Dienstag, 19. Februar 2019

Frisch, saftig, gesund – Apfel

Ausgabe 11/2011
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Der Apfel ist die liebste Frucht der  Österreicher. GESÜNDER LEBEN verrät, warum er so gesund ist und meint:  Feiern wir gemeinsam am 11. November den „Tag des Apfels“!

Foto: c_piskunov - istock.com
Er ist der Spitzenreiter unter den heimischen Obstsorten: der Apfel. Laut Agrarmarkt Austria (AMA) wurden 2010 in Österreich mehr als 69.500 Tonnen Äpfel verkauft. Ebenfalls beeindruckend: Jeder Österreicher hat im Vorjahr 28 Kilo Äpfel verzehrt. Und das ist eigentlich keine Überraschung. Denn der Apfel schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch reich an Vitaminen und Nährstoffen, die unser Körper braucht, um gesund zu bleiben. Und: Der Apfel ist vielseitig verwertbar wie kaum ein anderes Obst.
GESÜNDER LEBEN hat das „Phänomen Apfel“ genauer unter die Lupe genommen …

Ein asiatisches Früchtchen. Auch wenn der Apfel heute stark mit Österreich in Verbindung gebracht wird (nicht zuletzt wegen des weltberühmten Apfelstrudels), so hatte er doch eine lange Reise hinter sich, bevor er in Europa heimisch wurde. Forschungen zufolge hat der Apfel seine Herkunft in Asien und hat sich dort über Ägypten bis nach Persien und schließlich nach Mitteleuropa ausgebreitet (im Zuge der Römer-Feldzüge, ca. 100 v. Chr.), von wo aus er die ganze Welt eroberte. Der Apfelanbau, wie wir ihn heute kennen, geht also auf die alten Römer zurück – sie waren zudem eine der ersten, die den Apfel als Wirtschaftsgut entdeckten. Somit gehört der Apfel zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Man nimmt an, dass der Apfel in seiner heutiger Form aus einer Kreuzung zwischen asiatischen und europäischen Wildäpfeln entstand.

Reiche Auswahl. Heute ist China der mit Abstand größte Apfelproduzent der Welt. 30 Millionen Tonnen Äpfel jährlich werden dort geerntet, in Europa sind es hingegen „nur“ 18,5 Millionen Tonnen. 2009 wurden laut AMA in Österreich insgesamt 221.300 Tonnen Äpfel geerntet,
85 Prozent davon stammen aus der Steiermark. „Frisch, saftig, steirisch“ ist auch im Ausland beliebt – österreichische Äpfel werden in rund 20 Länder exportiert, allen voran nach Deutschland, Großbritannien und Osteuropa. Insgesamt gibt es rund 50 Apfelsorten. Spricht man im deutschsprachigen Raum aber gemeinhin vom „Apfel“, ist stets der sogenannte „Kulturapfel“ (oder „Malus domestica“) gemeint. Der Apfelbaum gehört zur Familie der Rosengewächse und blüht zwischen April und Juni. Die Frucht des Baumes, der Apfel, besteht (wie wir bereits in der Volksschule lernen) aus Fruchtfleisch, einem Kerngehäuse mit fünf Kammern, einer Kelchgrube und einem Stiel. Vom Kulturapfel gibt es mehrere tausend Sorten, die sich in Geschmack, Farbe, Form und Säuregehalt unterscheiden. Am Markt haben sich allerdings nur rund 20 Sorten etabliert. In Österreich besonders beliebt sind die Sorten „Golden Delicious“ (sehr süß, knackig), „Red Delicious“ (süß, mild, saftig),  „Jonagold“ (feinsäuerlich, weich) und „Gala“ (süß-fruchtig, knackig).

Leckere Vitaminbombe. „An apple a day keeps the doctor away – Ein Apfel am Tag hält den Arzt fern.“ Ein Sprichwort, das – zumindest dem Sinn nach – schon die alten Römer, die den Apfel als Heilpflanze einsetzten, kannten. Der Apfel enthält einen hohen Anteil an Vitamin C, sowie die Vitamine B1, B2 und B6 sowie Carotin. Auch für unseren Körper wichtige Mineralstoffe wie Kalium und Phosphor sowie verschiedene Spurenelemente sind im Apfel enthalten. Dank des hohen Anteils an Fruchtzucker ist der Apfel ein Muntermacher und wirkt noch dazu erfrischend, da er zu 85 Prozent aus Wasser besteht. Der regelmäßige Verzehr von Äpfeln ist gut für die Darmflora und reduziert das Risiko, an Herz- und Gefäßerkrankungen, Asthma, Lungenfunktionsstörungen und sogar an Krebs zu erkranken. Übrigens: Äpfel sollten immer mit der Schale gegessen werden! Denn diese enthält die meisten Vitamine und Nährstoffe. Achten Sie also beim Einkauf darauf, möglichst ungespritzte (Bio-)ware zu bekommen!

Die Apfel-Wirtschaft. Rund 2.800 Betriebe in Österreich produzieren erwerbsmäßig Äpfel, die Hälfte davon ist in der Steiermark ansässig. Insgesamt werden rund 6.000 Hektar in Österreich für den Apfelanbau verwendet. Wirtschaftlich betrachtet unterscheidet man zwischen Tafeläpfeln (im Handel angeboten und in Handelsklassen unterteilt), Wirtschaftsäpfeln (verwendet u. a. für Apfelmus oder Apfelsaft) sowie Mostäpfeln, die zu Apfelwein, Apfelessig oder auch Apfelsaft weiter verarbeitet werden. Da die meisten Obstbauern ihre Ernte lagern, ist der Apfel jenes Obst, das am längsten über das Jahr hinweg erhältlich ist.

Praktische Apfeltipps
  • Wenn Sie einen Apfelbaum pflanzen möchten, achten Sie auf einen nährstoffreichen, humosen und gut durchlüfteten Boden. Der Baum sollte entweder halbschattig oder in praller Sonne platziert werden.
  • Beste Pflanzzeit ist im Oktober oder November.
  • Die ideale Lagerungstemperatur für reife Äpfel beträgt 6 bis 8 °C.
  • Achten Sie darauf, dass der Keller gut durchlüftet ist.
  • Bewahren Sie Äpfel gemeinsam mit anderen Obstsorten, z. B. Bananen, auf. Diese reifen schneller, wenn ein Apfel beigelegt wird.
  • Bei der Verarbeitung von Äpfeln zu Gerichten empfehlen sich Gewürze wie Vanille, Muskat, Zimt oder Nelken. Diese verstärken das tolle Geschmackserlebnis!
  • Beträufeln Sie das Fruchtfleisch mit Zitronensaft – so wird es nicht so schnell braun.


Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Frisch, saftig, gesund – Apfel
Seite 2 Vom Apfelsaft zum Apfelstrudel

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