Dienstag, 22. September 2020

Schlafen Sie gut?

Ausgabe 10/2012
Ein gesunder Schlaf hält uns fit und gesund. Doch was gilt es dabei zu beachten? GESÜNDER LEBEN hat drei Experten befragt.

Foto: Can Stock Photo Inc. - 4774344sean
Was versteht man unter Schlafhygiene?
Univ.-Doz. Dr. Gerda Maria Saletu-Zyhlarz, FÄ für Psychiatrie & Neurologie,
Leiterin des Schlaflabors der Uniklinik Wien

Basis sind die 10 Gebote für einen guten Schlaf (siehe vorigen Artikel). Für Menschen mit einer Schlafstörung ist aber vor allem wichtig, dass sie die regelmäßigen Schlafzeiten einhalten und den täglichen Schlafbedarf abdecken. Dieser liegt zumeist zwischen sieben und acht Stunden – manche brauchen weniger, manche mehr. Letztere dürfen aber nicht glauben, dass auch sie mit sieben, acht Stunden das Auslangen finden. Das führt über kurz oder lang zu Defiziten. Außerdem muss man wissen, dass mit dem Alter der Schlafbedarf abnimmt.

In Bezug auf die Schlafhygiene gehören auch Tagesnaps angesprochen: 20 bis 30 Minuten sind optimal. Wer länger schläft, darf sich allerdings nicht wundern, wenn er in der Nacht weniger Schlaf benötigt. Gerade ältere Menschen neigen dazu, tagsüber (länger) zu schlafen, wodurch sich der altersbedingt ohnedies reduzierte nächtliche Schlafbedarf weiter reduziert.


Milch mit Honig – wirkt das wirklich?
Univ.-Prof. Dr. Manfred Walzl, FA für Neurologie und Psychiatrie,
Landesnervenklinik Sigmund Freud, Graz

Ja, warme Milch mit Honig ist wirklich ein altbekanntes und vor allem funktionierendes Mittel zur Linderung von Einschlafstörungen. Die Oma hat es schon immer gewusst, nur konnte sie es halt nicht nachweisen. Heute aber können wir es sehr wohl wissenschaftlich beweisen: Milch hat einen hohen Anteil an Tryptophan, einer Aminosäure, die der Körper zwar nicht selbst herstellen kann, sehr wohl aber benötigt. Tryptophan ist eine Vorstufe der Botenstoffe Serotonin und Melatonin. Bei Letzterem handelt es sich um das sogenannte Schlafhormon. Damit dieses aber im Gehirn gebildet werden kann, brauchen wir Tryptophan. Den Honig benötigen wir, weil erst durch ihn das Tryptophan ins Gehirn gelangt, wo es in Serotonin bzw. Melatonin umgewandelt wird.

Übrigens: Auch Baldrian, Hopfen, Passionsblume, Melisse, Johanniskraut und Lavendel haben eine beruhigende Wirkung.


Welche Decke ist die richtige?
DI Peter Hildebrand,
GF Reiter Betten & Vorhänge

Das kann man so nicht sagen, da es immer auf die persönlichen Vorlieben und das jeweilige Wärmebedürfnis ankommt. Abgesehen davon, ob man es etwa kuschelig mag, ist es auch eine Frage des Schwitzens. Materialien wie Baumwolle sind sehr atmungsaktiv und transportieren Feuchtigkeit gut weg. Wichtig ist zudem, dass die Decke ein Kammersystem hat, wodurch die Füllung nicht mehr seitlich wegläuft, wie das früher oft der Fall war. Auch die Größe spielt eine Rolle: In der Regel sollte die Decke so groß sein, dass Füße oder Hände nicht sofort herauskommen, wenn man sich bewegt. Und vor allem für Allergiker von Bedeutung: Die Decke muss mit 60 Grad waschbar sein.

Dass Daunen und Federn nicht von lebendgerupften Tieren stammen, wird bei uns mittlerweile garantiert. Überhaupt werden Tierschutz, Umwelt und teils auch regionale Produktion immer wichtiger – für uns, aber auch für den Kunden.

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