Mittwoch, 21. Oktober 2020

Frauen ticken andres - Frauen zwischen 19 und 35

Ausgabe 2016.11
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Frauen zwischen 19 und 35

schwangerFoto: © Can Stock Photo Inc. - AndreyPopov

Ab dem 18. Lebensjahr sollte einmal jährlich vom Frauenarzt – zwecks Gebärmutterhalskrebsvorsorge – ein Abstrich vom Muttermund sowie eine Kolposkopie, also eine Untersuchung des Gebärmutterhalses mit einer starken Lupe, erfolgen. Das gilt übrigens auch für geimpfte Frauen! Zusätzlich werden im Rahmen dieses Gynäkologenbesuchs auch die inneren Geschlechtsorgane über Bauch und Vagina abgetastet, um Auffälligkeiten rechtzeitig zu erkennen. Ab dem 30. Lebensjahr tastet der Arzt zusätzlich auch die Brüste ab, um Veränderungen, die beispielsweise auf Zysten oder Brustkrebs hinweisen, festzustellen. Viele Mediziner raten auch zu regelmäßigen Selbstuntersuchungen, um mögliche Tumore früh zu entlarven.

Kinderwunsch? Bei vielen Frauen zwischen 19 und 35 erfüllt sich nun auch ein Kinderwunsch – bei den einen leichter, bei den anderen schwerer. Die Wahrscheinlichkeit, innerhalb eines Monatszyklus schwanger zu werden, liegt bei einer Frau zwischen 20 und 30 Jahren bei etwa 30 Prozent. Optimale Bedingungen schafft man bereits im Vorfeld mit einer ausgewogenen Ernährung, der ausreichenden Zufuhr von Folsäure, regelmäßiger Bewegung, Stressreduktion, dem Verzicht auf Tabak und Alkohol und einer ärztlichen Überprüfung, ob eine ausreichende Rötelimmunität besteht. Empfehlenswert ist – wie übrigens natürlich in jeder Lebensphase – auch ein Besuch beim Zahnarzt, da Entzündungen im Zahnfleisch oder im Bereich von wurzelbehandelten Zähnen einen ungünstigen Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf einer Schwangerschaft haben können. Wenn innerhalb eines Jahres – trotz regelmäßigen Geschlechtsverkehrs und unauffälligem Gesundheitszustand – die ersehnte Schwangerschaft doch nicht eintritt, können die Ursachen vielfältig sein. Sie reichen von verklebten Eileitern über Endometriose (Wachstum der Gebärmutterschleimhaut außerhalb des Uterus‘) bis zu Eierstockzysten – um nur einige zu nennen. „Eine rechtzeitige Abklärung mit dem Arzt ist notwendig, um etwaige hormonelle Störungen oder Krankheiten zu erkennen bzw. zu behandeln und gegebenenfalls auch an eine künstliche Befruchtung zu denken“, so Kautzky-Willer. Übrigens: Die Endometriose ist laut Österreichischem Frauengesundheitsbericht 2010/2011 bei 30 bis 40 Prozent aller Fälle für ungewollte Kinderlosigkeit verantwortlich – und tarnt sich dabei oft hinter „intensiven Regelschmerzen“, die noch dazu häufig bagatellisiert werden. Dabei ist Endometriose die zweithäufigste gutartige gynäkologische Erkrankung von Frauen im gebärfähigen Alter. Rund zwei Drittel aller Patientinnen sind unter 35 Jahre. Bei chronischen und unerträglichen Regelschmerzen, die auch mit Bauch-, Kreuz- und Beckenbodenschmerzen sowie Übelkeit einhergehen können, sollten Sie daher umgehend einen Arzt konsultieren. Dieser kann nach einer genauen gynäkologischen Untersuchung etwaig notwendige Therapiemöglichkeiten aufzeigen.
Übrigens: Zu weiteren häufigen und behandlungsbedürftigen Beschwerden in dieser Altersklasse zählen gynäkologische Erkrankungen wie Harnwegsinfekte und Scheidenpilz oder das Reizdarmsyndrom. „Auch Autoimmunkrankheiten wie Schilddrüsenfunktionsstörungen, rheumatische Erkrankungen oder multiple Sklerose erreichen hier ihren Altersgipfel“, ergänzt Kaut-zky-Willer.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Frauen ticken andres
Seite 2 Frauen zwischen 19 und 35
Seite 3 Frauen zwischen 36 und 55
Seite 4 Frauen zwischen 56 und 70
Seite 5 Frauen ab 70

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