Samstag, 07. Dezember 2019

Doktor Tee - Schneller fieberfrei

Ausgabe 2019.11
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Schneller fieberfrei
Lindenblütentee ist ein echtes Multitalent und auch bei Fieber eine gute Wahl. „Aufgrund der schweißtreibenden Eigenschaften sind Lindenblüten bei Grippe das richtige Kraut.“ Schweißtreibend wirkt ebenfalls ein Tee aus Holunderblüten. „Er ist ein willkommenes Mittel, um Erkältungen rauszuschwitzen oder diesen vorzubeugen“, erklärt die Kräuterfachfrau. Eine Pflanze aus dem Süden kommt bei zu hoher Körpertemperatur ebenfalls gerne zum Einsatz: Olivenblätter bieten einen guten Zellschutz und gelten als Wundermittel gegen Fieber. Tipp: Die losen Blätter 10 bis 20 Minuten ziehen lassen.

Gegen den Winterblues
Graue Tage, frühe Dunkelheit und viel weniger Aufenthalte im Freien – das schlägt einem schon mal aufs Gemüt. Nicht jede Verstimmung muss gleich medikamentös behandelt werden. Echtes Johanniskraut ist eines der in Europa am häufigsten als Antidepressivum eingesetzten pflanzlichen Arzneimittel. Das Heilmittel soll Trübsinn, Antriebslosigkeit und Müdigkeit vertreiben. Auch die Apfelminze wird in der Volksmedizin als Stimmungsaufheller eingesetzt. Sie stärkt die Nerven und den Geist. „Und garantiert nicht berauschend, aber stimmungsaufhellend und beruhigend ist ein Aufguss aus Hanfblättern“, so ein weiterer Tipp von Gerda Holzmann.

Beruhigung für Magen und Darm
Während man im Sommer gerne mal bloß ein paar Salatblätter knabbert, darf es im Winter für viele schon recht deftig zugehen. Dazu kommen etwaige Sünden bei dem Besuch von Adventmärkten und Weihnachtsfeiern, die ihre Spuren hinterlassen. Hilfreiche Kräutertees gibt es zum Glück genug: Ein Klassiker ist Kamillentee, der Magen und Darm beruhigt und auch bei Blähungen, Verdauungsbeschwerden und Magenkrämpfen wirkt. Fenchel wird nicht nur bei Babybauchweh eingesetzt, sondern auch bei Erwachsenen. Er wirkt krampflösend, ähnlich wie der beliebte Pfefferminztee. Dieser ist darüber hinaus aber auch gut gegen Übelkeit und unterstützt die Verdauung.
Bei Völlegefühl und Blähungen gehört der Darm entlastet, Anis und Kümmel helfen bestens, auch in Kombination mit Fenchel. Der schon erwähnte Käspappeltee ist übrigens bei leichten Schleimhautentzündungen im Magen-Darm-Bereich ebenfalls hilfreich. Außerdem setzt man die Käspappel auch erfolgreich als Kompresse am Magen ein, um Bauchschmerzen zu lindern. Krampft es leicht im Magen-Darm-Bereich kommt schließlich noch die Schafgarbe zum Einsatz.
Allgemein gilt, etwa zwei bis drei Tassen am Tag zu trinken und darauf zu schauen, wo der Tee herkommt. Kräuterexpertin Gerda Holzmann: „Es ist ratsam, den Tee direkt beim Hersteller, im Bio-Fachhandel, im Reformhaus oder in der Apotheke zu kaufen. Wichtig ist immer die entsprechende Beratung vor Ort. Und, aufgepasst: Nicht alle Tees aus der Apotheke sind automatisch bio! Auch hier gibt es unterschiedliche Qualitäten.“ 

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