Samstag, 16. Februar 2019

Frei von Schmerz dank Hypnose

Ausgabe 2018.05
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Wissenschaftlich längst bewiesen, im Wiener AKH und von Psycho­therapeuten in ganz Österreich erfolgreich angeboten: Dank Hypnose können die belastenden Symptome des Reizdarms in den meisten Fällen gänzlich beseitigt werden.


Foto: iStock-Victor_Tongdee-848862274

Bauchschmerzen, die nach dem Essen mehr und nach dem Stuhlgang weniger werden, Durchfälle, Verstopfung oder beides abwechselnd sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Hinweise auf das sogenannte Reizdarmsyndrom. Meistens sind auch Blähungen, Völlegefühl, Schleimabgänge oder das Gefühl der unvollständigen Entleerung damit verbunden. An erster Stelle steht natürlich eine fundierte medizinische Abklärung. Wenn Sie dann von Ihrem Arzt hören: „Es ist alles in Ordnung, wir haben nichts Krankhaftes gefunden. Sie haben einfach einen überempfindlichen Darm, damit müssen Sie leben“, ist es Zeit, sich nach anderen Methoden umzusehen. Dazu zählen auch psychotherapeutische Behandlungen, ganz besonders erfolgreich ist die Hypnosetherapie.

So alt wie die Menschheit. Wenn Sie „Hypnose“ hören, denken Sie vielleicht an Shows auf Varietébühnen, wo ein Freiwilliger „hypnotisiert“ wird und alles tut, was der Hypnotiseur von ihm verlangt, und sich anschließend an nichts erinnern kann. In Wirklichkeit ist Hypnose aber eine der ältesten Behandlungsmethoden der Menschheit für körperliche und seelische Störungen. Auch Sigmund Freud verwendete sie bei seinen Patienten. Ursprünglich dachte man, dass es sich dabei um einen schlafähnlichen Zustand handle. Tatsächlich ist es eine induzierte Trance, also ein tief entspannter Wachzustand, bei dem man seine Aufmerksamkeit – gelenkt durch den Hypnotiseur – auf bestimmte Inhalte richtet.

Reizdarm, Reizmagen. Reizdarm und Reizmagen zählen zu den häufigste Erkrankungen in ärztlichen Ordinationen. Weltweit leiden rund 20 Prozent der Bevölkerung darunter. „Es handelt sich um eine Überreaktion der Verdauungsorgane auf normale Reize wie Nahrung oder Stress, und langsam entwickelt sich eine Überempfindlichkeit mit Schmerzen, gesteigerter Darmtätigkeit, Krämpfen und Durchfall. Psychosoziale Faktoren beeinflussen den Beschwerdeverlauf ebenso wie physiologische Fehlregulationen“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Gabriele Moser, Leiterin der Ambulanz für gastroenterologische Psychosomatik, die seit 1991 im AKH Wien besteht. „Betroffene haben ein gesteigertes Schmerzempfinden auf eine normale Dehnung der Magen- oder Darmwand durch Nahrung oder Gase. Die allgemeine Schmerzempfindlichkeit ist allerdings nicht gesteigert.“ Und weiter: „Im Gehirn und im Magen-Darm-Trakt findet man eine Unzahl von Botenstoffen. Diese Gehirn-Bauch-Achse lässt vermuten, dass neben biologischen Prozessen auch die psychische Situation einen wesentlichen Anteil am Reizdarmsyndrom hat“, sagt Professor Moser. Darm und Gehirn sind eng verbunden, denn sie haben den gleichen Ursprung. Der Nervus vagus verbindet das Gehirn direkt mit dem Bauch. „Alle funktionellen Störungen im Magen-DarmBereich sind Störungen der Gehirn-Bauch-Achse“, weiß Moser.

Übersicht zu diesem Artikel:
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