Dienstag, 20. August 2019

Ein Herz wie ein Bergwerk

Ausgabe 06/2010
Die Berliner „Göre“ Ina Nadine Wagler ist nicht nur verliebt in die Kulturstadt Wien, die Sängerin, Schauspielerin und Tänzerin hat hier auch private Bande geknüpft.

Foto: Heinz Henninger
In Berlin hat sie nicht nur noch den sprichwörtlichen Koffer, sondern auch eine kleine Wohnung. „Die wird es immer geben, weil ich dort oft synchronisiere und viele Gala-Auftritte z.B. mit meinem Chansonprogramm „Three Ladies“ (www.threeladies.de) absolviere“, lacht die aparte Blonde mit der gewinnenden Ausstrahlung. Ina Wagler ist, was man als klassische Allrounderin bezeichnet: Sie hat die Universität der Künste in Berlin mit Auszeichnung bestanden, beherrscht vier Sprachen plus Berlinerisch und hat in zig Musicals und Filmen mitgewirkt. Dennoch wird sie von österreichischen Society- Gazetten gerne auf ihre Langzeit-Beziehung mit Austropopper Rainhard Fendrich heruntergebrochen. Was sie irgendwie stört. „Ich würde mir wünschen, endlich als eigenständige Persönlichkeit wahrgenommen und für meine künstlerischen Leistungen anerkannt zu werden“, so die 35-Jährige mit dem „Herz wie ein Bergwerk“ (Copyright Fendrich). Das Publikum kann sie aktuell als Alternativbesetzung im Udo-Jürgens-Musical „Ich war noch niemals in New York“ – als Lisa Wartberg bewundern. Es bestehen also berechtigte Hoffnungen, dass das Scheinwerferlicht bald mehr auf ihr Können als auf den Verlobungsring an ihrer Hand strahlt ...

Ina Nadine Wagler lebt …

… schlau. Als gebürtige Berlinerin ist Wien Ihr derzeitiger Lebensmittelpunkt. Wo fühlen Sie sich zu Hause?
Nun, im Herzen bin ich Berlinerin, da mich diese Stadt einfach geprägt hat. Aber ich genieße es, durch meinen Beruf viel herumzukommen. In Wien zu leben und zu arbeiten war schon während meiner Studienzeit ein Herzenswunsch. Es ist einfach eine wunderschöne, sehr kulturelle Stadt. Ganz angepasst bin ich aber noch nicht: Meinen Kaffee trink ich noch immer recht dünn ...

… schön. Groß, blond mit markanter Ausstrahlung: Sind Sie eher der natürliche Typ oder sind Styling und Kosmetik ein Muss für Sie?
Tatsächlich bewundere ich Frauen, die immer korrekt gestylt sind. Das macht eine Stadt aus, wie die Leute so „herumlaufen“ und Wien hat sehr viel Stil. Oft sehe ich z.B. ältere Damen in der Innenstadt im Kostüm und mit Hut, das finde ich toll. Ich hingegen wähle privat eher die bequeme Variante. Auf Marken lege ich keinen gesteigerten Wert, Kosmetik ist mir da schon wichtiger.

… gut. Sie gelten als sehr figur- und ernährungsbewusst. Wie halten Sie es da mit der Wiener Küche?
Ich schätze die Gemütlichkeit, die sich auch in der Küche widerspiegelt. Zum Heurigen oder ins Kaffeehaus zu gehen, gehört für mich hierher wie der Kaiserschmarrn oder das Backhendl mit warmem Erdäpfelsalat. Ich bin eigentlich eine „Süße“ und zelebriere das, wenn auch eher selten. Oft steht bei mir italienische oder asiatische Küche auf dem Speiseplan – da sie einfach leichter ist.

… gesund. Fit zu sein ist in Ihrem Beruf Grundvoraussetzung. Was macht einen gesunden Tag für Sie aus?
Ein gesunder Tag beginnt für mich mit dem „biologischen Erwachen“, das heißt kein Wecker, sondern von selbst aufwachen. Leider kommt das nicht häufig vor, da ich nie vor 23 Uhr das Theater verlasse und es schon morgens viel zu tun gibt. Körperliches Wohlbefinden erreiche ich durch viel Bewegung, das Vermeiden von Zeitdruck und ganz wichtig – viel Lachen, denn nichts ist so gesund!

… aktiv. Tanz und Bewegung sind Ihr Lebenselixier. Auf welchen „Trainingsplätzen“ trifft man Sie bevorzugt an?
Ich liebe Sport und Tanz in allen Variationen. Mich zu bewegen, bedeutet nie Überwindung, sondern ist für mich fast fundamental. Besonders gerne gehe ich laufen und betreibe regelmäßig Tae Bo nach der Methode von Billy Blanks, das ist so eine Art Kickbox-Training. Da kann ich mich so richtig auspowern.

... bewusst. In der Partnerschaft mit Rainhard Fendrich haben Sie Stärke und Durchhaltevermögen bewiesen. Verraten Sie uns die Quelle(n) Ihrer Kraft?
Es gibt verschiedene Arten, sich mental und emotional aufzubauen. Mental- Training ist für Schauspieler, schätze ich, sowieso obligat. Und immer wieder die Bewegung. Dabei ordne ich meine Gedanken und es werden positive Emotionen ausgeschüttet. Familie und Freunde sind ebenfalls eine wichtige Inspiration, aber auch Bücher, die den Geist bereichern. In einer Beziehung zählen für mich vor allem Vertrauen und dass die Schwingungen auf einer Ebene verlaufen. Ich möchte jeden Tag so bewusst wie nur möglich (er)leben.


BIOGRAFIE

Ina Nadine Wagler
1975 im Sternzeichen Zwilling in Berlin geboren, studierte Schauspiel, Gesang und Tanz. Aktuell spielt die sportliche Mezzosopranistin im Wiener Raimundtheater im Musical „Ich war noch niemals in New York“. Ab Sommer gibt sie in der BRD die Eliza in „My Fair Lady“. Privat ist sie seit langen Jahren mit Austropopper Fendrich liiert.

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