Montag, 27. Januar 2020

Gelassen durch die Feiertage und ins neue Jahr!

Ausgabe 2019.12/2020.01
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Advent, Weihnachten, Jahreswechsel – für viele die Zeit des Jahres, die am meisten Stress mit sich bringt. Alles soll perfekt sein, die Familie glücklich – und der Job läuft nebenbei auch noch auf Hochtouren. Kein Wunder, dass rund zehn Prozent der Österreicher in diesen Wochen in eine Winterdepression oder ins Burn-out schlittert. GESÜNDER LEBEN zeigt, wie Sie heuer diese Zeit besser, gesünder und gelassener überstehen. Dank mehr Licht, besserem Essen – und mehr Achtsamkeit und Selbstliebe.


Foto: © iStock-157530174_neoblues

Die meisten Menschen machen sich selbst bloß durch übertriebene Forderungen an das Schicksal unzufrieden“, brachte es Wilhelm von Humboldt, ein preußischer Gelehrter des 17. Jahrhunderts, auf den Punkt. Selbst wenn seit damaliger Zeit beinahe 400 Jahre vergangen sind, behält dieses Zitat Aktualitätswert. Vor allem dann, wenn Weihnachten immer näher rückt und sich ein jeder Glückseligkeit und Frieden unter dem Tannenbaum wünscht. Verstärkt wird diese vermeintliche Unzufriedenheit dadurch, dass man gegen Jahresende alle Pläne, Ziele und Vorhaben erledigt wissen will, die man sich vor zwölf Monaten vorgenommen hat. Diese übertriebenen Forderungen werden letztlich von sonnenkargen Wintertagen überschattet. „Und genau die sind es, die der Hauptgrund für die Entstehung einer Winterdepression sind. Das fehlende Sonnenlicht macht unglücklich“, sagt die Wiener Psychologin Mag. Karin Flenreiss-Frankl. Während wir in Österreich oft über den finsteren Winter klagen, dürfen wir uns streng genommen nicht beschweren, denn in Staaten wie Schweden oder Norwegen, wo auch Gegenden oberhalb des nördlichen Polarkreises bewohnt werden, gibt es Dezembertage, an welchen die Sonne kein einziges Mal aufgeht. „Menschen benötigen jedoch ausreichend Sonnenstrahlen, damit der Körper eine genügend hohe Dosis an Serotonin herstellt, jenes Hormon, das uns glücklich macht. Gleichzeitig tut uns übertriebene Dunkelheit auch deshalb nicht gut, weil sie dazu führt, dass verstärkt Melatonin produziert wird, jenes Hormon, das uns wiederum müde werden lässt. Diese Mischung aus mangelnden Glücksgefühlen und steigender Antriebslosigkeit äußert sich manchmal in einer Winterdepression“, erklärt Expertin Flenreiss-Frankl.

gesunder Magen trotz Stress und deftigem winteressen

Klar, rund um die Feiertage geht es uns allen ähnlich: Wohin man nur blickt gibt es fettigen Festtagsbraten, picksüße Kekse und gehaltvollen Glühwein. Bloß pure Gedanke daran lässt bei vielen schon die Magensäure hochsausen. Tatsächlich aber kann Sodbrennen nicht nur durch vermeintlich ungesundes Essen erzeugt werden, sondern kann auch ein Anzeichen dafür sein, dass der Stresslevel zu groß ist, welcher bei einigen Menschen zu einer Überproduktion des Magensaftes führt.

Hat man zu viel Magensäure und muss aufstoßen, dann gelangt diese unweigerlich in die Speiseröhre und greift dort die Schleimhäute an. Das äußert sich als Brennen, drückender oder stechender Schmerz in der oberen Brustgegend oder im Hals.
Lang anhaltendes Sodbrennen kann zu Speiseröhrenentzündung, der sogenannten Refluxösophagitis, führen und im Extremfall zu Speiseröhrenkrebs. Sodbrennen, das sich nicht nur an Festtagen einstellt, sondern häufiger auftritt, sollte daher unbedingt medizinisch abgeklärt werden. Antazida, Mittel, welche die überschüssige Säure binden, oder Protonenpumpenblocker, die die Säureproduktion eindämmen, können Abhilfe schaffen.

Aber auch die Hausmittelapotheke hält das ein oder andere Helferlein parat:

Ein Stamperl Apfelessig oder das häufige Essen eines ganzen Apfels können für Linderung sorgen, da beide die Magensäuremenge maßgeblich reduzieren. Ähnlich verhält es sich mit dem Verzehr von rohem Weißkraut oder dem Knabbern von Selleriestäbchen. Ein Teelöffel Natron in lauwarmem Wasser aufgelöst, kann ebenfalls die Lösung in der Not sein.

Die Sonne als Glücksmaschine
Aber wie erzeugt Sonnenlicht Glück? Vereinfacht ausgedrückt gelangen Sonnenstrahlen in unser Auge und lösen dort, an den sogenannten lichtempfindlichen Ganglionzellen unserer Netzhaut, bestimmte Reize aus. Dadurch schütten diese die sogenannten Botenstoffe Glutamat und PACAP aus, die weiter in das Gehirninnere, zum Nucleus suprachiasmaticus (SCN), gelangen. Dort wird die Produktion verschiedener Hormone gesteuert, so etwa von Melatonin und Serotonin. Kurz gesagt: Viel Sonnenlicht sorgt für eine vermehrte Produktion von Serotonin und macht glücklich. Kein Sonnenlicht hemmt die Serotoninproduktion und intensiviert die Melatoninproduktion und macht sohin müde und unglücklich.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Gelassen durch die Feiertage und ins neue Jahr!
Seite 2 Tageslichtlampen
Seite 3 Essen mit Gute-Laune-Garantie

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