Montag, 18. Dezember 2017

Fit in den Herbst!

Ausgabe 2017.10
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Lassen Sie sich von Herbststürmen, Nebelsuppen und ersten Frostangriffen nicht die gute Laune verderben – und schon gar nicht von einer lästigen Erkältung! GESÜNDER LEBEN hat die besten Tipps, wie Sie gesund in die kalte Jahreszeit starten – und es auch bleiben.


Foto: iStock-Halfpoint

 

Im Herbst und Winter wird das Immunsystem auf eine harte Probe gestellt. Sobald die Temperaturen fallen, machen die Abwehrkräfte schneller schlapp – Hochsaison für Erkältungsviren. Wer rechtzeitig der Infektanfälligkeit vorbeugt, kommt mit größerer Wahrscheinlichkeit fit durch die Herbst- und Wintertage. GESÜNDER LEBEN fragte vier Experten nach den besten Kraftquellen für die körpereigene Schutztruppe.

Wer sein Immunsystem von innen stärken möchte, sollte möglichst auf Zucker und raffinierte Weißmehlprodukte verzichten und lieber zu vollwertigen, biologischen Getreideprodukten greifen, die mit Sauerteig noch bekömmlicher sind“, erklärt Dr. Werner Pohl, Facharzt für innere Medizin in Vöcklabruck. Saisonales Obst und Gemüse und hochwertige Öle sind jetzt besonders wichtig. In der kalten Jahreszeit empfehlen sich zudem „wärmende“ Lebensmittel: „Anstatt rohem Gemüse sollte gedünstetes auf dem Speiseplan stehen. Der Körper kann erwärmte Lebensmittel besser verarbeiten. Bei kalten Lebensmitteln muss der Organismus zusätzlich Energie aufwenden, um die Nahrung im Magen aufzuwärmen. Und diese Energie fehlt dann bei der Bekämpfung von Krankheitserregern.“ Auch Gewürze mit ihren ätherischen Ölen wie bei Ingwer, Zimt, Nelke, Anis, Fenchel, Muskat, Kümmel und Knoblauch sind potente „Immunbooster“. Pohl: „Alkohol, Kaffee oder Nikotin sind hingegen regelrechte Vitalstoffräuber.“

Regelmäßige Bewegung. Dosierter Sport stärkt die Abwehr. Man muss dabei gar nicht so sehr außer Atem kommen. Ganz im Gegenteil: „Gemütlichere Sportarten unterstützen die Immunkraft am besten“, erklärt Dr. Kurt A. Moosburger, Facharzt für Sportmedizin in Hall. Training ohne Freude stresst allerdings. Hier gilt es, eine interessante Alternative zu finden. Zum Beispiel Springen am Minitrampolin oder Tanzen. Sportmuffel fangen am besten mit flotten Spaziergängen an – mindestens dreimal wöchentlich eine halbe Stunde gilt als Minimum. Gut Trainierte können beim Work-out durchaus ins Schnaufen kommen: „Ein Sportpensum von bis zu fünf Stunden pro Woche gilt als gesund.“ Moosburgers Tipp für Outdoor-Sport: „An kalten Tagen sollte man immer eine Haube aufsetzen, sonst haben Krankheitserreger leichtes Spiel. Denn über den Kopf kühlt der Körper schneller aus und wird infektanfälliger.“

Dem Körper einheizen. Krankheitskeime können heiß-kalte Wechselbäder nicht ausstehen. Sowohl regelmäßige Wechselduschen als auch Saunagänge – ein- bis zweimal wöchentlich – mit anschließenden Kaltwasseranwendungen mindern die Häufigkeit von Erkältungskrankheiten. „Durch die verbesserte Durchblutung gelangen spezielle Abwehrzellen schneller in die Schleimhäute der Atemwege und können dort Viren und Bakterien abfangen. Zudem treibt der Schweißausbruch in der Sauna Schadstoffe aus den Poren,“ meint Dr. Barbara Stadler, Allgemeinärztin in Wien. Zusätzlich gilt es, kalte Füße zu vermeiden: „Durch das Abkühlen exponierter Körperstellen wie den Füßen verengen sich die Blutgefäße auch in der Nase.“ Ein heißes Fußbad gleich nach dem Aufenthalt im Freien bremst Krankheitserreger massiv ein. Stadler: „Dazu eine Wärmflasche zu den Füßen legen und eine Tasse heißen Ingwertee oder Hühnersuppe genießen – so viel Hitze mögen Schnupfenviren ganz und gar nicht.“

Hände sauber halten. Erkältungsviren werden in erster Linie über Hautkontakt übertragen. „Zur gezielten Abwehr von Krankheitserregern hilft daher regelmäßiges Händewaschen“, erklärt Hygiene-Fachärztin Dr. Magda Diab-El Schahawi. Als tägliches Ritual sollte es beim Nach-Hause-Kommen, vor dem Essen, beim Umgang mit Haustieren und nach dem Toilettenbesuch zur Gewohnheit werden. Und das beginnt schon beim Handtuch und der Auswahl der passenden Seife. Die beste Händehygiene bleibt nutzlos, wenn das Handtuch zum Abtrocknen nicht regelmäßig – im Idealfall täglich – gewechselt und bei mindestens 60°C gewaschen wird. Diab-El Schahawi: „Zum Händewaschen selbst sollte man statt Stückseife besser Seifenspender, die ohne Berührung funktionieren, verwenden – und natürlich sauberes Wasser. Damit wäscht man die gesamte Hand inklusive aller Finger gründlich bis zum Handgelenk und auch den Raum zwischen den Fingern – rund 30 Sekunden lang. Dann werden die Hände gründlich abgetrocknet, am besten mit einem Einmalhandtuch.“ Heißluft und grobe Handtücher können die Haut schädigen und die rissigen Hände zu einem guten Schlupfwinkel für Bakterien machen. Daher gilt: Die Hände immer gut abtrocknen und auch pflegen.  

Übersicht zu diesem Artikel:
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