten am liebsten nur schlafen. Die berüchtigte Frühjahrsmüdigkeit hat uns im Griff. Ein Paradoxon? Nicht wirklich, erklärt Dr. Malek. „Die Frühjahrsmüdigkeit ist keine Krankheit, sondern eine normale Reaktion unseres Körpers, der sich auf den Frühling umstellt.“ Vor allem im Hormonsystem herrscht nun rege Betriebsamkeit: „Nach dem langen Winter hat der Körper einen Überschuss an Melatonin, dem Schlafhormon. Gleichzeitig sind unsere Reserven an Glückshormonen wie Serotonin und Dopamin erschöpft und müssen nun wieder aufgefüllt werden.“ Diese Umstellung des Organismus erfordert viel Energie. Die Folge: Wir fühlen uns gereizt, antriebslos und müde. Doch es gibt einen Ausweg aus dem Dilemma: „Wir müssen nun die Balance zwischen Ruhephasen finden, die der Körper immer noch benötigt, aber gleichzeitig auch in Bewegung kommen, um den Kreislauf langsam auf Touren zu bringen“, so Malek. Hochleistungssport soll dabei noch nicht am Programm stehen. Besser: ausgedehnte Spaziergänge in der Sonne. Nicht umsonst spricht man von „Sonne tanken“, führen die warmen Strahlen doch dazu, die Melatonin-Produktion zu unterdrücken und die Serotonin-Herstellung anzukurbeln. „Zudem
füllen wir mit dem Sonnenbaden auch unser Vitamin-D-Level wieder auf“, führt der Mediziner aus. Vitamin D wirkt sich nicht nur auf die Stabilität der Knochen aus, es pusht auch unser Immunsystem und wirkt stimmungsaufhellend.

Bewegung, leichte Kost und Kampf gegen Allergien. Zum Patentrezept für den Frühling gesellt sich neben aktiver Bewegung, genügend Ruhephasen und dem Aufenthalt in der Sonne noch leichte, vitaminreiche Kost. Frisches Obst und Gemüse, kleine Mahlzeiten und ausreichend Flüssigkeit sollten nun am Programm stehen. Wer dem Sprießen und Blühen des Frühlings aufgrund einer Allergie wenig abgewinnen kann, sollte auch zu kalziumreichen Nahrungsmitteln greifen. „Kalzium stabilisiert die Zellmembran und bremst die Wirkung von Histamin, jenem körpereigenen Stoff, der für die Auslösung von Allergien verantwortlich ist.“ Andere Lebensmittel können Allergien hingegen noch verstärken – es gibt sogenannte Kreuzallergien, und zwar immer dann, wenn durch ein Protein in der Nahrung eine Allergie verstärkt wird. Dies passiert oft bei Lebensmitteln derselben botanischen Familie. So können beispielsweise manche Birkenpollenallergiker kein Stein- und Kernobst vertragen, bei Gräserallergien sollte auf Getreide verzichtet werden, während Hausstauballergiker die Finger von Meeresfrüchten lassen sollten.

Die Haut will jetzt mehr! Bedingt durch die Witterungseinflüsse der kalten Jahreszeit zeigen sich bei Haut und Haaren entsprechende Auswirkungen. Durch die gefrierende Kälte und die trockene Luft wird die Hautbarriere geschädigt, was wiederum der Haut vorschnell Feuchtigkeit und Vitamin E entzieht. Ein Teufelskreis, der zu trockener, leicht reizbarer Haut führt. Auch die Haare verlieren durch Mangel an Feuchtigkeit an Glätte, Glanz und Struktur. Feuchtigkeit und wertvolle Öle darf man getrost als Grundrezept für die Regeneration von Haar und Haut in jeder Jahreszeit betrachten. Wöchentliche Masken päppeln Haut und Haare wieder auf, stärken die Haut- und Haarstruktur, glätten die Oberfläche und entspannen die Gesichtszüge. Wichtig: immer Sonnenschutz verwenden – ob in der Tagescreme, in Make-up oder als eigenes Sonnenschutzprodukt. Die UV-Belastung der Frühlingstage kann oftmals noch zu intensiv für die lichtentwöhnte, ungeschützte Haut sein.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Gesund durch das Jahr
Seite 2 Sommer
Seite 3 Herbst
Seite 4 Winter

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