Dienstag, 17. September 2019

Geistig fit

Ausgabe 06/2011
Ein wenig Training bringt die grauen Zellen ganz leicht in Schwung – und das im jeden Alter! Hier ein paar Anregungen zu Gehirnjogging-Übungen für die ganze Familie.

Foto: istockphoto.com - photovideostock
Der PIN-Code vom Handy? Das Passwort beim Online-Banking? Der Name des neuen Nachbarn? Nicht nur das Gedächtnis lässt uns manchmal im Stich, auch mit der Konzentration steht es nicht immer zum Besten – jeder kennt sie, die Tücken des Alltags, die manchmal ganz schön peinlich sein können. Doch das Gehirn ist wie ein Muskel: Es arbeitet besser, wenn es trainiert wird. Mit gezielten Übungen lässt sich daher die Leistung der kleinen grauen Zellen ganz schön ankurbeln. Und das schöne dabei: Für sogenanntes Gehirnjogging braucht es keinen großen Aufwand. Im Gegenteil! Kleine Übungen lassen sich im Alltag häufig nebenbei durchführen, aber auch Wartezeiten können so spielend überbrückt werden. Alterslimits gibt es so gut wie keine, Klein und Groß sind gefordert. Denn auch Kinder haben einen Spaß damit, z.B. auf langen und faden Autofahrten in den Urlaub. Und für ältere Semester ist Gedächtnistraining ohnedies der reinste Jungbrunnen. Hier einige Übungen für Ihr cleveres Training: Fischen Sie sich einfach jene heraus, die Ihnen am besten gefallen und bauen Sie diese in Ihren Alltag ein.

Buchstaben streichen
Sie benötigen eine Zeitschrift, einen Stift und eine Uhr mit Sekundenzeiger. Nehmen Sie sich eine beliebige Seite vor und streichen Sie einen vorher festgelegten Buchstaben auf der gesamten Seite durch. Dies fördert die Konzentrationsfähigkeit enorm. Beim nächsten Mal können Sie gleich die Zeit stoppen, Sie werden sehen, Sie werden sich verbessern!

Wort sagen, Buchstaben zählen
Nennen Sie ein Wort mit möglichst vielen Buchstaben. Ihr Gehirnjogging-Partner zählt nun die Buchstaben dieses Wortes und nennt die Anzahl. Besonders, wenn man eine bestimmte Zeit vorgibt, ist starke Konzentration gefordert. Es muss rasch hin und her gehen!

Hören & zählen
Hören Sie einem Gespräch, einer Fernseh- oder Radiosendung zu. Nun gilt es, bestimmte Wörter herauszufischen und zu zählen, z.B. alle „aber“, „oder“ etc. Schwieriger wird es, wenn man auf mehr als ein Wort achten muss!

Auf den Kopf stellen
Das Gehirn wird schon beim Lesen an sich sehr gefordert, ein wenig mehr ins Schwitzen bringen Sie es, wenn Sie Ihre Lektüre auf den Kopf stellen und versuchen dann zu lesen. So kann man dem Gehirn ganz neue Wege aufzeigen und verkalkte Denkmuster ein wenig lockern.

Wie viele Schritte?
Diese Übung klingt zwar einfach in der Umsetzung, ist es aber nicht: Man zählt beispielsweise bei einem Spaziergang oder beim Joggen seine Schritte. Verzählt man sich, beginnt man wieder von vorne. Steigern Sie den Schwierigkeitsgrad: Zählen Sie nur jeden zweiten, jeden dritten … Schritt. Und richtig schwierig wird es dann, wenn man sich gleichzeitig mit jemandem unterhält und die Schritte im Kopf zählt.

Wörter vermeiden
Entscheiden Sie sich gleich am Morgen für ein Wort, das Sie während des ganzen Tages nicht gebrauchen wollen, z.B. das Wörtchen „aber“. Tatsächlich ohne dieses Wort auszukommen und stattdessen ein anderes oder Umschreibungen zu verwenden, ist äußerst schwierig. Macht in der ganzen Familie Spaß!


Schlaue Tatsachen – Haben Sie das gewusst?
  • Etwa 1.500 Gramm ist das Gehirn eines Menschen schwer und es besteht aus ungefähr 100 Milliarden Nervenzellen.
  • Die Speicherkapazität des Gehirns beträgt etwa 2–3 Pentabyte. Das entspricht rund drei Millionen CDs.
  • Ein ganzes Leben lang können sich jederzeit neue Nervenzellen oder Zellfortsätze (Dendriten) bilden – umso mehr, je mehr Neues zu verarbeiten ist. Es zahlt sich also aus, sich bis ins hohe Alter geistig zu fordern.
  • Schon bei geringem Flüssigkeitsmangel leidet das Kurzzeitgedächtnis. Also ausreichend trinken: Zwei Liter am Tag sind das Minimum!

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