Samstag, 21. September 2019

Gesund bleiben, Krankheiten früh erkennen

Ausgabe 10/2011
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Seit Einführung der Vorsorgeuntersuchung 1974 ist unsere Lebenserwartung um rund ein Jahrzehnt gestiegen. GESÜNDER LEBEN erklärt, warum Sie dieses wichtige Angebot nutzen sollten – und was es zu beachten gilt.

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Die Vorsorgeuntersuchung dient zwei Zielen: Erstens soll bei gesunden Menschen die Entstehung von Krankheiten verhindert werden, indem ein Gesundheitsrisiko rechtzeitig erkannt und reduziert wird. Zweitens sollen bereits vorhandene, aber noch keine Beschwerden verursachende Krankheiten in einem möglichst frühen, noch gut behandelbaren Stadium entdeckt werden. Das Untersuchungsprogramm berücksichtigt jene Krankheiten, die am häufigsten auftreten und für die meisten Todesfälle verantwortlich sind. GESÜNDER LEBEN sagt, auf welchen Krankheiten der Fokus liegt und beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Vorsorgeuntersuchung.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Österreich Todesursache Nummer eins. Zur Früherkennung wird ein individuelles Risikoprofil erstellt. Dabei werden die Lebensgewohnheiten (zum Beispiel Rauchen oder Alkoholkonsum) mit körperlichen und internistischen Werten – wie Gewicht, Blutdruck, Cholesterin oder Blutzucker – in Beziehung gesetzt.

Stoffwechselerkrankungen. Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist eine der häufigsten Stoffwechselkrankheiten und kann – wenn er lange Zeit unbehandelt bleibt – zu schweren Folgeerkrankungen führen. Um das Diabetes-Risiko zu beurteilen, prüft der Arzt die Krankengeschichte und fragt nach Diabetes-Fällen in der Familie. Mithilfe der Blutzuckermessung können Krankheiten, die mit einem zu hohen oder zu niedrigen Blutzuckerspiegel einhergehen, diagnostiziert werden.

Häufige Krebserkrankungen.Krebserkrankungen sind die zweithäufigste Todesursache in Österreich. Die Früherkennung macht den Einsatz von Therapieverfahren möglich, die weniger belastend sind als die Behandlung von fortgeschrittenen Stadien. Folgende Krebsarten stehen besonders im Fokus:

  • Gebärmutterhalskrebs: Zur Früherkennung wird Frauen ab dem 18. Lebensjahr der sogenannte PAP-Abstrich (Krebsabstrich) empfohlen.
  • Brustkrebs: Die Vorsorgeuntersuchung umfasst für Frauen ab dem 40. Lebensjahr alle zwei Jahre eine Mammografie (Röntgenuntersuchung der Brust).
  • Darmkrebs: Ab dem 50. Lebensjahr wird die erweiterte Darmkrebs-Früherkennung empfohlen. Sie umfasst – zusätzlich zum jährlichen Hämoccult-Test (Untersuchung des Stuhls auf Blut) – alle zehn Jahre eine Darmspiegelung (Koloskopie). Sie kann unter Kurznarkose durchgeführt werden und verursacht keinerlei Beschwerden.

Suchterkrankungen. Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung wird der Konsum von Tabak, Alkohol und Medikamenten erhoben sowie Unterstützung und Hilfe zur Entwöhnung angeboten.


Parodontalerkrankungen. Chronische Parodontitis (bakterielle Zahnbett-erkrankung) gilt ab dem 30. Lebensjahr als größter Risikofaktor für Zahnausfall. Sie verläuft oft schmerzfrei und daher häufig unbemerkt. Ziel ist es, das Risiko für Parodontitis zu erkennen und ihren Verlauf durch geeignete Vorbeugung zu verlangsamen oder zu stoppen.

Alterserkrankungen. Bei Menschen über 65 Jahren wird ein vermehrtes Augenmerk auf die Hör- und Sehleistung gelegt. Fast ein Drittel der über 65-Jährigen leidet an einer Hörstörung oder Sehbeeinträchtigung. Nachlassendes Hörvermögen wird von vielen Menschen nicht rechtzeitig erkannt. Mit einer entsprechenden Behandlung kann die Lebensqualität erheblich gesteigert werden.


Übersicht zu diesem Artikel:
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