Mittwoch, 19. Februar 2020

Frauen ticken andres - Frauen zwischen 36 und 55

Ausgabe 2016.11
Seite 3 von 5

 

Frauen zwischen 36 und 55

krebsFoto: © Can Stock Photo Inc. - Hootie2710

Der Trend zur „späten Mutterschaft“ steigt. Immer mehr Frauen entscheiden sich erst nach dem 35. Lebensjahr für eine Schwangerschaft. Darunter sind auch viele Erstgebärende. „Medizinisch gesehen gelten sie als ,Risikoschwangere’, jedoch müssen sie nicht zwangsläufig mit Komplikationen rechnen. Vorbeugend sollten aber engmaschigere Kontrollen wahrgenommen werden, um Risikofaktoren wie Schwangerschaftsbluthochdruck oder -diabetes zu minimieren“, empfiehlt Kautzky-Willer. Ein Zuckerbelastungstest wird beispielsweise in der 24. bis 28. Schwangerschaftswoche im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen kostenlos durchgeführt. Frauen mit höherem Risiko sollten aber schon zu Beginn der Schwangerschaft auf einen bereits bestehenden unerkannten Diabetes getestet werden. Da Kinder von Spätgebärenden auch ein höheres Risiko für Chromosomenstörungen besitzen, wird der behandelnde Arzt auf Möglichkeiten der Pränataldiagnostik hinweisen. Grundsätzlich sinkt die relative Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft mit steigendem Alter. Liegt sie im Alter von weniger als 35 Jahren noch bei 85 Prozent, so sinkt diese danach auf 55 Prozent. Eine nur knapp 5-prozentige Wahrscheinlichkeit besteht ab einem Alter von 45 Jahren. Danach stellt sich der Körper bei vielen Frauen schon auf die kommende Menopause ein und verringert die Produktion des Gelbkörperhormons. „Diese Abnahme führt zu unregelmäßigen Menstruationen, ausbleibenden Eisprüngen und prämenstruellen Begleiterscheinen wie Brustspannen oder Migräne“, weiß Kautzky-Willer.

Rechtzeitig vorsorgen. Ab dem 40. Lebensjahr steigt die Wahrscheinlichkeit für beginnende Augenerkrankungen. Daher ist es ab diesem Zeitpunkt ratsam, alle 2 Jahre einen Augenarzt zu konsultieren, um einerseits Sehschwächen und andererseits Erkrankungen wie grauen und grünen Star oder sogar Augentumore rechtzeitig zu erkennen. Etwa ab dem 45. Lebensjahr ist es außerdem alle 2 Jahre empfehlenswert, im Rahmen der Brustkrebsvorsorge Mammografien durchführen zu lassen – bei familiärer Vorbelastung natürlich schon früher. „Brustkrebs ist zwar die häufigste Krebserkrankung bei Frauen, aber mittlerweile dank ausgereifter Früherkennungsprogramme und Therapiemöglichkeiten meist gut behandelbar“, so Kautzky-Willer. Nach dem 45. Lebensjahr raten viele Experten zur Durchführung einer Knochendichtemessung, um den Knochenkalkmineralgehalt zu definieren. Gut zu wissen: „Da wir schon ab dem 40. Lebensjahr Knochenmasse verlieren, können mit kalziumreicher Ernährung und der Zufuhr von Vitamin D Präventionsmaßnahmen gesetzt werden“, erläutert Kautzky-Willer. Viel Bewegung hilft zudem, unser Knochengerüst „geschmeidig“ zu halten, den weitverbreiteten Rückenbeschwerden vorzubeugen und Stress, dem Frauen „dank“ Doppel- und Dreifachbelastung zweifelsohne ausgesetzt sind, abzubauen.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Frauen ticken andres
Seite 2 Frauen zwischen 19 und 35
Seite 3 Frauen zwischen 36 und 55
Seite 4 Frauen zwischen 56 und 70
Seite 5 Frauen ab 70

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