Dienstag, 21. Mai 2019

Gendermedizin (Teil 1)

Ausgabe 03/2012
Frauen haben in Europa eine um fünf Jahre längere Lebenserwartung als Männer.

Foto: MedUni Wien - Matern Warum? Frauen sind gesundheitsbewusster und nehmen häufiger an Vorsorgeuntersuchungen teil. Neben einer dadurch bedingten besseren Möglichkeit zur Früherkennung von Krankheiten und besseren Heilungschancen sind dafür vor allem der weniger risikoreiche Lebensstil mit weniger Unfällen und der geringere Suchtmittelkonsum verantwortlich. In Europa dürfte der Gender-Gap in der Lebenserwartung zu 40 bis 60 % durch Rauchen und zu 10 bis 30 % durch Alkohol verursacht sein. Dass zunehmend jüngere Frauen in Österreich rauchen, ist bedenklich. Rauchen ist bei Frauen besonders gefährlich! So sind Raucherinnen stärker osteoporosegefährdet und kommen früher in die Menopause. Außerdem steigert Rauchen bei Frauen das Risiko für Herzinfarkte um die Hälfte stärker als bei Männern und auch das Lungenkrebsrisiko wird deutlich erhöht. Dazu trägt auch das Einatmen von Schadstoffen beim Kochen über offenen Feuerstellen oder beim Heizen bei Frauen stärker bei. Weiters inhalieren Frauen tiefer, rauchen eher bei Stimmungstiefs und zur Gewichtsregulierung. Deshalb fällt ihnen das Aufhören besonders schwer, weswegen ärztliche Unterstützung zu empfehlen ist!

Prof. Alexandra Kautzky-Willer lehrt Gendermedizin an der MedUni Wien. Im Rahmen einer Forschungskooperation mit VAMED ist sie wissenschaftliche Beraterin des la pura women’s health resort kamptal.

www.meduniwien.ac.at/gender-medicine, www.lapura.at.

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