Sonntag, 27. Mai 2018

Für den Notfall vorgesorgt

Ausgabe 2018.05
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Mit einer Reiseapotheke sind Sie für den Urlaub gewappnet, um leichte gesundheitliche Beschwerden selbst zu behandeln. Die Ausstattung hängt vor allem vom Urlaubsziel ab.


Foto: iStock-Dmitry Fisher-841158644

Schwüle Nächte, scharfe Gewürze und exotische Fauna – der lang ersehnte Trip in die Traumdestination erweist sich bisweilen als wenig erholsam. Durchschnittlich 4,5 Tage liegt der typische Urlauber statistisch gesehen im Hotelbett statt am Strand. Und sind danach erst recht reif für die Insel. Die richtige Reiseprophylaxe und eine durchdachte Reiseapotheke können daher im Ernstfall den Urlaub retten.

Basispaket genügt. Welche Medikamente dazugehören, hängt in erster Linie von der Urlaubsdestination ab, erklärt der Wiener Reisemediziner Dr. Georg Stühlinger: „Was zum Beispiel Asien betrifft, bieten Pauschalbadeurlaube in Thailand, Ayurveda-Kuren im Süden Sri Lankas oder Bali-Aufenthalte eine ausreichende medizinische Versorgung vor Ort für die häufigsten Reisekrankheiten wie Durchfall, Husten oder Hautausschläge sowie eine im Notfall gut erreichbare, ausgezeichnete medizinische Versorgung in Bangkok, Singapur oder Delhi.“ Für Reisen in Länder mit guter medizinischer Versorgung genügt es laut dem Experten, ein kleines Basispaket rund um Schmerzen und kurzfristigen Durchfall zusammenzustellen: „Von Selbstmedikation bei komplexeren Erkrankungen rate ich ab.“ Je abgelegener und ärmer ein Reiseziel ist, desto umfangreicher sollte die Möglichkeit zur Selbstmedikation sein: „In diesen Gegenden stehen selbst in Apotheken oder örtlichen Gesundheitsstellen oft nur wenige wichtige Arzneimittel zur Verfügung“, sagt Stühlinger. „Vieles davon ist aus unserer Sicht veraltet, nebenwirkungsreich und stammt nicht selten auch aus fragwürdigen Quellen.“

Nur leichte Beschwerden selbst behandeln. Ein wichtiges Kriterium bei der Zusammenstellung der persönlichen Reiseapotheke ist auch die Frage, ob eine chronische Erkrankung vorliegt und Dauermedikation eingenommen werden muss. Ansonsten empfiehlt der Reisemediziner, die Medikamente der Reiseapotheke nach Beschwerdegruppen zusammenzustellen: „Dazu zählen Schmerzen, Husten mit und ohne Fieber, Durchfall mit und ohne Fieber sowie juckender Hautausschlag. Unverzichtbar dabei ist eine schriftliche Anleitung, wie die jeweiligen Medikamente anzuwenden sind.“ Ergänzend sollten Warnsymptome oder Situationen beschrieben werden, in denen von einer weiteren Selbstbehandlung unbedingt abzuraten ist und ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden muss: „Das betrifft zum Beispiel anhaltendes Fieber, immer größer werdende Hautveränderungen und Störungen des Zentralnervensystems wie eingeschränktes Bewusstsein, Lähmungen und Krampfanfälle.“ GESÜNDER LEBEN verrät, was bei den gängigsten Symptomen zu tun ist:

Kopfschmerzen
Wetterwechsel, Hitze, körperliche Belastung, Flüssigkeitsmangel und hohe Ozonwerte führen oft zu Schädelbrummen.
Was jetzt hilft:  In den Schatten gehen und den Kopf kühlen. Während in der kalten Jahreszeit oft Wärme hilft, tut im Sommer Kälte gut. Dazu einfach einen Kühlakku in ein Handtuch einschlagen und in den Nacken legen. Kühlend und schmerzstillend wirkt auch Pfefferminzöl, das man klassisch auf die Schläfen einmassiert. Wirkt das nicht, kann man bei Kopfschmerzen durchaus auch zu Schmerzmitteln mit den Wirkstoffen Ibuprofen oder Paracetamol greifen. Auch Blutdruckschwankungen können zu Kopfschmerzen führen. In die Reiseapotheke: Schmerzmittel mit Ibuprofen/Paracetamol

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