Montag, 10. Dezember 2018

Essen Sie sich jung und gesund

Ausgabe 06/2012
Was hat Kaffee mit Obst, Gemüse, Tee und Kakao gemeinsam? All diese Lebensmittel enthalten Antioxidantien, die Sie jung, fit und gesund halten.

Foto: Anne Bæk Pedersen - istock
Wer wünscht sich nicht, mit 50 noch so fit zu sein wie mit 30? Eine gesunde Ernährung ist dafür eine wichtige Voraussetzung. Schon lange versuchen Forscher das Rätsel des Alterns zu ergründen. Eine endgültige Antwort gibt es noch immer nicht. „Eines weiß man allerdings aus heutiger Sicht, freie Radikale spielen beim Alterungsprozess eine wesentliche Rolle“, so Prof. Dr. Markus Metka, österreichischer Antiaging-Experte, der zu den führenden Pionieren auf dem Gebiet der Antiaging-Medizin und Hormonforschung zählt. Freie Radikale stehen am Anfang vieler Gesundheitsbeschwerden. Sie greifen unsere Zellen an und können diese funktionsuntüchtig machen. Je mehr Zellen eines Organs auf diese Weise geschädigt werden, umso schlechter geht es dem Organ und Krankheiten treten auf. Aber auch äußere Einflüsse lassen im Körper freie Radikale entstehen, wie z. B. Zigarettenrauch, Alkohol, Umweltgifte, hohe Stressbelastung, Medikamente und Drogen. Um freie Radikale effektiv abbauen zu können, ist die Zufuhr von Antioxidantien mit der Ernährung von besonderer Bedeutung.

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Antioxidantien gegen freie Radikale. Was versteht man genau unter freien Radikalen? Diese sind sauerstoffhaltige Moleküle, die sehr instabil sind, und zwar deshalb, weil ihnen in ihrer chemischen Struktur ein Elektron fehlt. Sie sind unvollständig. Um das auszugleichen, suchen sie nach einem passenden Elektron, damit sie wieder vollständig werden. Bei der Suche nach einem geeigneten Bindungspartner gehen freie Radikale sehr rücksichtslos vor. Wenn ein freies Radikal entsteht, so dauert es gerade 0,00000000001 Sekunden, bis es ein „Opfer“ attackiert. Aggressiv entreißt es dem nächstbesten intakten Molekül (z. B. Molekülen der Zellmembran, Proteinen oder der DNA) das geeignete Elektron. Diesen Elektronen-Raub bezeichnet man als Oxidation. Sobald Oxidationen das erträgliche Ausmaß übersteigen und den Körper belasten, spricht man von oxidativem Stress, der zu inoperablen Schäden im Körper führen kann.

Gesundheitliche Folgen. „Freie Radikale tun nicht weh“, so Metka, „allerdings können längerfristig Symptome wie Antriebsschwäche, Hautschlaffheit, Müdigkeit und Energieverlust auftreten.“ Aber auch Herz- und Kreislaufprobleme sowie Venenschwäche und Krampfadern zählen zu den möglichen Ursachen. Die Sehleistung kann ebenfalls unter freien Radikalen leiden. Bei der Entstehung von Krebs spielen freie Radikale ebenso eine bedeutende Rolle. Wird die DNA der Zellen von diesen beschädigt, kann es zu einer Entartung der Zelle kommen. Wenn jetzt die körpereigenen Mechanismen, die diese fehlgeleitete Zelle aus dem Verkehr ziehen sollten, versagen, vermehrt sich diese Zelle und ein Tumor entsteht. Damit all die genannten Krankheiten keine Chance haben, rät Metka: „Achten Sie schon beim Heranwachsen Ihrer Kinder auf gesunde Ernährung, dadurch können gesundheitliche Spätfolgen vermieden werden.“

Antioxidantien in der Nahrung. Zu den wirksamsten antioxidativen Mineralstoffen gehört Selen, das Sie am besten über Fleisch oder Fisch aufnehmen. Vitamin C ist das wichtigste Vitamin, um freie Radikale zu binden. In Fetten und Ölen hingegen ist viel Vitamin E, das antioxidativ wirkt (z. B. in Raps- oder Leinsamenöl). „Essen Sie täglich eine kleine Menge von Walnüssen oder Sonnenblumenkernen, diese sind ebenfalls reich an Vitamin E. Wichtig ist auch, dass Ihr täglicher Speiseplan aus einer bunten Mischung aus Fleisch, Fisch und viel frischem Obst oder frischem Gemüse besteht“, empfiehlt Metka.

Künstliche Antioxidantien? Die Einnahme von künstlichen Antioxidantien ist populär. In Amerika schluckt mittlerweile jedes dritte Kind mindestens einmal pro Tag eine Superpille. Doch neue Studien belegen, dass diese mitunter mehr schaden als nutzen. Metka: „Der natürlichste Weg, die Zufuhr von Antioxidantien zu gewährleisten, ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung, dadurch ersparen Sie sich die Einnahme von künstlichen Antioxidantien.“


Wo finde ich Antioxidantien?
  • Beeren, wie z. B. Blaubeeren, schwarze Johannisbeeren, Sanddorn, Goji-Beeren
  • kernhaltige Trauben
  • Zitrusfrüchte, besonders Grapefruit und Zitronen
  • Granatäpfel
  • Tropenfrüchte, wie z. B. Ananas, Mangos
  • Alle Kohlarten, wie z. B. Brokkoli, Grünkohl, Karfiol, Weiß- und Rotkohl
  • Ingwer
  • grüne Blattgemüse, wie z. B. Spinat, Blattsalate und Feldsalat
  • Kräuter (Kerbel, Petersilie, Rosmarin, Minze und Basilikum)
  • Sonnenblumenkerne
  • Mandeln
  • Nüsse, wie z. B. Haselnüsse und Walnüsse
  • Knoblauch und Zwiebeln
  • Gurken, Paprika, Paradeiser
  • Alle essbaren Wildpflanzen und -blüten wie z. B. Löwenzahn und Brennnessel

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