Mittwoch, 20. November 2019

Was kann ich für meinen Darm tun?

Ausgabe 09/2012
Wenn überhaupt, redet man meist hinter vorgehaltener Hand über Verdauungsprobleme, Darmsanierung oder Untersuchungen in „dieser Gegend“. GESÜNDER LEBEN hat für Sie drei Experten befragt.

Foto: Eduard Titov - iStock
Darmspiegelung: Wie läuft das ab?
Primar Dr. Franz Siebert, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan

Die Darmspiegelung (Koloskopie) erfolgt mit einem biegsamen, schlauchähnlichen Gerät, das über den After unter Lufteinfüllung in den Darm eingeführt wird. Neben einer Optik, über die man auf einem Bildschirm das Innenleben des Darms beobachten kann, besitzen diese Geräte Arbeitskanäle, über die Instrumente in den Darm eingeführt werden können.

So können bei der Vorsorge-Koloskopie nicht nur Vorstufen von Krebserkrankungen rechtzeitig erkannt, sondern gleichzeitig – sofern nötig – Polypen, Adenome usw. entfernt werden. Um Veränderungen im Darm nicht zu übersehen und eine ausreichende Beurteilung der Darmschleimhaut zu erhalten, muss der Patient mittels spezieller Trinklösungen zur Darmreinigung vorbereitet werden. Auf Wunsch wird eine sogenannte „sanfte Koloskopie“ vorgenommen: Durch Sedierung und Schmerztherapie bekommt man von der Untersuchung fast nichts mit.


Abnehmen durch Darmsanierung?
Dr. Gerhard Wallner, FA für Allgemeinmedizin, RIWA!-Gesundheitszentrum

Übergewicht kann verschiedene Ursachen haben. Die meisten Menschen mit Gewichtsproblemen ernähren sich einfach falsch. Da bringt ein typengerechter und persönlicher Ernährungsplan den gewünschten Erfolg. Funktionsstörungen der Schilddrüse und Hormon-umstellungen in den Wechseljahren werden ebenfalls mit Übergewicht in Zusammenhang gebracht.

Ein wenig beachteter Umstand für Übergewicht betrifft den Darm, der spielt eine bedeutende Rolle bei der Stoffwechselregulierung. Eine genaue Stuhluntersuchung bringt gerade bei Übergewichtigen teils dramatische Veränderungen von Darmflora und Darmmilieu ans Tageslicht. Heißhunger, Verstopfung, Unverträglichkeiten und Stimmungsschwankungen können die Folgen sein. Eine nachhaltige Darmsanierung sowie die ergänzende Einnahme spezifischer Probiotika stellen daher sinnvolle Unterstützungen bei der Gewichtsregulierung dar.

Probleme mit der Verdauung – was tun?
Mag. Anita Frauwallner, Leiterin Institut Allergosan

Stellen Sie sich den Darm als Fabrik vor, die das verarbeitet, was wir oben reinstecken. Wenn es hintennach stinkt oder anderweitig Probleme macht, steckt man entweder oben das Falsche hinein oder es stimmt etwas in der Fabrik nicht. Letzteres liegt zumeist an fehlenden Darmbakterien, die die Nahrung gründlich verwerten bzw. alles filtern sollten, was wir zu uns nehmen – sowohl die guten Vitamine als auch die schlechten Schadstoffe. Ist die Darmschleimhaut aber nicht von genügend Bakterien besiedelt, kann das Werkl auch nicht funktionieren.

Hochwertige und natürliche Ergänzungsmittel – und zwar Vitamine und Probiotika – unterstützen den gesamten Organismus. Das macht nicht nur Sinn, wenn etwas nicht stimmt, sondern auch wenn man sich optimal ernährt. Davon gibt es kein „Zuviel“, der Körper kann so einfach auf ein größeres Reservoir an Möglichkeiten zurückgreifen.

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